DIE SCHACHZÜGE


Es gibt auch andere Wege, dass das Geld verschwindet. Jahrhundert die Regierung immer mehr Geld lieh, wurde der Begriff der Staatsverschuldung geboren. Wenn ich Ihnen einen echten Dollar leihe, können Sie den Dollar ausgeben, und ich eben nicht. Ist der Leitzins der Zentralbank bereits auf null Prozent abgesenkt, kann die Zentralbank versuchen, über quantitative Lockerung weiterhin eine expansive Geldpolitik zu betreiben — wie etwa die Japanische Zentralbank ab , oder der Europäischen Zentralbank im Euroraum ab

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Dadurch ist unter diesem Fall expansive Geldpolitik ebenfalls wirkungslos. Bei dieser Konstellation kann eine expansive Geldpolitik das Gegenteil bewirken. Wenn die Zentralbank die Geldmenge zu stark über das festgesetzte Ziel hinaus erhöht, wird eine Zinssteigerung dem Preisanstieg folgen.

Diese führt zu einer Steigerung des Nominalzinses. Jetzt wirkt die expansive Geldpolitik sogar restriktiv. Und die Zentralbank kann im Grunde kein Lockerungssignal mehr setzen. Ist der Leitzins der Zentralbank bereits auf null Prozent abgesenkt, kann die Zentralbank versuchen, über quantitative Lockerung weiterhin eine expansive Geldpolitik zu betreiben — wie etwa die Japanische Zentralbank ab , oder der Europäischen Zentralbank im Euroraum ab Eine Zentralbank kann Offenmarktgeschäfte nutzen, um die Geldbasis zu verringern.

Das erfolgt typischerweise über den Verkauf von Wertpapieren gegen Bargeld. Durch den Einzug dieses Bargelds entzieht sie der Wirtschaft Geld und verkürzt damit die monetäre Grundlage. Kontraktive Geldpolitik kann durchgeführt werden, indem die Zentralbank von den Geschäftsbanken die Haltung einer höheren Mindestreserve fordert. Banken halten nur einen Bruchteil ihres Vermögens für unmittelbare Geldabhebungen in Bargeld. Vor allem in Zeiten konjunktureller Überhitzung ist die kontraktive Geldpolitik ein wirksames Instrument.

Sie führt zu Zinssteigerungen, Produktions- und Investitionsrückgang und dämmt die Gefahr einer verstärkten Inflation ein. Es führt somit den Arbeits-, den Güter- und den Geldmarkt zusammen und beschreibt die Wechselwirkungen von Produktion und Preisniveau.

Sie beschreibt das Gesamtangebot auf Basis des Arbeitsmarktes mit nachfolgenden Bedeutungen:. Zum besseren Verständnis der Ausführungen sei gesagt, dass sich die Produktion im Laufe der Zeit tendenziell dem natürlichen Produktionsniveau Y n Produktionskapazität bei Normalbeschäftigung anpasst.

An diesem Punkt entspricht das tatsächliche Preisniveau dem erwarteten Preisniveau. Die Verringerung der Geldmenge beeinflusst lediglich die Nachfragekurve , da das Gesamtangebot unabhängig von der Geldbasis ist. Ausgehend von einer Produktion bei Normalbeschäftigung führt die nominale Geldherabsetzung auch zu einer realen Geldherabsetzung, da das Preisniveau vorerst konstant bleibt.

Durch den Produktionsrückgang liegt die Produktion nun unter ihrem normalen Niveau. Das hat eine Verringerung der Beschäftigung zur Folge. Weiterhin liegt das tatsächliche Preisniveau nun unter dem erwarteten. Diese Tatsachen führen zu veränderten Preiserwartungen. Die Löhne werden nach unten korrigiert. Die Kurve verschiebt sich nach unten, da die Preise fallen. Man muss also zwischen kurzer und mittlerer Frist unterscheiden. Kurzfristig geht aufgrund der Geldreduzierung die Nachfrage zurück.

Produktion und Preisniveau sinken ab. Mittelfristig kehrt die Produktion durch die weitere Preisanpassung Reagieren des Angebotes zu ihrem natürlichen Niveau zurück. Allein das Preisniveau ist niedriger.

Durch die Reduzierung der nominalen Geldmenge kommt es auf Grund der Tatsache, dass das Preisniveau konstant bleibt, auch zu einer Verringerung der realen Geldmenge.

Das Geldangebot geht also zurück, was bei einer gleichbleibenden Nachfrage eine Zinssteigerung nach sich zieht. Für jedes beliebige Einkommen ist nun der Zins, der zu einem Geldmarktgleichgewicht führt, höher.

Die LM-Kurve verschiebt sich also nach oben. Diese Folge und die eben erklärte Zinssteigerung resultieren in einem Rückgang der Investitionen und Produktion.

Das Senken der nominalen Geldmenge zieht demzufolge nach einiger Zeit das Sinken des Preisniveaus nach sich. Somit steigt die reale Geldmenge wieder an. Eine zyklische Mechanik lässt sich gut erkennen. In Phasen der Expansion fällt die Geldmenge häufig so lange, bis sich eine Rezession einstellt. Mit Beginn der Rezession erhöht sich die Geldmenge wieder. Strafft sie hingegen, indem sie den Leitzins erhöht, so wird dem Markt Liquidität entzogen, was sich negativ auf die Geldmenge auswirkt.

Bargeld-, Girokonto- und Tagesgeldbestände sind im Bezug auf die Zinsbewegungen sensibel. Das Kapital tendiert in Richtung höherer Zinsen. Investoren sind in solchen Phasen versucht, beispielsweise Hochzinsanleihen oder Aktien zu kaufen. Entsprechend verringern sich die Bestände auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto. Der Konsument greift seine Bestände um so mehr an, je länger eine Expansionsphase dauert und je mehr Vertrauen er beispielsweise in die Sicherheit seines Arbeitsplatzes hat. Kippt die Wirtschaft, kommt der Finanzstress schnell durch, weil Konsum- und Ausgabefreudigkeit abnehmen: Die Geldmengenausweitung kommt praktisch zum Stillstand.

Die türkischen Verbraucher werden mit steigenden Preisen und höherer Arbeitslosigkeit konfrontiert sein. Die Auslandsverschuldung der Türkei resultiert aus den anhaltenden Leistungsbilanzdefiziten des Landes, da diese die Einfuhr von Kapital erfordern.

Mit dem Niedergang der türkischen Lira wird es schwieriger, diese Fehlbeträge zu finanzieren. Von bis betrug der Leistungsbilanzsaldo durchschnittlich -2,5 Prozent. Seit hat sich die Bilanz stark verschlechtert. Im Jahr lag das Defizit bei neun Prozent. Nach einer Erholung bis etwa vier Prozent im Jahr hat sich das Leistungsbilanzdefizit wieder ausgeweitet und liegt bei 5,5 Prozent Abbildung 5. Leistungsbilanz in Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zentralbank der Republik Türkei.

Seit , zuerst als Premierminister und seit als Präsident, hat Erdogan die Kontrolle über das Land verstärkt und bürgerliche Freiheiten abgeschafft. Der gescheiterte Putsch von hat ihm freie Hand gegeben, den autoritären Stil seiner Herrschaft zu verstärken.

Erdogan stellt in Frage, was die moderne Türkei seit dem Ende des Sultanats definiert hat. Als Präsident hat er sich einem von religiösem Eifer getriebenen Autoritarismus zugewandt. Erdogans Regierung markiert damit einen Bruch mit der modernen Geschichte der Türkei. Sein neues Mandat erstreckt sich bis Mit einem besseren wirtschaftlichen Management hätte die Türkei die Chance, ein wohlhabendes Land zu werden.

Die Türkei besitzt eine diversifizierte Wirtschaftsstruktur. Das Finanzsystem ist flexibel und belastbar. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Türkei bemerkenswerte wirtschaftliche Fortschritte erzielt. Seit Beginn des neuen Jahrtausends verzeichnet die Wirtschaft hohe Wachstumsraten bei einer moderaten Preisinflation. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Kaufkraft pro Kopf fast verdoppelt Abbildung 6.

Diese Erfolge werden nun von Präsident Erdogan in Frage gestellt. Seine Bestrebungen, einen auf dem Islam basierenden Autoritarismus zu etablieren, und seine erratische und inkohärente Wirtschaftspolitik gefährden den Fortschritt der Türkei. Die entscheidenden Reformen der türkischen Wirtschaft wurden vorgenommen, bevor er an die Macht kam. Seitdem hat sich das Land zu einem der modernsten Länder im Nahen Osten entwickelt. Doch der Weg zu einer modernen Wirtschaft und einem demokratischen politischen System wurde danach steinig.

Seitdem ist die Türkei einer Welle der Re-Islamisierung ausgesetzt.





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