Die perversen Kommunikationstechniken eines Narzissten


Er war mal beim BKA und hat für eines seiner Schmuddelbücher recherchiert.

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Das wird im Ergebnis aber nichts an dem Fakt ändern, dass Sie ein AP-Foto unbefugt verwendet haben und dapd für diese unbefugte Verwendung Schadenersatz fordert. Es ist für uns nur von untergeordnetem Interesse, auf welchem Weg Sie an das Bild gelangt sind. Tatsache ist, dass Ihnen seitens des Rechteinhabers dapd keine Erlaubnis für die Verwendung des Bildes vorlag. Die konnten ihre Rechte aber mangels der erforderlichen technischen Voraussetzungen nicht durchsetzen.

Das hat sich in jüngster Zeit geändert. Weitere Inhaber von Rechten an Texten und Bildern werden hinzukommen. Damit werden vermutlich weitere "illegale Nutzer" von Texten und Bildern in nächster Zeit zu Schadenersatz aufgefordert. Ich hatte schon den Versuch unternommen, Ihnen zu erläutern, dass der Betrieb einer Nachrichtenagentur mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden ist. Selbstverständlich wollen der indonesische Fotograf Binsar Bakkara und die vielen tausend anderen für AP und dapd weltweit tätigen Reporter, Korrespondenten, Redakteure, Fotografen und freien Mitarbeiter ihre Leistungen honoriert haben.

Da kann es nicht angehen, dass sich Interessenten an den im Internet frei zugänglichen Produkten unengeltlich bedienen, um ihre Webseiten zu schmücken, sich aber keine Gedanken darüber zu machen scheinen, dass diese Produkte ja irgend jemand gehören müssten. Herr Höhling wendet hier einen argumentativen Trick an. Indirekt behauptet er, Binsar Bakkara der Fotograf des rauchenden Vulkans und die dapd nachrichten GmbH hätten einen wirtschaftlichen Schaden davon, wenn eine Privatperson wie Herr Uhle ungenehmigt ein von der dapd nachrichten GmbH veröffentlichtes Foto eines rauchenden Vulkans auf seine private Internetseite stellt.

Statt dessen gibt es nur ein Einkaufsfeld in das Privatpersonen keinen Zugang erhalten. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir nur professionelle Bildnutzer für unsere Datenbank freischalten. Privatpersonen erhalten keinen Zugang. Wenn aber Privatpersonen keinen Zugang erhalten, so ist ein Verkauf an Privatpersonen auch nicht beabsichtigt. Mithin wendet sich das Angebot also an professionelle Bildnutzer. Z u hungern scheint man in den oberen Etagen der dapd nachrichten GmbH ganz sicher nicht - im Gegensatz zu vielen Menschen in Afrika - wie die folgende hauseigene dapd Meldung zeigt: Nach den nunmehr vorliegenden Zahlen konnte die dapd-Gruppe ihren Umsatz von ca.

Die Umsatzsteigerungen erfassen alle Geschäftsbereiche. Die Gesellschaft ist seit profitabel und vollständig schuldenfrei. Die Gewinne konnten parallel mit der Gesamtentwicklung gesteigert werden. Die Gesellschafter kündigten an, sämtliche Gewinne zu reinvestieren.

Einzelheiten zum Geschäftsbericht werden nach Prüfung der Bilanzen mitgeteilt. Der Mitarbeiterbestand in der Gruppe wuchs von bis Ende von auf Die Gesellschaft plant für Februar diesen Jahres die Veröffentlichung eines detaillierten Sozialreports über die Entwicklung der Arbeitsplätze bei der dapd. Das Geschäft der dapd brummt und die Bundesregierung hat nichts besseres zu tun, als unsere Steuergelder an dieses Unternehmen zu verschleudern.

Das Geschäft ist hart: Reiche Investoren verschaffen dem Fusionsunternehmen dapd einen Platz unter den Nachrichtenagenturen - dank aggressiver Firmenzukäufe.

Das renditeschwächelnde Mediengeschäft erfüllt zwar keine hohen Renditeerwartungen, doch es geht wohl um die Verfolgung subtilerer Interessen. Martin Vorderwülbecke möchte einmal in den Himmel kommen. Darum hat die dapd lange gekämpft. Es scheint zuweilen gerade die Angriffslust der Investoren zu sein, die der Agentur nützt. Inzwischen pfeifen es die Spatzen von den Dächern. Das rigide und hoffnungslos überholte deutsche Urheberrecht führt zu einer massiven Gefährdung unserer Gesellschaft.

Kontrovers ist hierbei die Androhung drastischer finanzieller Rechtsfolgen und Klageandrohungen. Sie lebt von der Unbeholfenheit der Internetnutzer. Die Opfer zahlen oft aus Angst. Um das Geschäft mit urheberrechtlichen Massen - abmahnungen haben sich ausgefeilte Erlösmodelle entwickelt.

Begünstigt werden diese Auswüchse vom deutschen Gesetzgeber und den Gerichten. Die Erbengemeinschaft und Fans sind empört: Jetzt rudert er zurück. Darf sich jeder an seinen Reimen bedienen? Fans, Blogbetreiber und die Erbengemeinschaft zeigten sich empört: Jetzt rudert der Verlag zurück. Einer dieser Fans ist Oliver Stör. Er hatte den "Regenwurm" wiedergegeben. Und jetzt kam die Schadensersatzforderung. Bei der jetzigen Rechtslage ist mir das zu unsicher. Was ist denn da plötzlich los?

Das liege daran, dass Erhardt-Gedichte so kurz seien, aber es gebe auch das Gefühl: Man werde nicht alle 7. Blogs und Foren habe man bewusst aussparen wollen: Wenn dem ein oder anderen versehentlich Unrecht getan worden sei, lasse man natürlich mit sich reden. Rechtsanwalt Markus Kompa, der einen ähnlichen Fall wie Oliver Stör vertritt, glaubt, dass es sich nicht um hohle Worte handelt: Man spreche hier von eventuell vierstelligen Abmahnkosten. Das Vorgehen der Kollegen sei fair gewesen und nicht zu vergleichen mit anderen Fällen.

Ein Prozess bringt Klärung. Nur ein Prozess brächte Klärung, was ein Gedicht von Erhardt heute noch wert ist. In der Literatur existiert kein Präzedenzfall, an dem man sich orientieren könnte, denn in der Regel scheuen sich die Rechteinhaber, vor Gericht zu gehen: Sie leben von jener Grauzone, die die Angst der Beklagten schürt. Wenn es dann doch zum Prozess kommt, ist es durchaus möglich, dass der Rechteinhaber in seinen Forderungen deutlich zurechtgestutzt wird.

Das musste im Oktober letzten Jahres schmerzhaft die Musikindustrie erfahren: Bei solch närrischen Treiben - den die Bundesregierung wesentlich mit zu verantworten hat - muss man schon staunen, dass wenigstens Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger bei klarem Verstand bleibt, wenngleich sie als Vertreterin der Wirtschaftspartei FDP wohl auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen muss.

Justizministerin will gegen Abmahnunwesen und Datensammler vorgehen. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kündigte in einer Grundsatzrede zu "Perspektiven liberaler Netzpolitik" an, einen Gesetzentwurf gegen den "ausufernden Abmahnmissbrauch" vorlegen zu wollen. Jährlich erhielten Internetnutzer und Das Instrument der Abmahnung werde "als sehr entwickeltes Geschäftsmodell" zunehmend in einer nicht vorgesehenen Weise etwa gegen Händler bei eBay oder Amazon angewandt.

Dies geht Leutheusser-Schnarrenberger aber nicht weit genug. Das juristische Mittel der Abmahnung solle zwar nicht abgeschafft werden, seiner Handhabe sollten aber Grenzen aufgezeigt werden, erläuterte die FDP-Politikerin. Dabei könne es etwa darum gehen, den Streitwert oder der Wahlmöglichkeit des Gerichtsstands einzuengen. Es gibt auch löbliche Ausnahmen, nicht jeder Anwalt ist ein Schuft - und das ist auch gut so.

Filesharing-Abmahnungen sind kein Selbstläufer — Ein Erfahrungsbericht. Mehr und mehr wird offenbar, dass die Durchsetzung der behaupteten Ansprüche — vor allem auf Unterlassung und Kostenerstattung — zunehmend mit Problemen behaftet ist.

Dem entsprechen meine persönlichen Erlebnisse in einem Verfahren vor dem Landgericht Hamburg, welches letztlich zugunsten des Anschlussinhabers ausgegangen ist. Der Weg dahin war allerdings steinig. LG München I - 8. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger spricht dezent von Die deutsche Gerichtsbarkeit als willfähriger Staathalter von Interessen von Teilen der Rechtsanwaltschaft hat die bisherige schlimme Entwicklung mit zu verantworten.

Nun will Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger etwas dagegen tun. Höchste Zeit dafür wäre es, denn inzwischen ist das Vertrauen in den "Rechtsstaat" bei vielen von gierigen Anwälten geschädigten Internetnutzern auf Null gesunken. Allerdings wird Frau Leutheusser-Schnarrenberger nur kosmetische Reformen einleiten. Von daher ist aus dieser Ecke nichts konstruktives zu erwarten und jede Wählerstimme an die FDP eine verschwendete Stimme. Immerhin, das Thema partizipativer Netzpolitik ist inzwischen bei den Grünen - der Protestpartei der er Jahre des vorigen Jahrhunderts - angekommen, wenngleich diese in ihrem Bemühen um Stromlinienförmigkeit und politischen Anschluss an die CDU als innovative Partei kaum noch wahrnehmbar ist.

Die Grünen stellen ein ambitioniertes Internet-Grundsatzprogramm zur Abstimmung — bitter nötig angesichts des Erfolgs der Piraten. Doch um das Thema bahnt sich Streit an. Vor allem stört Industrie und parteiinterne Kritiker, dass der Leitantrag fordert, die Schutzfrist für Werke auf fünf Jahre zu senken. Derzeit sind geistige Werke 70 Jahre lang geschützt und dürfen in der Zeit nicht ohne Erlaubnis kopiert werden. Allerdings wächst dieser Zeitraum ständig. Immer, wenn er abzulaufen droht, setzt die Industrie mit dem Konzern Disney an der Spitze durch, dass er verlängert wird.

Was Unternehmen wie Disney nützt, verhindert, dass aus alten Werken neue entstehen können, letztlich bremsen solche Grenzen also Innovation. Nun darf man allerdings der Partei "Bündnis 90 Die Grünen" nicht alles glauben, was sie verkündet. Wer Informationsfreiheit will, sollte auch Informationsfreiheit wählen. Im Moment ist unter diesem Gesichtspunkt die Piratenpartei Deutschland die einzig wählbare Alternative.

Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Hamburg widerstehen. Von der Nordsee weht ein eisiger Wind über ganz Deutschland. Diesen zu stoppen muss unsere vornehmste Aufgabe sein.

Wie das gelingen kann, zeigt Ihnen die hier dargebotenen Präsentation im Detail. Es gibt viel zu tun! Packen wir es an Naive Menschen könnten glauben, die vermutlich tatsächlichen Urheber der betreffenden Texte, so z.

Doch dies dürfte wohl ein Irrglauben sein. Tatsächlich ist es so, dass die meisten Journalisten für wenig Geld schuften gehen müssen, wollen sie nicht gänzlich auf Einkommen verzichten. Wenn es dann darum geht, Schadensersatzforderungen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung geltend zu machen, dann berufen sich diese merkwürdigen Gesellschaften plötzlich auf das Prinzip der sogenannten Lizenzanalogie und beziehen sich dabei auf Empfehlungen des Deutschen Journalisten-Verband - Gewerkschaft der Journalistinnen und Journalisten - DJV.

Überwachung des Internets durch die "Lernhaus GmbH". Forderung der Agence France-Presse GmbH, der dapd nachrichtenagentur GmbH oder eines anderen auf Profitmaximierung bedachten Medienunternehmens wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung, vorgetragen durch die Rechtsanwälte Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH im Hamburg.

Für einen Text mit weniger als Zeichen bedeutet dies eine Preissteigerung von 25 Prozent innerhalb weniger Monate. Logisch ist das nicht zu begründen. Das Landgericht Hamburg scheint - nach unserem aktuellen Wissenstand noch nicht damit befasst gewesen zu sein - offenbar knickten die Beklagten angesichts der Betonstarre am Amtsgericht Hamburg bisher alle ein.

Eine Begründung für die Zinsforderung spart sich der werte Herr Richter, grad wie ein Schlachter dem Vieh die Begründung erspart, warum es heute geschlachtet werden soll. Richter, Schreiben an Peter Thiel vom Die Vergütungsregelung des Deutschen Journalisten-Verbandes steht in keinem kausalen Zusammenhang mit dem Marktwert eines Textes, grad so wie der Lohn den eine Näherin in China für das Nähen eines Hemdes erhält, in keinem kausalen Zusammenhang mit dem Preis steht, der in einem Kaufhaus in Deutschland für das Hemd verlangt wird.

Hier steigt der Preis von China bis auf den Verkaufstisch in Deutschland. Und umgekehrt fallen in anderen Konstellationen die Preise. Er verkauft den Hit Der Endpreis seines Hits kostet dem Verbraucher also ein zwanzigtausendstel dessen, was dem Sänger die Produktion gekostet hat.

Bedenkt man, dass die tagesaktuellen Texte der Nachrichtenagenturen AFP, dapd und dpa am Tag des Erscheinens bereits ein vielfaches der Kosten eingespielt haben, die der zuarbeitende Journalist dafür erhalten hat, wird klar, dass eine Orientierung an den Vergütungsregelungen des Deutschen Journalisten-Verbandes völliger Unsinn ist und nur der Bereicherung von AFP, dapd, dpa und KSP dienen soll. Lediglich das Bundesverfassungsgericht kann dann noch mit der Verfassungsbeschwerde angerufen werden, bei einer Erfolgsquote von 1,5 Prozent aber eine faktisch hoffnungslose Sache.

Dies dürfte zwar verfassungswidrig sein, doch wen interessiert das schon, in dieser vom Kapital und dessen politischen Handlangern beherrschten Republik. Widerspruch gegen die von der KSP vorgetragene Forderung. Alternativ dazu kann man auch die Schreiben der KSP ignorieren, was allerdings in der Regel nicht dazu führen dürfte, dass die KSP-Anwälte ihre penetranten Annäherungsversuche einstellen.

Ob man als Betroffener einen Anwalt hinzuzieht, ist letztlich eine Frage der Kosten. Wenn man nicht ganz auf den Kopf gefallene ist, kann man den ganzen Vorgang bis hin zu einer eventuellen Verhandlung am Amtsgericht auch ohne Anwalt führen. Nützliche Tipps wie man es machen kann, finden Sie hier. Der Nachteil der Nichtbeteiligung eines Anwaltes liegt lediglich darin, dass im Fall eines eigenen Sieges die KSP nicht mit den Kosten des Anwaltes belastet wird, während umgekehrt, die im Fall ihres Sieges der unterlegenen Partei auch noch die ganzen Anwaltskosten aufbrummt.

Dies ist ein struktureller Mangel im deutschen Recht. Wer sich allein vor Gericht vertritt, wird vom Staat tendenziell benachteiligt. Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt, so wahr mir die Richterschaft am Amtsgericht Hamburg helfe. Richter von der KSP, sondern das Gericht.

In übrigen ist es von Vorteil, der KSP nachdrücklich aufzuzeigen, dass man in einer schwierigen finanziellen Situation ist, also im Monat weniger als 1. Dieser Fall tritt auch bei höheren Einkommen ein, wenn der Schuldner für Kinder unterhaltspflichtig ist.

Die KSP wird dann vermutlich auf eine Klage verzichten, da sie ja nicht daran interessiert ist, "Rechtsverletzungen" zu ahnden, sondern Profit zu machen. In der Regel dürfte es die KSP dann mit der Drohkulisse eines Mahnbescheides auf sich beruhen lassen und sich der Verfolgung lukrativ erscheinender Fälle widmen. Einige von der KSP Eingeschüchterte zahlen nämlich trotz ihrer Mittellosigkeit, was ihre ohnehin prekäre finanzielle Lage weiter verschlechtert.

So sind also Bezieher von Hartz-4 Leistungen des Jobcenters mehr oder weniger sicher. Auch ein Eintrag in der Schufa oder eine laufende Insolvenz dürfte vorteilhaft sein und dazu führen, dass die KSP ihre Bemühungen zum Geldeintreiben auf Mahnbriefe zu beschränken und es nicht auf eine Klage ankommen zu lassen, weil dies der KSP lediglich Kosten verursacht und der KSP-Laden über kurz oder lang pleite ginge, wenn er sich massenweise in aussichtlose Vollstreckungsversuche verheddern würde.

Leider haben aber nicht alle Menschen das Glück, Hartz-4 Empfänger zu sein, bei der Schufa gemeldet oder sich in Insolvenz zu befinden.

Hier wird seitens der KSP dann auch erstmalig eine genauere Angabe darüber gemacht, um was für einen Text es sich handeln soll und wo dieser im Internet zu finden gewesen sei. Vorher schweigt sich die KSP zu dieser Frage aus. Vermutlich weil alle vorausgehenden Handlungen der KSP mehr oder weniger automatisiert abgewickelt werden. Wäre die Gelddruckmaschine nicht schon vor längerer Zeit erfunden worden, so könnte man meinen, diese wäre bei der KSP erfunden worden.

Zahlung des geforderten Betrages oder Nichtzahlung des geforderten Betrages. Die Klageschrift würde dann dem Antragsgegner und nunmehr Beklagten vom Gericht zugestellt werden. Der Antrag kann in den Antrag auf Erlass des Mahnbescheids aufgenommen werden. Die Abgabe ist den Parteien mitzuteilen; sie ist nicht anfechtbar. Mit Eingang der Akten bei dem Gericht, an das er abgegeben wird, gilt der Rechtsstreit als dort anhängig.

Für diesen gelten die Vorschriften über die Beweiskraft öffentlicher Urkunden entsprechend. Die Zurücknahme kann vor der Geschäftsstelle zu Protokoll erklärt werden. Mit der Zurücknahme ist die Streitsache als nicht rechtshängig geworden anzusehen. Die Zurücknahme kann zu Protokoll der Geschäftsstelle erklärt werden. Ist das Mahnverfahren maschinell bearbeitet worden, so tritt an die Stelle der Klageschrift der maschinell erstellte Aktenausdruck.

Erhält der Antragsgegner innerhalb von vier Wochen nach Widerspruch gegen den Mahnbescheid keine Klage durch das Gericht zugestellt, so ist davon auszugehen, dass der Antragsteller KSP auf die Einleitung des streitigen Verfahrens verzichtet.

In diesem Fall kann man davon ausgehen, dass die KSP-Anwälte, die bis hierher noch hofften, mittels ihrer auf Einschüchterung abzielenden Schreiben und dem nachfolgenden Mahnbescheid, leichte Beute bei den von der KSP mit Geldforderung Bedrohten zu machen, die Erfolgsaussicht ihrer Forderung vor Gericht als gering oder unsicher einschätzen. In einem solchen Fall kann es sinnvoll sein, wenn der Antragsgegner gegen die KSP eine Strafanzeige wegen Nötigung einreicht, denn wenn die Forderung der KSP berechtigt gewesen wäre, hätte sie ja vermutlich Klage eingereicht.

Die zuständige Staatsanwaltschaft muss die Strafanzeige prüfen und bei Vorliegen hinreichender Verdachtsgründe Anklage vor dem zuständigen Strafgericht erheben. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter. Die Folgen der aufrechten Haltung Luthers sind bekannt, die Reformation begann, in deren Folge der Papst und die katholischen Kirche enorme Machtverluste hinnehmen mussten. Nicht anders ist es heute, wo profitgierige Kartelle versuchen, die Menschen auszupressen.

Doch wer den Wind sät, wird den Sturm ernten. Die Arroganz der Macht hat letztlich immer zu ihrem Verfall geführt. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr aufzufinden. Gegen den ablehnenden Bescheid des vorgesetzten Beamten der Staatsanwaltschaft kann der Antragsteller binnen einem Monat nach der Bekanntmachung gerichtliche Entscheidung beantragen.

Durch die Einlegung der Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft wird die Frist gewahrt. Hierüber und über die dafür vorgesehene Form ist er zu belehren; die Frist läuft nicht, wenn die Belehrung unterblieben ist. Der Antrag ist bei dem für die Entscheidung zuständigen Gericht einzureichen. Denkbar wäre auch, den Gerichtsstand am Wohnort des Beklagten zu bestimmen, denn dort wurde vom Beklagten die Handlung einer angeblichen Urheberrechtsverletzung ausgeführt. Ein Gerichtstand in Hamburg ist nur dann hinnehmbar, wenn der Beklagte selber in Hamburg und Umgebung wohnt und sich mit dem Gerichtsstand Hamburg lange Anfahrtswege nach Berlin ersparen würde.

Haribo macht Kinder froh und die Richter ebenso. Wat mut, dat mut. Hier wird zermahlen, was in den Fleischwolf kommt. Der Weg von der Kanzlei Dr. Oder man findet als ausgelaugter Staatsbeamter Wege eine hohe Arbeitsbelastung zu mindern. So etwa in dem man das Durchlauftempo oder den Grad der automatisierten Abfertigung bei der Bearbeitung der Klagen erhöht.

Das Prinzip ist aus der Automobilproduktion hinlänglich bekannt. Ruhe ist des Bürgers erste Pflicht und ansonsten Klappe halten, sonst folgt Klage und Strafanzeige wegen Störung der öffentlichen Ordnung.

Ein paar Staatsanwälte und Richter werden sich in Hamburg sicher finden, die renitente Querulanten zu Erziehungszwecken in den Knast oder die Hamburger Psychiatrie verfrachten. Das hat in Hamburg ja schon beim Führer gut geklappt - http: Warum sollte das heute anders sein.

Richter am Amtsgericht Hamburg Dr. Das ist natürlich völliger Quark, denn weder hat das Volk Kenntnis von diesem Urteil erlangt, noch wurden Richter Lohmann vom Volk autorisiert, Urteile zu sprechen. Nicht einmal der Bundespräsident wird in der Bundesrepublik Deutschland vom Volk gewählt oder bestimmt. Und ein Bundespräsident, der sich nicht dem Verdacht aussetzen will, er hätte Ambitionen Diktator zu werden, wird sich hüten, seine Weihnachtsansprache oder ähnliche erbauliche Reden im Namen des Volkes halten zu wollen.

Anders dagegen am Amtsgericht Hamburg. Hier bildet sich offenbar schon ein simpler Amtsrichter ein, er würde Urteile im Namen des Volkes sprechen. Etwas klüger als Richter am Amtsgericht Dr. Vielleicht liegt das daran, das Richter Führer nicht promoviert hat und über mehr Bodenhaftung verfügt als Richter Lohmann.

Dazu an anderer Stelle mehr. Am liebsten verhandelt man als deutscher Richter mit sich allein, da kann man wenigstens ungeniert in der Nase bohren und Blähungen in den Gerichtsaal ablassen, ohne dass gleich jemand schimpft. Das Gericht kann sein Verfahren nach billigem Ermessen bestimmen, wenn der Streitwert Euro nicht übersteigt.

Auf Antrag muss mündlich verhandelt werden. Da darf man als Richter in seinem "Urteil" den "Tatbestand" weglassen, weil es es ja keinen Richter der Berufungsinstanz gibt, der sich für diesen interessieren könnte. In diesem Fall bedarf es auch keiner Entscheidungsgründe, wenn die Parteien auf sie verzichten oder wenn ihr wesentlicher Inhalt in das Protokoll aufgenommen worden ist.

Ist das Urteil nur für eine Partei anfechtbar, so genügt es, wenn diese verzichtet. Hier wäre dann auch die in der Regel fehlende örtliche Zuständigkeit des Amtsgerichtes Hamburg zu rügen. Gegen eine der Endentscheidung vorausgehende Entscheidung findet die Rüge nicht statt. Nach Ablauf eines Jahres seit Bekanntgabe der angegriffenen Entscheidung kann die Rüge nicht mehr erhoben werden. Formlos mitgeteilte Entscheidungen gelten mit dem dritten Tage nach Aufgabe zur Post als bekannt gegeben.

Die Rüge ist schriftlich bei dem Gericht zu erheben, dessen Entscheidung angegriffen wird. Mangelt es an einem dieser Erfordernisse, so ist die Rüge als unzulässig zu verwerfen.

Ist die Rüge unbegründet, weist das Gericht sie zurück. Die Entscheidung ergeht durch unanfechtbaren Beschluss. Der Beschluss soll kurz begründet werden.

Das Verfahren wird in die Lage zurückversetzt, in der es sich vor dem Schluss der mündlichen Verhandlung befand. In schriftlichen Verfahren tritt an die Stelle des Schlusses der mündlichen Verhandlung der Zeitpunkt, bis zu dem Schriftsätze eingereicht werden können. Kommt das Gericht der Anhörungsrüge nicht nach, so sollte Verfassungsbeschwerde bei dem Verfassungsgericht des Landes oder dem Bundesverfassungsgericht erhoben werden. Sollte der begründete Eindruck einer durch den zuständigen Richter verübten Rechtsbeugung entstehen, kann gegen den Richter Strafanzeige gestellt werden.

Ein Richter, ein anderer Amtsträger oder ein Schiedsrichter, welcher sich bei der Leitung oder Entscheidung einer Rechtssache zugunsten oder zum Nachteil einer Partei einer Beugung des Rechts schuldig macht, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren bestraft. Falls Sie den amtsgerichtlichen Beschluss hinnehmen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Sie zahlen den "geschuldeten" Betrag oder Sie gehen bei Zahlungsunfähigkeit in die Privatinsolvenz - http: Die Gewinnmarge und damit die Klagelust dieser drei Gesellschaften sinkt, um so mehr Beklagte bei Unterliegen vor dem Gericht in Privatinsolvenz gehen.

Gegenstand unserer Beauftragung ist die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruches, der unserer Mandantin auf Grund von Urheberrechtsverletzungen zusteht. Sie verwenden auf Ihrer Website system-familie. Für die unberechtigte Nutzung schulden Sie unserer Mandantin Schadensersatz. Der zu zahlende Gesamtbetrag berechnet sich wie folgt: Den Eingang des Gesamtbetrages erwarten wir spätestens bis zum. Bei fruchtlosen Ablauf der gesetzten Frist werden wir unserer Mandantschaft empfehlen, ihre Recht gerichtlich durchzusetzen.

In diesem Zusammenhang dürfen wir Ihnen den Hinweis unserer Mandantschaft geben, dass Sie verpflichtet sind, trotz Schadensersatzleistung die hier betroffenen Texte umgehend aus dem Netz zu nehmen sowie von ihrer Website und von sämtlichen Datenträgern zu löschen.

AFP ist eine der drei global tätigen Nachrichtenagenturen Wer aber Horn bläst, sollte auch wissen wo die Tasten sind und Noten lesen können. Einfach reinpusten, das ist noch keine Musik. Richter studiert hat, welche Noten er im Studium erlangt hat und welcher Qualität seine Doktorarbeit ist, wir wissen es nicht.

Aber das wird sich im Zeitalter des Internets herauskriegen lassen. Im übrigen trägt Dr. Richter Schadensersatzansprüche vor, ohne zu erklären, um was für einen Schaden es sich konkret handeln soll. Rosa Parks, die verstorbene amerikanische Bürgerrechtlerin, die sich gegen die Rassendiskriminierung in den USA eingesetzt hat, würde sich wohl im Grabe umdrehen, wenn sie mitbekäme, dass sie in Deutschland für die Gewinnmaximierung von Medienunternehmen und Rechtsanwaltkanzleien herhalten muss.

Angegeben werden von einem - mit unleserlichen Kringel unterzeichnenden - Herrn Richter, der von sich vorträgt, einen Doktortitel sein eigen zu nennen und Rechtsanwalt zu sein, lediglich drei URLs. Der zur Zahlung eines angeblichen Schadensersatzanspruches Aufgeforderte soll nun offenbar raten, um welche Texte es sich konkret handeln soll. Ein paar Nachhilfestunden für Herrn Dr.

Richter in Sachen Rechtsstaat wären sicher eine gute Sache. Verkündet doch der Mann - wohl zwecks Einschüchterung des Angeschriebenen - unbewiesenen Behauptungen in Form eines Tatsachenvortrages. Ob ein Schadensersatzanspruch besteht oder nicht ist nicht Sache voluntaristischen Denkens eines Herrn Dr.

Richter, sondern Sache des Gerichtes, dass über eine solche Forderung gegebenenfalls zu befinden hat. Ob eine solche Verpflichtung besteht oder nicht, hängt ebenfalls davon ab, wie sich ein angerufenes Gericht dazu positioniert.

Ohne Richterspruch keine Verpflichtung. Wäre das anders, könnte ich die Bundesregierung anschreiben und sie auffordern ihre Internetangebote sofort auf dem Netz zu nehmen, weil dort angeblich eine mich betreffende Urheberrechtsverletzung stattgefunden hätte.

Bundespräsident Gauck würde mich daraufhin vermutlich sofort wegen Selbst- und Fremdgefährdung in die geschlossene Abteilung einer Psychiatrie einweisen lassen. Wie soll er sich aber verteidigen, wenn er alle streitgegenständliche Texte, deren Rechtsinhaberschaft gerichtlich noch gar nicht geklärt ist, bei sich selbst vernichtet hat? So geben wir denn Herrn Dr. Richter für seine Leistung die Note 5. Unterschrieben ist die Forderung von einem Dr.

Sollte dies nicht der Fall sein, bitte ich Sie diesbezüglich um Nachricht. Ein Schadensersatzanspruch wie er in dem Schreiben der Kanzlei vorgetragen wird, scheidet allerdings aus mehreren Gründen aus. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH macht mit Schreiben mit Datum vom So wird in dem Schreiben auf zwei Unterseiten meines Internetauftritts www.

Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,.

Ein Schaden würde voraussetzen, dass ich die mir unbekannten und in dem Schreiben der Kanzlei nicht näher benannten Texte bei Kenntnis aller Umstände bei der Nachrichtenagentur Agence France-Presse GmbH eingekauft hätte.

Davon ist aber nicht auszugehen, da ich generell keine Texte bei Nachrichtenagenturen einkaufe. Schon gar nicht kann ein Schaden nachgewiesen werden für Texte die zu ihrer Entstehungszeit der Erläuterung aktueller Ereignisse dienten, aber diesen Zweck nach 3, 5 oder mehr Jahren in keiner Weise mehr bedienen.

Die Forderung der Kanzlei wäre aber auch wenn sie dem Grunde nach berechtigt wäre, in der Höhe der Forderung völlig unangemessen. Im übrigen kann auch kein anderer definierter Schaden entstehen, wenn der genannte Text im Internet bei einschlägigen im Internet verfügbaren Zeitungsarchiven frei verfügbar ist, somit also jeder User auf den Text zugreifen kann, ohne sich die Mühe machen zu müssen, auf meine bescheidene Internetseite zuzugreifen.

Bitte seien Sie aus den vorgestellten Gründen so freundlich und gebieten Sie genannter Kanzlei Einhalt, Ich habe mir erlaubt, den Inhalt meines Schreibens auf www. Den zehnseitigen KSP-Schriftsatz vom Der Schriftsatz ist in seinen wesentlichen Teilen offenbar ein Standardtext, den die betreffenden KSP-Anwälte auch in anderen Verfahren - leicht modifiziert - zur Anwendung bringen. Das würde ja die Profitrate wesentlich ungünstiger ausfallen. Schaut man sich nun diese Klage genauer an, so fällt einem einiges auf.

Ist ja auch verständlich, nächsten Tag steht das noch in der Zeitung und alle Welt boykottiert demnächst diese Nachrichtenagentur. Oder aber sie müssten einen legitimierten Vertreter senden. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, zu einem möglichen gerichtlichen Gütetermin keinen persönlichen Vertreter nach Hamburg schicken zu müssen.

Mit Datum vom Das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Charlottenburg. Dieser Behauptung wird seitens des Beklagten entgegengetreten. Für Klagen aus unerlaubten Handlungen ist das Gericht zuständig, in dessen Bezirk die Handlung begangen ist. Ist es dem Beklagten nicht zuzumuten, für den Nachweis des Nichtzutreffens der Behauptung des Klägers über angebliche Urheberrechtsverletzungen, zu Gerichtsterminen eine zeitaufwändige und kostenverursachende Reise nach Hamburg unternehmen zu müssen, während die den Kläger vertretende Kanzlei Dr.

Die in der Anlage aufgeführte Rechtsprechung stützt den Antrag des Beklagten, den Gerichtsstand des Amtsgerichtes Charlottenburg zu begründen. Der sogenannte fliegende Gerichtsstand erlaubt der klagenden Partei keine willkürliche Wahl des Gerichtsstands. In dem Fall hatte eine in Deutschland prominente Person gegen das Onlineportal geklagt, weil dort ein persönlichkeitsrechtsverletzender Artikel erschienen war. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Der Kläger darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung i. Die Berufung gegen das Urteil wird zugelassen. Der Kläger ist ein bekannter Die Beklagte betreibt die Domain www.

Wegen des weiteren Inhalts der Berichterstattung wird auf Bl. Anlage K 1 verwiesen. Namens und in Vollmacht des Klägers forderten die Prozessbevollmächtigten des Klägers die Beklagte mit Schreiben vom Wegen des weiteren Inhalts des Aufforderungsschreibens und der Unterlassungserklärung wird auf Bl. Anlagen K 6 und K 7 verwiesen. Der Kläger forderte die Beklagte daraufhin mit Schreiben seiner Prozessbevollmächtigten vom 4.

Es gäbe registrierte Nutzer der Onlinedienste der Beklagten im Amtsgerichtsbezirk Charlottenburg und auch der Nachrichtendienst der Beklagten richte sich an Nutzer in diesem Gerichtsbezirk. Hinzu komme, dass der Kläger Im Amtsgerichtsbezirk Charlottenburg ansässig sei auch die B.

Ullstein GmbH als Verlegerin der B. Die Redaktionen der B. Der BGH habe mit seiner Entscheidung zur internationalen Zuständigkeit nicht die örtliche Zuständigkeit bei Internetveröffentlichungen beschränken wollen.

Es gäbe auch keine Veranlassung, warum die Beklagte mit ihrem ersichtlich an einen gesamtdeutschen Empfängerkreis gerichteten Internetangebot, das in Gesamtdeutschland und damit auch im Gerichtsbezirk Charlottenburg streitgegenständliche Berichterstattung im hiesigen Gerichtsbezirk abgerufen.

Im Hinblick auf die Entfernung von Die Klage ist unzulässig. Das AG Charlottenburg ist örtlich nicht zuständig, weil der Geschäftssitz der Beklagten nicht im hiesigen Gerichtsbezirk, sondern im Gerichtsbezirk des AG Montabaur liegt und damit das dortige Gericht gem.

Der besondere Gerichtsstand der unerlaubten Handlung beruht auf dem Gedanken der Sachnähe. Entgegen der Auffassung des Klägers sind die Entscheidungen des Bundesgerichtshofes zur internationalern Zuständigkeit bei Persönlichkeitsrechtsverletzung von der Auffassung getragen, dass die örtliche Zuständigkeit bei Internetveröffentlichungen beschränkt werden muss. Ihre Rechtfertigung liegt in der durch den Handlungs- oder Erfolgsort begründeten besonderen Beziehung der Streitigkeit zum Forum.

Im vorzitierten Vorlagebeschluss zu Art. Aufgrund dieser Überlegungen hat der BGH zur Bestimmung der internationalen Zuständigkeit das Kriterium der Interessenkollision entwickelt, nach welchem entscheidend ist, ob die als rechtsverletzend beanstandeten Inhalte objektiv einen deutlichen Bezug zum Inland in dem Sinne aufweisen, dass eine Kollision der widerstreitenden Interessen - Interesse des Klägers an der Achtung seines Persönlichkeitsrechts einerseits, Interesse des Beklagten an der Gestaltung seines Internetauftritts und an einer Berichterstattung andererseits - nach den Umständen des konkreten Falls, insb.

Die Anwendung des Kriteriums führt danach vorliegend zu einem Zirkelschluss. Vielmehr handelt es sich um eine Regelung mit ausgesprochenem Gerechtigkeitsgehalt, die einen wesentlichen Grundgedanken des Prozessrechts enthält. Bereits aus der Natur der Sache folgt, dass der Angreifer den Angegriffenen an dessen Ort aufzusuchen hat. Dem Vorteil des Klägers, der nicht nur das Ob, sondern auch den Zeitpunkt und die Art des Klageangriffs bestimmt, entspricht die Begünstigung des Beklagten, den ihm ohne und meist gegen seinen Willen aufgezwungenen Rechtsstreit nicht auch noch unter zusätzlichen Erschwerungen an einem auswärtigen Gericht führen zu müssen.

Indem die gesamte Zuständigkeitsordnung dafür sorgt, dass jede Sache vor das am günstigsten gelegene Gericht kommt, gewährleistet sie zugleich die sachgerechte Ausübung des Anspruchs auf rechtliches Gehör Art. Im Hinblick auf diese grundsätzliche Wertung bedarf auch der inländische Wahlgerichtsstand der unerlaubten Handlung der Abgrenzung durch einen die tatsächliche Sachnähe begründenden Ortsbezug.

Diesen lediglich für die internationale Zuständigkeit einzufordern, erscheint nicht konsequent. An dieser Rechtfertigung fehlt es hier. Ein besonderer Ortsbezug der streitgegenständlich behaupteten unerlaubten Handlung, nämlich der von der Beklagten auf ihrer Website eingestellten Berichterstattung mit behauptetem persönlichkeitsrechtsverletzenden Inhalt, zum Gerichtsbezirk des AG Charlottenburg ist nicht erkennbar. Insoweit ist auch festzustellen, dass der Kläger zunächst selbst nicht vorgetragen hat, dass die beanstandete Berichterstattung im hiesigen Gerichtsbezirk überhaupt von Internet-Nutzern abgerufen worden ist.

Dies freilich vor dem Hintergrund, dass weder für den Kläger noch die Beklagte feststellbar ist, von welchem Ort die Berichterstattung jeweils abgerufen wird. Der Klägervertreter hat auf den entsprechenden Hinweis des Gerichts erst in der mündlichen Verhandlung vorgetragen, die beanstandete Berichterstattung selbst im hiesigen Gerichtsbezirk abgerufen zu haben. Denn dort ist der Handlungsort der unerlaubten Handlung, nämlich der Ort, an dem das jeweilige Printmedium in den Geschäftsverkehr gebracht und hierdurch verbreitet wird, nicht nur ohne Weiteres feststellbar, sondern vom Deliktschuldner, nämlich durch die Wahl seiner Vertriebsorte, selbst bestimmt.

Der Ortsbezug muss auch hinsichtlich der unerlaubten Handlung selbst bestehen. Der Vortrag des Klägers dazu, was ihn persönlich mit dem hiesigen Gerichtsbezirk verbindet bzw. Insbesondere kommt es nicht darauf an, dass der Kläger Denn der Kläger dürfte sich auch in den anderen Stadtteilen Berlins sowie anderen Städten und Orten zeitweilig aufhalten, dort Fans und soziale Bindungen haben, Soweit der Kläger meint, die Berliner Leserschaft interessiere sich deshalb besonders für die beanstandete Berichterstattung, weil Ullstein GmbH mit der Einstellung der beanstandeten Berichterstattung in das Internet als der hier streitgegenständlichen unerlaubten Handlung unstreitig in keiner Weise befasst war.

Aus dem gleichen Grund ist es unerheblich, ob die Redaktionen der B. Es verbleibt danach dabei, dass die Anrufung des AG Charlottenburg offenbar allein vor dem Hintergrund erfolgt ist, dass sich die Kanzlei der Prozessbevollmächtigten des Klägers im hiesigen Gerichtsbezirk befindet.

Denn die beanstandete Berichterstattung weist keine besonders enge Beziehung zum Bezirk des AG Charlottenburg auf, die aus Gründen einer geordneten Rechtspflege und einer sachgerechten Gestaltung des Prozesses eine Zuständigkeit dieses Gerichts rechtfertigt. Die Berufung gegen das Urteil war gem. Ausführungen des Herrn Dr. Röhnelt - KSP - auf meine Stellungnahme. Röhnelt Seite 1 - von 3. Man muss in Deutschland wohl Jura studiert und eine Doktorarbeit geschrieben haben, um auf solche akrobatischen Gedankengänge wie die des Herrn Dr.

Doch frisch ans Werk, jeder Topf bekommt den Deckel, den er verdient: Röhnelt erbringt keine neuen Ansätze, die es rechtfertigen würden, einen Gerichtsstand in Hamburg zu begründen, statt in Berlin, wo sowohl der Kläger als auch der Beklagte, Herr Peter Thiel, ihren Sitz haben.

Die Argumentation des Herrn Dr. Genau so absurd wie der Vortrag des Herrn Röhnelt, der Gerichtsstand wäre danach zu bestimmen, wo der Kläger technische Ausstattungen vorhält. Clemens Wortmann ihren Urlaub auf Sylt verbringen und deswegen das Amtsgericht Niebüll örtlich zuständig sei.

Das Verfahren soll daher, so wie von mir beantragt, an das örtlich zuständige Amtsgericht Berlin-Charlottenburg abgeben werden. Mein Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand vom Hieraus ist abzuleiten, dass auch in der vorliegenden Streitsache der Gerichtsstand beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gegeben ist, wo sowohl der Beklagte als auch der Kläger ihren Wohn-, bzw.

Firmensitz haben, nicht aber beim Amtsgericht Hamburg, wie vom Kläger aus sachfremden Erwägungen gewünscht. Urteil des Amtsgerichtes Frankfurt am Main vom 1. Ich beantrage daher Aufhebung des Verweisungsbeschlusses und erneute Beschlussfassung unter Berücksichtigung meiner Schriftsätze vom Auch nach diesem Beschluss ist eine Zuständigkeit des Amtsgerichtes Hamburg nicht gegeben.

Das LG Hamburg hat entschieden, dass sich die örtliche Zuständigkeit des Gerichts im Falle einer Unterlassungsklage nicht nach dem sog. Zum Volltext der Entscheidung: Für den Fall der isolierten Löschungsklage ist eine örtliche Zuständigkeit nur im allgemeinen Gerichtsstand oder Wohnsitz des Beklagten gegeben. Für die Unterlassungsklage kommt es jedenfalls auf den Begehungsort i. Grundsätzlich ermöglicht die Verwendung einer Domain den Zugriff auf diese an jedem beliebigen Ort, an welchem die technischen Empfangsgeräte vorhanden sind.

Vielmehr spricht alles für eine Begrenzung einer ansonsten bestehenden Vielzahl von Gerichtsständen auf diejenigen, in deren Zuständigkeitsbereich eine Interessenkollision tatsächlich eingetreten sein kann vgl. Der ubiquitäre Gerichtsstand bei Rechtsverletzungen im Internet wird durch die Zivilkammer 2 als ehemalige Computerkammer des Landgerichts Hamburg in ständiger Rechtsprechung verneint.

Ebenso verneint die Zivilkammer 3 als Fiskuskammer des Landgerichts Hamburg die Eröffnung der örtlichen Zuständigkeit, wenn klar ist, dass sich keinerlei Verbindung zum Sachverhalt, dem Sitz der Klägerin oder dem des Beklagten findet vgl. Im vorliegenden Fall besteht keinerlei sachlicher Bezug zum Landgerichtsbezirk Hamburg.

Die Bejahung des fliegenden Gerichtsstandes bei Internetsachverhalten durch die Wettbewerbskammern des Landgerichts Hamburg und den entspr. Senat des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg steht dem nicht entgegen. Raus bist du noch lange nicht, sag mir erst wie alt du bist. Beschluss des Landgerichts Berlin - Richter Schaber - vom Wer hätte das gedacht, es gibt bisweilen noch Gerechtigkeit auf der Welt.

Zum Konkurs wird es bei der AFP wohl leider nicht kommen, dafür sorgen die französischen Steuerzahler, die ihr schwer verdientes Geld an solche Gesellschaften wie die AFP verschwenden - http: Diesmal offenbar unterzeichnet von einer Rechtsanwältin namens Britta Röbig. Der vordem unterzeichnende Rechtsanwalt Dr. Röhnelt ist wohl im Urlaub oder womöglich ob des vielen Ärgers und Stress, den die KSP in Deutschland verbreitet, müde und krank geworden.

Letzteres würde uns sehr freuen, um so kränker um so besser. Noch besser wäre freilich gewesen, den Antrag komplett zurückzuziehen und mit der gesamten KSP-Belegschaft in die innere Mongolei auszuwandern und sich dort der Kamelzucht zu widmen, auf dass der Rechtsfrieden in Deutschland endlich wieder Einzug halten kann.

Er gibt die Sache nun an das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg ab. Von dort trudelt mit Datum vom Wie immer bei Gericht, gilt es als erstes die Fristen zu wahren. Schreiben Amtsgericht Charlottenburg vom Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH verteidige. Meine Klageerwiderung reiche ich in der vom Gericht gesetzten Frist von spätestens vier Wochen nach Zustellung der Verfügung des Gerichtes vom Für das Verfahren beantrage ich Prozesskostenhilfe.

Der zugehörige Antrag wird von mir noch eingereicht. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und die Verteidigung durch den Unterzeichnenden können Sie vorab hier einsehen: Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, die Verteidigung durch den Unterzeichnenden und die Haltung des verfahrensführenden Richters am Amtsgericht Charlottenburg in diesem von der KSP geführten Angriff wird der Unterzeichnende die Öffentlichkeit auch weiter fortlaufend informieren.

Hurra, hurra, die Post ist da. Richterin von Dufving vom Amtsgericht Charlottenburg lädt zum Termin zur Güteverhandlung und zur mündlichen Verhandlung am Röhnelt, laut Schreiben vom Nebenbei bemerkt verletzt die AFP auf ihren Internetauftritt www.

Hier wäre der AFP dringend anzuraten, erst einmal das eigene Haus aufzuräumen, bevor sie in fremden Revieren Unruhe und Unfrieden verbreitet. Die auf der Internetseite des Beklagten www. Dieses Werk wird vom Autor fortlaufend gestaltet, ist also im Gegensatz zu einem gedruckten Buch kein statisches, sondern ein dynamisches Werk.

Die aktuelle Fassung des Werkes vom Die Internetseite des Beklagten www. Die beiden von der KSP angeführten Texte. Lebenslang für argentinischen Ex-General" - Kalojew verlor Familie bei Unglück von Überlingen" - Ähnliches gilt für den Text. Rosa Parks, die Pionierin der schwarzen amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, ist im Alter von 92 Jahren gestorben". Auf der auf www.

Den drei streitgegenständlichen Texten kommt innerhalb des unter www. So geht es in dem unter www. Peter Thiel geht dabei mit seinen Erörterungen sowohl in die Geschichte, als auch in die Gegenwart. So werden nationalsozialistische Verbrechen, wie auch Überlegungen zu aktuellen Fragen des Familienrechtes angesprochen. Die beiden als Zitat eingestellten Texte: Die Erörterung des Autors bedürfen als Beleg ihrer Stimmigkeit der authentischen Zitierung tagesaktueller Nachrichten, wie in den beiden streitgegenständlichen Nachrichten zu finden sind.

Würde man wissenschaftlich-literarisch tätigen Autoren wie dem Beklagten - so wie von der AFP intendiert - das Zitatrecht verweigern, wäre die Freiheit der Wissenschaft und der Meinungen in Deutschland in ernster Gefahr.

Ein totalitärer Staat wäre früher oder später das Ergebnis einer solchen gesellschaftsfeindlichen Entwicklung, in dem Informationen von Meinungsmonopolisten zwecks Gewinnmaximierung unter Kontrolle gehalten und selektiv gegen Geld zugeteilt würden.

Eine ähnliche Situation haben wir schon heute im Bereich der Pharmazie, wo lebensrettende Medikamente den Menschen - insbesondere in der dritten Welt - vorenthalten werden, weil diese nicht in der Lage sind, die von den Pharmakonzernen verlangten exorbitanten Preise zu bezahlen.

Im Bereich der Informationsfreiheit, in dem der hier vorliegende von der AFP angezettelte Rechtstreit liegt, ist ein Sterben von Menschen nicht direkt intendiert, aber es stirbt die Vielfalt und Kreativität der Gesellschaft, sollten solch unheilsamen Tendenzen wie sie die Nachrichtenagentur AFP hier aggressiv vertritt, von der Rechtssprechung und vom Gesetzgeber nicht gestoppt werden. Einem solcher Gefahr für die Vielfalt und Kreativität der Gesellschaft tritt der Gesetzgeber daher im Urheberrecht mit der Schrankenregelung und dem Zitatrecht entgegen.

Überdies ist es aber so, dass den beiden schlicht gehaltenen Texten kein Werkcharakter im Sinne des Urheberrechts zukommt. Die Behauptung des Klägers, bei dem vom Beklagten zitierten Text: Ein Russe, der nach dem Verlust seiner Familie beim Flugzeugabsturz von Überlingen aus Rache einen Fluglotsen ermordet hatte, ist in der Republik Nordossetien zum Vizeminister ernannt worden.

Der Jährige hatte nach dem Absturz, bei dem im Juli die Frau und die beiden Kinder des ehemaligen Architekten unter den 71 Todesopfern waren, einen Fluglotsen in der Schweiz erstochen, dem er die Schuld an dem Unglück gab.

Kalojew war in der Schweiz zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Bei seiner Rückkehr in die Heimat wurde er empfangen wie ein Held. Der Text besteht aus einer Aufzählung und Aneinanderreihung von Ereignissen. Eine kreative textgestaltende schöpferische Leistung, die die durch die Rechtsprechung vernünftigerweise verlangte Schöpfungshöhe erreichen würde, ist nicht vorhanden.

Er ordnete zugleich an, dass der Jährige seine Strafe im Gefängnis absitzen muss. Damit verwehrte der Richter dem Verurteilten die vom Gesetz vorgesehene Möglichkeit für ÜberJährige, ihre Strafe über Hausarrest abgelten zu dürfen. Zu dem Urteilsspruch hatten sich im und vor dem Gericht von Cordoba zahlreiche Angehörige von Opfern der Militärdiktatur versammelt. Noch unmittelbar vor der Verkündung des Urteils sagte er: Da den beiden angeführten Texten der Werkcharakter fehlt, ist die Diskussion über die Zulässigkeit einer Zitierung an und für sich gegenstandlos, da Texte, die keine Werke im Sinne des Urheberrechtes sind, dem Urheberrecht logischerweise auch nicht unterliegen.

Gleichwohl sollte vorstehend darauf eingegangen werden, um etwaige Missverständnisse zu vermeiden. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, für urheberrechtlich nicht geschützte Texte eine Geldforderung geltend zu machen, schon als eine Röhnelt wird vom Beklagten geprüft. Rosa Parks, die Pionierin der schwarzen amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, ist im Alter von 92 Jahren gestorben" - Was damals Rosa Parks tat, tun auch heute noch Menschen, die sich demokratiefeindlichen Tendenzen in unserer Gesellschaft entgegenstellen.

Das weiche Wasser bricht den harten Stein. Der Text über Rosa Parks geht über den reinen Aufzählungscharakter der beiden anderen streitgegenständlichen und simplen Texte hinaus. Kreativ gestaltende Elemente sind in dem Text über Rosa Parks zu erkennen. Der Text war über die Verlinkung von der Eingangsseite www. Über diese Darstellung konnte der Leser des durch Peter Thiel verfassten Werkes den Hintergrund erfahren, von dem der Autor in seiner Werkausarbeitung geleitet und inspiriert ist.

Ähnlich ist dies bei der Auswahl der Farbe eines Kleidungsstückes. Die Farbe ist untrennbar mit dem Kleidungsstück und dessen Träger verbunden und gibt uns relevante Nachricht über den betreffenden Menschen. Kein vernünftiger Mensch würde vorschlagen, Kleidungsstücke zukünftig farblos herzustellen, was im übrigen technisch auch gar nicht möglich wäre. Im übrigen wäre auch für den Texte über Rosa Parks eine isolierte Urheberechtsfähigkeit zu verneinen, da der Text aus der Masse alltäglichen journalistischen Schreibens nicht herausragt.

Der Bundesgerichtshof hat zur Frage der für die Zuerkennung eines Werkcharakters notwendigen Schöpfungshöhe festgestellt: Lärmschutzwand - Zur Einräumung von Nutzungsrechten durch einen Landesbediensteten, der in Erfüllung seiner Dienstpflichten ein urheberrechtlich geschütztes Werk geschaffen hat.

Der Begriff des Werkes ist also - im Gegensatz zur ausufernden Auslegung in der Klageschrift der KSP - semantisch gerade dadurch gekennzeichnet, dass es sich um eine herausragende schöpferische Leistung - nicht aber um eine Leistung des journalistischen und auf aktuelle Tagesereignisse bezogenen Alltages - handelt, wie sie jeden Tag zu Hunderten produziert werden. Andernfalls wäre der Begriff des Werkes beliebig und nur noch inflationär - also als wertlos - zu verstehen.

Eine solche inflationäre Verwendung des Werkbegriffes wie sie die KSP verwendet, ist weder in der Literatur, noch in der Wissenschaft gebräuchlich.

Amtsgericht Charlottenburg - Richterin von Dufving - Schreiben vom Rechtsanwalt Röhnelt - hart wie Kruppstahl, flink wie ein Windhund, zäh wie Leder , lässt sich nicht lange bitten und holt zum ultimativen Gegenschlag aus.

Mit Schriftsatz vom Den vollständigen Schriftsatz von Rechtsanwalt Röhnelt können Sie hier aufrufen. Kein Unterlassungsanspruch bei der Veröffentlichung eines mit einer einstweiligen Verfügung verbundenen Anwaltschriftsatzes, wenn dieser durch die Entscheidung des Gerichtes teil dieser wird und damit, wie die Entscheidung selbst, als amtliches Werk gemeinfrei ist.

Landgericht Köln - Urteil vom Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vom Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH - unterschrieben laut Schreiben vom Bis zur Vorlage eines schriftlichen Nachweises geht der Beklagte davon aus, dass die AFP keine Nutzungsrechte an den drei genannten Texten besitzt, andernfalls wäre ja ein Beweisantritt durch Vorlage der entsprechenden Beweismittel, so etwa ein schriftlicher Vertrag oder die Vorlage eines zum Zeitpunkt des Entstehens der Texte gültigen Arbeitsvertrages problemlos möglich.

Der Vortrag des Dr. Röhnelt, es gäbe einen Automatismus hinsichtlich der Zuordnung von Texten dieser drei Autoren in die Inhaberschaft der Nutzungsrechte durch die AFP sieht das Gesetz im übrigen nicht vor. Statt dessen sieht das Gesetz zwei unterschiedliche Formen der Einräumung von Nutzungsrecht vor.

Das einfache Nutzungsrecht berechtigt den Inhaber, das Werk auf die erlaubte Art zu nutzen, ohne dass eine Nutzung durch andere ausgeschlossen ist. Es kann bestimmt werden, dass die Nutzung durch den Urheber vorbehalten bleibt. Es kann bestimmt wer-den, dass die Nutzung durch den Urheber vorbehalten bleibt. Eine Umkehr der Beweislast zu Lasten des Beklagten ist zurückzuweisen. Man könnte meinen, Herr Dr. Röhnelt, geboren in Berlin, wäre mit seiner Aufgabe sachkundig Vortrag zu führen, heillos überfordert.

Wenn dem so wäre, könnte dies seinem jugendlichen Alter, seiner fehlenden Lebenserfahrung und einem zu langen Aufenthalt in verstaubten Räumen der Universität Kiel geschuldet sein, bei dem womöglich der Sinn für Lebensrealitäten aus dem Auge geraten ist.

Herr Röhnelt führt zur Untermauerung seiner seltsam wirkenden Ansichten an, dass auch der Autor eines Buches oder der herausgebende Verlag sich nicht als Urheber, bzw. Inhaber der Nutzungsrechte ausweisen müssen Schriftsatz S. Dies ist nun völlig abwegig, weil ein Buch in aller Regel ausreichend gekennzeichnet ist, nicht aber eine Nachrichtenmeldung der AFP, die irgendwo im Internet auftaucht.

Der Beklagte hat die politische Problematik dieses Problems erkannt und plädiert daher als im Urheberrecht aktives Mitglied der Piratenpartei für die Schaffung eines zentralen Urheberregisters, mit dem solche Probleme, wie sie Herr Röhnelt kreiert zukünftig vermieden werden können.

Im Zivilrecht gilt dies ebenso. So muss bei Mietstreitigkeiten auch der klagende Vermieter gegenüber dem Gericht nachweisen, dass er Inhaber der geltend gemachten Rechte ist, nicht aber der beklagte Mieter. Wäre es anders, so könnte jeder Vermieter ohne Beweiserbringung behaupten, diese oder jene Person würde dem Vermieter einen Geldbetrag schulden. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbH neben dem unter der peinlichen Eigenwerbung. Der Vorwurf der Stimmungsmache des Herrn Dr.

Röhnelt gegen den Beklagten, fällt auf Herrn Röhnelt zurück. Möge er von dieser Last einen Bandscheibenvorfall oder He-xenschuss bekommen, der Beklagte wäre darüber nicht betrübt. Der Vortrag des Herrn Dr.

Röhnelt, bei den drei Texten wäre die erforderliche Schöpfungshöhe für die Zuerkennung eines Werkcharakters erreicht, bleibt ohne Überzeugungskraft. Selbstverständlich steht es jedem Gericht frei, dieses oder jenes Urteil zu fällen. Dies hat das Landgericht Mannheim genau so getan wie das Oberlandesgericht Karlsruhe, wobei beide Gerichte zu völlig verschiedenen Ansichten gekommen sind.

Das Landgericht Mannheim - man darf davon ausgehen, dass die dort erkennenden Richter bei vollem Verstand waren - hat die Schutzfähigkeit der dort streitgegenständlichen Texte verneint. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat die Schutzfähigkeit der streitgegenständlichen Texte bejaht, wobei in dem veröffentlichten Urteil die streitgegenständlichen Texte nicht abgedruckt sind, von daher also letztlich nicht nachvollzogen werden kann, worauf die Rechtsprechung der beiden Gerichte realiter beruht.

Der zweite Teil bis zur Pause spielt in diesem herrlich persiflierten Regimentsmilieu, in dem sich nacheinander der Capitaine Camaret Axel Wandtke , seine Adjutant Ledoux Robert Beyer und Commandant Fourrageot wieder Stefan Staudinger in herrlich überdrehtem Kasernenton vernehmen lassen. Natürlich potenzieren sich die Irrtümer und Verwechslungen, als nicht nur der falsche, sondern auch der echte Champignol im selben Regiment Dienst tun.

Der dritte Teil nach der Pause präsentiert einen elegant stilisierten Empfangssaal, in dem eine geheimnisvolle Asiatin Taiko Saito zunächst ein virtuoses Vibraphonsolo präsentiert, bis sich dann die Irrungen und Wirrungen zwischen verschiedenen Heiratswilligen fortsetzen. Wie sich der Widerstreit von News und Fake News am Ende auflöst, soll hier nicht verraten werden, damit der Knalleffekt nicht verpufft. Das Publikum, von geringfügigen Abwanderungen zur Pause einmal abgesehen, spendete den Akteuren und den exzellenten Musikern begeisterten Applaus.

Zu den Vorzügen dieser Komödie gehört, dass sie pointenreiche Dialoge mit nachdenklichen Passagen mischt, was einen kurzweiligen Handlungsablauf ergibt. Norbert Bellens Bühnenbild und Kostümgestaltung unterstützt die Rahmenwirkung betont schlichter Häuslichkeit. Hauptakteur und Mittelpunkt der Handlung, die im wohlbehüteten Raum der nordamerikanischen Provinz spielt, ist der junge Nick Cristano, den Johannes Hallervorden mit Charme, Herz und hervorragender Sprachpräsenz spielt.

Eine berufliche Veränderung steht für ihn bevor: Nicks Eltern kommen nur einmal kurz per Telefon ins Spiel. Aber alle Bemühungen, Nick vom Fortzug abzuhalten, bleiben letztlich wirkungslos - die lockenden Chancen beruflicher Weiterentwicklung gewinnen die Oberhand. Das Publikum folgt dem Pointenfeuerwerk mit verständnisinniger Hingabe - manches Mal fühlt man sich in dieser Familienwelt fast wie zu Hause. Ihr Leben war an Farbigkeit kaum zu übertreffen. Sie verbrachte die Jahre als junges Mädchen in der Schweiz und wurde hier viel in Begleitung von Offizieren gesehen.

Dort traf sie den Komponisten Kurt Weill, den sie zwei Jahre später heiratete. Kurt Weil starb an einem Herzinfarkt in New York. Ihre letzten Jahre waren von Einsamkeit und Krankheit geprägt. Sie starb in New York. Dem Autorenduo Torsten Fischer und Herbert Schäfer ist es gelungen, aus den widerstreitenden Elementen dieser Lebensgeschichte eine szenische Collage zu formen, in der die herausragenden Songs noch einmal die Höhepunkte der Kompositions- und Interpretationsleistung des Duos Lenya-Weill lebendig werden lassen.

Für diese Uraufführung im Berliner Renaissance-Theater in Kooperation mit dem Wiener Theater in der Josefstadt übernimmt Torsten Fischer die Regie, und Herbert Schäfer baut ihm mit Vasilis Triantafillopoulos eine halsbrecherisch schräge Bühne, die sich als Diagonale von links unten nach rechts oben präsentiert.

Den entscheidenden Impuls für den uneingeschränkten Sieg dieser Aufführung liefert allerdings die Besetzung der beiden Hauptrollen. Sona Macdonald als Lotte Lenya ist ein absoluter Glücksfall. Sie hat eigentlich drei Stimmen: Dieses breitgestreute Talent erlaubt es ihr, alle Ecken der präsentierten Chansons überzeugend auszuleuchten.

Sona Macdonald gestaltet diese Stücke lustvoll expressiv und gibt ihnen damit eine suggestive Bühnenpräsenz. Auch er weiss mit Spielfreude und geschickter Interpretation zu überzeugen und bewährt sich sogar als Duettpartner von Sona Macdonald in einzelnen Songpassagen. Das Premierenpublikum bejubelt eine gelungene Reinkarnation zweier unsterblicher Künstlernamen, die hier höchst lebendig in Erinnerung gerufen werden.

Was der Chor tanzend, sprechend und agierend zu diesem Abend beiträgt, ist bemerkenswert und zeigt insbesondere in den Sprechchören eine verblüffend akribisch trainierte Präzision. Die Ladies können mit Musketen ebenso virtuos umgehen wie mit dem Florett, um der gelegentlich geforderten Aktivität als Exekutionskommando Nachdruck zu verleihen. Vier Schauspieler werfen einander und dem Chor die Bälle zu. Die einzelnen Schwerpunkte werden durch Verknüpfungen mit dem Phänomen des Schlafes interpunktiert.

Ja, und was ist mit Sophie Rois? Ihre kehlig-kratzende Stimme hat gleichwohl hundert verschiedene Farben und kann ebenso gut scharf und bestimmend klingen. Das Publikum honoriert die kurzweiligen siebzig Spielminuten mit begeistertem Applaus. Der amerikanische Autor John T. Um nicht selbst in juristische Fallstricke zu geraten, sind die Namen der handelnden Personen verändert, aber es bleibt stets klar erkennbar, wer gemeint ist und wie sich die Handlung entwickelt.

Der Regie von Guntbert Warns gibt Bühnenbildner Momme Röhrbein eine szenische Lösung an die Hand, die aus fünf nebeneinander platzierten Sprecherkabinen in der Art von Zeugenständen besteht, die durch Plexiglasscheiben voneinander getrennt sind. Dann ist da noch der gewiefte Anwalt der Chataignes, Jordan Pershing Heikko Deutschmann , der zunächst seiner Sache ganz sicher ist, die Niederschlagung des Verfahrens erreichen zu können. Das Zimmermädchen Naomi St. Cloud Maya Alban-Zapata , überaus beredt in seiner Suche nach Gerechtigkeit, ist gleichwohl auf die Ratschläge seiner Anwältin Elizabeth Granger Johanna Griebel angewiesen und zögert deshalb, den ihr angebotenen Vertrag über die 3 Millionen Dollar Schweigegeld zu unterzeichnen, die ihre bisher sehr bescheidene Existenz bis ans Lebensende sichern würden.

Man erwartet, dass es nach der Pause mit einer Darstellung von Gerichtsszenen weitergehen würde. Aber hier setzt nun die intelligente, pfiffige Alternative des Autors ein, die ihm die Waffe prinzipiell fundierter Gesellschaftskritik in die Hand gibt, ohne nur moralinsaure Randbemerkungen zu liefern.

Ein Märchen, das in vielfacher Hinsicht nachdenklich macht. Die Szene lebt vom gekonnt formulierten Text und dem darstellerischen Geschick der abgebildeten Personen. Dietrich Adam spielt die Rolle des entlarvten Vergewaltigers souverän und in der trügerischen Gewissheit, dass der Mitteleinsatz seiner Frau ihn retten wird.

Imogen Kogge als Madame Chataigne hält dies anfangs ebenfalls für sicher und wird darin von Heikko Deutschmann als renommierter Anwalt im Brustton der Überzeugung unterstützt.

Die Neuinszenierung der Deutschen Oper Berlin stützt sich auf die Franzos-Version des Büchner-Textes und entfaltet dabei, unterstützt von der hilfreichen Projektion der Übertitel, den Reiz einer dichterisch konzentrierten Szenenfolge, in der Büchners Diktion immer aufs neue durch zeitlose Modernität überrascht. Die Figur des Soldaten Wozzeck, der mit seiner Freundin Marie ein uneheliches Kind hat und sich zur Erfüllung seiner Unterhaltspflichten als Handlanger bei einem Hauptmann verdingt und sich überdies von einem selbstverliebten Arzt für medizinische Experimente heranziehen lässt, kann in ihrer düsteren Zwangsläufigkeit bereits das nahende Unheil ahnen lassen.

Dabei ist diese fatale Abwärtsspirale eben nicht nur durch gesellschaftliche Repression definiert, sondern sie wurzelt zu einem guten Teil auch in der problematischen Persönlichkeit des Protagonisten, die durch depressive und wahnhafte Zustände geprägt ist. Als Wozzeck die Entdeckung seiner Tat fürchtet, begeht er Selbstmord. Der norwegische Regisseur Ole Anders Tandberg verzichtet in seiner Inszenierung dankenswerterweise auf gewaltsame Brücken zur deutschen Geschichte und drückt seiner gelegentlich aufmarschierenden Volksmenge stattdessen fröhliche norwegische Fähnchen in die Hand.

Die einzelnen Szenen werden durch einen Zwischenvorhang interpunktiert, auf den ein Porträtvideo des Wozzeck-Darstellers projiziert wird. Die einzelnen Figuren werden klar umrissen und in konzentrierter Form stilisiert. Sein verquältes Grundempfinden, die verdeckte Auswirkung ständiger Demütigungen kommen in Reuters Darstellung gut heraus.

Die Marie von Elena Zhidkova hat einen hellen, kraftvollen Sopran. Für die abrupte Zuwendung zum Tambourmajor findet man allerdings kaum Anhaltspunkte.

Ihr Schuldbewusstsein und die mentale Flucht in Bibelzitate liefern ein glaubwürdiges Gegengewicht zur sündhaften Ausschweifung. Den Tambourmajor spielt Thomas Blondelle mit auftrumpfender Pose. Burkhard Ulrich gibt den moralisierenden Platitüden des Hauptmanns eine klare, präzise Artikulation. Seth Carico ist ein fabelhafter Bilderbuch-Experimentator, der sich durch seine Forschungen ewigen Ruhm erhofft.

Matthew Newlin ist Andres, Wozzeks Freund, der auf ihn einzuwirken versucht, aber das tragische Ende nicht aufzuhalten vermag. Erst der Verleger Ernst Rowohlt nimmt es an und bietet es zur Aufführung dem gerade nach Deutschland zurückgekehrten Regisseur Erwin Piscator an, der es im Berliner Theater am Kurfürstendamm herausbringt, dem damaligen Domizil der Freien Volksbühne.

Die Öffentlichkeitswirkung des Stückes ist in der Folge explosiv im erwarteten Umfang, und neben Bewunderung und Zustimmung sind vor allem Proteste zu vernehmen. Ziemlich genau 60 Jahre nach Fertigstellung des Stückes unternimmt es nun der Regisseur Philip Tiedemann im Schlosspark Theater Berlin, den ursprünglichen Fünfakter mit 45 Figuren zu einer Folge von acht Szenen für sieben Schauspieler umzuformen, was den Charakter einer Straffung und Verdichtung hat, die der Plausibilität und suggestiven Wirkung zugute kommt.

Klarer als zuvor wird nun der fundamentale Antagonismus der Ideen herausgearbeitet, der letztlich für die auf den ersten Blick rätselhafte Zurückhaltung des Papstes verantwortlich war. Stephan von Wedel baut dem Regisseur eine Bühne, deren optische Wirkung von monumentalen, düsteren Bilderrahmen beherrscht wird, die sich mit Unterstützung der kleinen Drehbühne gegeneinander verschieben lassen.

Reizvoll auch die Schattenspiele aus dem Bühnenhintergrund auf eine davor platzierte Projektionsfläche. Das Publikum quittiert die konzentrierte, mitreissend inszenierte Aufführung mit begeistertem, langanhaltenden Beifall, der sich noch steigert, als auch der inzwischen 87jährige Autor Rolf Hochhuth die Bühne betritt.

Der Handlungskern geht auf reale Begebenheiten aus dem Jahrhundert zurück, aber die Analogien zu Konflikten unserer Tage sind nur allzu offenkundig. An der Landesgrenze nahe der Burg des Junkers Wenzel von Tronka wird unvermittelt ein Passierschein von ihm verlangt, und er lässt seine Pferde als Pfand zurück, während er in Dresden Klärung in der Sache sucht.

Nachdem er dort erfahren hat, dass die Passierscheinpflicht frei erfunden ist, fordert er seine Pferde zurück, die aber inzwischen durch harte Feldarbeit bis auf die Knochen abgemagert sind.

Er überfällt zunächst die Burg der Tronkas und tötet dort alle Bewohner bis auf den Junker Wenzel, der entkommt. Kohlhaas sammelt einen Heerhaufen, verfolgt den Junker und steckt die Stadt Wittenberg mehrfach in Brand, danach setzt er in Leipzig Feuer. Martin Luther, der ihn zunächst öffentlich für die Mordbrennerei verurteilt hatte, erwirkt ihm dann aber freies Geleit nach Dresden. Dieses Kollaborationsspiel wird allerdings von den Behörden aufgedeckt.

Im Besitz von Kohlhaas ist die Notiz einer Wahrsagerin, worin Einzelheiten über das künftige Schicksal des sächsischen Königreichs genannt sind. Regisseur Lars Georg Vogel unternimmt es bei den Berliner Vaganten, aus dem Prosatext von Kleists Novelle eine szenische Umsetzung zu destillieren, und er hat für dieses Experiment eine glückliche Hand. Geschickt mischt er kurzgefasste Situationsangaben mit wörtlichen Dialogen und stilisierten Kulminationspunkten.

Der Vorzug dieser Darstellungweise liegt darin, dass bei sparsamem Einsatz von Bühnentechnik der eigentliche rote Faden der Handlung einschliesslich seiner Konflikte, Siege und Enttäuschungen einleuchtend sichtbar wird. Zahlreiche Film- und Fernsehfassungen haben seither die unverwüstliche Beliebtheit des Stoffes und seiner Musiknummern unterstrichen und gefestigt.

Regisseur Torsten Fischer hat nun im Berliner Renaissance-Theater eine radikal entstaubte Fassung auf die Bühne gebracht, die den zündenden Charakter der wohlbekannten Musiknummern erhält und der Handlung einen flotten, plausiblen und mit einer ganzen Kette von Pointen angereicherten Verlauf gibt.

Um die beiden herum eine präzise eingesetzte Riege exzellenter Darsteller. Klärchens sparsamen Vater Professor Dr. Hinzelmann spielt Walter Kreye, und er hat nicht nur eine eigene Songnummer im Programm, sondern er kann in einer Beinahe-Traumsequenz als Kaiser Franz Joseph auch noch der Rösslwirtin tröstliche Lebensweisheiten mitgeben. Angelika Milsters herrlich jazziger Jodel-Sopran ist immer im rechten Moment zur Stelle, und manche Schauspieler schlüpfen auch noch, blitzschnell maskiert, in andere Rollen, so Ralph Morgenstern, Tonio Arrango und Boris Aljinovic, dessen Verwandlung in ein Stubenmädchen gleich zu Beginn schon beste Laune verbreitet.

Dieses Rössl wird seinen Lauf mit Sicherheit eine ganze Weile fortsetzen. Zum sommerlich zwanglosen Zugangsritual gehört, dass man auf der Rasenfläche des Klosterinnenhofs zum Picknick Platz nehmen kann und dann das jeweilige Konzertereignis vermischt mit Vogelgezwitscher und Babylauten zu geniessen vermag.

Die musikalische Gestalt fesselt durch die enorme Spannweite zwischen dröhnenden Fortissimo-Stellen und zarten, von den Streichern vorgetragenen Passagen von geradezu überirdischer Schönheit.

Beim Brandenburgischen Staatsorchester waren sowohl diese sanften Streichermelodien in zweiten Satz wie die kraftvollen, überaus klaren und reinen Bläsereinsätze in besten Händen, und dank der klug disponierten, bisweilen geradezu explodierenden Gestik des Dirigenten blieb die klangliche Prägnanz der Interpretation durchgehend gewahrt.

Rossini komponiert die Oper für ein selten auf die Bühne gebrachtes Agglomerat von zehn solistischen Hauptrollen, die er mit der glänzendsten Sängerbesetzung seiner Zeit ausstattet. Der Knalleffekt besteht darin, dass die im Titel verheissene Reise überhaupt nicht stattfindet, weil es im entscheidenden Moment an den erforderlichen Transportmitteln mangelt.

Ein uneingeschränktes Lob verdient die Inszenierung von Jan Bosse. Er versteht es, die Vorlage vom Staub der seit der Uraufführung vergangenen Jahre zu befreien, ohne dem Sujet Gewalt anzutun. In diesen Betten räkeln sich die Aktricen und Akteure, teils bereits mit den Kostümen bekleidet, die sie für ihre späteren Rollenauftritte benötigen.

Die Wände des Schlafsaals bestehen aus dunkel getönten Spiegelflächen, die sich auch hervorragend als Projektionsgrund für unaufdringlich perfekt inszenierte Videoeinspielungen Meika Dresenkamp nutzen lassen. Mit der Unterstützung eines versierten Besetzungsbüros schafft es die Deutsche Oper, ein Sängerensemble zusammenzustellen, das den anspruchsvollen Vorgaben Rossinis bis ins Detail entspricht.

Drei Soprane, ein Mezzosopran, zwei Tenöre und vier Bässe folgen der angesagten Spielidee, als hätten sie nie etwas anderes getan. Die Hotelbesitzerin Madama Cortese Hulkar Sabirova würde am liebsten selbst verreisen, kann sich aber von ihren Alltagspflichten nicht lösen.

Was den ganzen Abend zusammenhält und ihm einen unverwechselbaren Charme verleiht, ist Rossinis feinfühlig gesetzte Musik, vom Orchester der Deutschen Oper unter der Leitung des Italieners Giacomo Sagripanti geschmeidig und ohne falsche Hast dargeboten. Diese Musik ist derart inspirierend, dass sie die ganze Inszenierung bis in die Gesten und Bewegungen der Gesangssolisten trägt und beflügelt. Das Publikum honoriert die überaus geglückte Aufführung mit ausgiebigem, begeistertem Applaus.

Erst gab es quasi eine Wiedergeburt in Donizettis Geburtsort Bergamo, und diesmal wurde daraus die Initialzündung für einen Siegeszug.

Zur Imagination der Spielorte und der Charaktere der handelnden Personen bleibt der Zuschauer ganz auf seine Phantasie angewiesen. Man kann also ohne Übertreibung sagen, dass die konzertante Aufführungspraxis manches Mal den Zugang zum Kern des Werkes erleichtern kann, einmal ganz abgesehen von einem gewissen Entlastungseffekt für das Budget des Opernhauses.

Keine statischen Solistenfiguren, die hinter ihren Notenpulten stehen und nach ihrem Auftritt wieder in der Seitengasse verschwinden, sondern quasi eine auf die Rampe reduzierte Spielfläche, auf der sich die handelnden Personen frei bewegen, wobei die beiden Thronkonkurrentinnen durch wechselnde Roben auch dem Auge des Zuschauers etwas bieten und so überdies ihre jeweilige Stimmung zusammen mit ihrem Rollenverständnis zum Ausdruck bringen.

Graf Leicester überredet Elisabetta, während der königlichen Jagd im Park von Fotheringhay einer Begegnung mit Maria Raum zu geben, die zuvor von Leicester flehentlich darum gebeten worden war, sich unterwürfig zu zeigen, um ihr Leben zu retten.

Elisabetta unterzeichnet das Todesurteil und bestimmt Graf Leicester, der Hinrichtung Marias beizuwohnen. Maria legt in Gegenwart von Talbot eine Generalbeichte ab und spricht ein letztes Gebet, in dem sie auch Elisabetta verzeiht.

Nach dem Grundgesetz der konzertanten Aufführungspraxis steht die musikalische Gestalt des Werkes im Vordergrund. Was sie neben ihren stimmlichen Qualitäten der Rolle noch an Hoheit, Hochmut, leidenschaftlicher Zuneigung und kalter Entschlossenheit zu geben versteht, ist fesselnd und überzeugend.

Ihr empfindungsstarker Widerpart ist das tragische Schicksal der Titelfigur Maria Stuarda, bei Diana Damrau mit ihrem sensiblen, ausdrucksvollen Sopran und einer reichen Palette gewandter Stimmakrobatik in besten Händen. Den entscheidenden Akzent für die ausgereifte musikalische Gestalt dieser Aufführung liefert allerdings der Dirigent Francesco Ivan Ciampa, dessen musikalische Leitungsfunktion sich hier zur regelrechten Gestaltungsrolle erweitert.

Sein fein abgestimmtes Instrumentarium der Zeichengabe kann sekundenschnell von leiser Zurückhaltung zu volltönender Konsonanz von Chor und Orchester wechseln, und da er in unmittelbarer Nähe der singenden Solisten agiert, vermag er Einsätze und Tempi in müheloser Perfektion zu koordinieren.

Ein bemerkenswerter Einsatz sowohl für den Dirigenten wie für den von Jeremy Bines mit Sorgfalt vorbereiteten, besonders im letzten Akt eindrucksvoll auftretenden Chor. Viel Beifall für einen bewegenden Opernabend mit einem hervorragend besetzten Ensemble. Dieter Hallervorden hat das Stück ins Deutsche übertragen und die deutschsprachige Erstaufführung jetzt in seinem Schlosspark Theater Berlin präsentiert. Die Inszenierung besorgte hier Holger Hauer.

Sie hatte sich einen Yorkshire-Terrier gewünscht, aber er bringt stattdessen einen Goldfisch im Aquarium nach Hause. Der Berliner Goldfisch Kasimir, der mit der Stimme von Dieter Hallervorden zu sprechen vermag, ist zunächst ständig in Gefahr, an die Tierhandlung zurückgegeben zu werden, aus der er stammt. Als er dem Ende nahe zu sein scheint, besorgt Christine sogar einen zweiten Goldfisch, der sich mit bayerischem Dialekt zu Wort meldet, der aber nicht über die Gabe verfügt, Menschen zu ungehemmter Beichte zu verleiten.

Wie sich herausstellt, hatte Henri fünf Jahre zuvor ein kurzes Techtelmechtel mit ihr, dem ein nunmehr fünfjähriger Sohn entstammt, der jetzt in der Obhut von Dounias Mutter im fernen Kaukasus Ziegen hütet. Aber auch Christines bislang erlebnisarme Lebensführung bleibt nicht unbelastet: Dieses in vieler Hinsicht kuriose Szenario wird durch treffende schauspielerische Leistungen plausibel und nachempfindbar.

Heimlicher Star des Abends ist natürlich der Goldfisch Kasimir, dessen Bühnenexistenz aber keine protestierenden Tierfreunde auf die Szene ruft, denn er bewegt sich durch eine raffinierte visuelle Technik nur als gut sichtbares Hologramm in seinem Aquarium. Henri erntet Verständnis und Mitgefühl für seine Versuche, die Zuneigung von Christine wieder zu beleben. Dounia stellt mit überzeugend pseudo-kaukasisch gebrochenem Deutsch, aber tadellosem Erscheinungsbild ihre Escort-Existenz auf die Bühne, und Hans Peter wird mit warmherziger Emotion regelrecht zum Publikumsliebling.

Am Ende viel Beifall und begeisterter Applaus für einen amüsanten Abend ohne unnötige Komplikationen. Eine Jury bestimmt, ob die Anforderungen erfüllt werden. Zur Generierung der Stipendien dienen unter anderem Stipendiatenkonzerte, in denen gegenwärtige oder frühere Stipendiaten auftreten und das Programm eines Kammerkonzerts zusammen mit Musikpartnern gestalten.

Kraftvoll und beredt setzen Violine und Cello ein, die Viola accompagniert in der Mittellage. Eine heitere, fröhlich voran tänzelnde Melodie, von allen drei Solisten in perfektem Einklang vorgetragen. Die spielerische Violine erfindet die Motive und schickt sie über die anderen beiden Stationen, das dunkel, markant formulierende Cello und die rhythmisch akzentuierende Viola. Alle drei bewegen sich in einer gemächlichen, gut abgestimmten Schrittfolge voran, wobei die Violine der Melodie leuchtende Lichter aufsetzt.

Gelegentlich sind alle drei ausdrucksstark unisono zu vernehmen. Dialog zwischen Violine und Viola, ein sehr geschlossenes Klangbild, das die Violine bemerkenswert klar und rein anführt. Mit beherztem Sprung gehts in den Satz, die Violine allen voran. Ein liebenswürdiges Seitenthema wird sensibel ausgeführt.

Dann wieder der rhythmisch betonte Anriss des Eingangsthemas. Die Violine schwingt sich mit zartem Ton in den Eingangsbogen des Finales hinein. Noch einmal leidenschaftlich betonte Akzente und rhythmisch gut ausgeformte Triofiguren. Zur Seite gehts mit einer Art Frageformulierung, für die anschliessend die Antwort gegeben wird.

Ein ganz leichter, fast schelmischer Ausklang. Beim zweiten Programmpunkt gibts eine Änderung. So wird das Stück zu einer verträumten Reminiszenz, einer Erinnerung mit mannigfaltig abgestuften Akzenten, auch einmal etwas markanter und in beschleunigtem Tempo.

Eine leicht perlende Passage illustriert das Hauptmotiv in reizvoller Weise. Mit mächtigen Akkorden stürzt sie sich virtuos in diesen Exkurs, führt das Thema in kleinen Sprüngen weiter, als wären Stromschnellen im Spiel.

Eine spielerische Pianoeinleitung, die Violine setzt sich drauf und flattert davon. Wie Glockentöne vom Piano. Suggestive Violine, sanft melancholisch eingefärbt. Die Intensität der Violine nimmt zu, um dann wie in der Dämmerung zu versinken. Kurze, trockene Interjektionen des Pianos, weite Atemzüge der Violine. Verträumter Ausklang in hoher Lage. Darauf setzt das Piano rhythmische Akzente und sorgt für das richtige Blues-Feeling, das die Violine paraphrasiert.

Das Duett ist sehr genau getaktet, virtuos akzentuiert und mit raffinierten Taktverlagerungen aufgeraut. Man meint, einem Insektenschwarm zu folgen.

Konstanter Drive nach vorn, beide Solisten in exzellentem Einklang. Piano und Cello sind vorab zu vernehmen, die Flöte folgt und kann mit ihren Spitzentönen gleich die ersten Akzente setzen. Den sanften, dunklen Überleitungston steuert das Cello bei. Piano souverän exakt, die beiden anderen passen sich feinfühlig an. Verschwebend leicht die Flöte. Ein markantes Tanzthema, zunächst im Piano, dann von der virtuos leichten Flöte aufgegriffen.

Die Melodieführung erinnert an eine Arie. Das Piano rhythmisch ausgesprochen virtuos. Die Flöte eröffnet in liedhaftem Ton, das Piano wiederholt den Wortlaut.

Dann tritt das Cello hinzu und steigert den dramatischen Duktus. Daraus wird dann ein Zwiegesang von Flöte und Cello mit dem Piano. Das Piano setzt ein, gibt Ton und Tempo vor. Flöte und Cello folgen in flottem Allegro-Ton. Piano kraftvoll und zartfühlend in sekundenschnellem Wechsel. Hinreissend im rhythmisch forcierten Voranstürmen.

Cello solo, mit Piano und Flöte. Falke Thomas Leman betritt und, als Magier mit langen Nosferatu-Fingern den Kronleuchter und den Kamin entzündet, auf dessen Bildschirm dann später auch einmal die Fernseh-Wetterkarte als Bildstörung erscheint. Wie aus einer anderen Welt kommend schreitet Rosalinde als ungarische Gräfin die Treppe herab. Ihr Gatte Eisenstein erkennt sie nicht, ist aber von ihr restlos hingerissen. Nach und nach tauchen auch die übrigen Protagonisten auf, und der Advokat Dr.

Blind Jörg Schörner denkt über die Verteidigung des Eisenstein nach. Stattdessen schlüpft der echte Eisenstein dann in die Rolle des Dr. Rosalinde erscheint, Erkennungs- und Verzeihungsszenen lösen sich ab, Adele stellt ihr Theatertalent unter Beweis. Wie man sieht, fehlte es also nicht an belebenden Elementen für das szenische Geschehen.

Thomas Blondelle war situationsgerecht elegant und albern, und Markus Brück durfte auch die Wirkungen reichlichen Champagnergenusses glaubwürdig vorführen. Jeremy Bines hatte den Chor einmal mehr vorzüglich instruiert. Mag dieses zeitliche Zusammentreffen nun Zufall sein oder nicht - auf jeden Fall ist dieses Stück hochaktuell. Einmal mehr ist das Bühnenbild auf das Nötigste beschränkt, um den knappen Aktionsraum nicht mehr als nötig einzuschränken. Die intelligente Lichtregie unterstützt die Gliederung der Handlung.

Zwei Akteure teilen sich sehr effizient und überzeugend die szenische Hauptaufgabe, eine fiktive Geschichte in greifbare Nähe zu rücken, in der die Absurdität mancher Lebensläufe jener Jahre auf die Spitze getrieben wird. In einem schlesischen Städtchen, wo Christen, Juden und Andersgläubige friedlich zusammenleben, treffen Max Schulz und Itzig Finkelstein aufeinander, erst als Schulfreunde, später als Friseurlehrlinge.

Als er einen Weg sucht, dem Strudel des Untergangs bei Kriegsende zu entgehen, kommt er auf den Gedanken, Finkelsteins Identität anzunehmen und als nunmehr Jude nach Palästina auszuwandern. Während der Schiffspassage nach Palästina hatte er einen jüdischen Amtsgerichtsrat Richter kennengelernt, dem er später bekennt, der gesuchte Massenmörder Max Schulz zu sein. Das Urteil des Juristen, voll bitterem Sarkasmus: Oliver Dupont und Andreas Klopp stellen in springlebendiger Wandlungsfähigkeit die erforderlichen Charaktere auf die Bühne: Das Ganze ergibt einen sehr eindrucksvollen Abend mit schauspielerischen Leistungen besonderer Finesse.

Erneut wird dabei einem unauslöschlichen Abschnitt der deutschen Geschichte der Spiegel vorgehalten. Viel Beifall für einen fesselnden, sehr anregenden Theaterabend. Der Text mit seiner gestelzten, bisweilen gewollt überhöhten Kunstsprache atmet diesen rührenden, emphatischen Weltverbesserungsgeist mancher Autoren der Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, der in den Dreissigern von der Geschichte dann so markant konterkariert und in der Weltkriegs-Katastrophe der Vierziger unwiderruflich zuschanden geritten wurde.

Die Gratwanderung zwischen äusserster Stilisierung und purem Kitsch führt dabei auch zu gelegentlichen Grenzüberschreitungen. Regisseur Christof Loy erreicht an diesem Abend zwei widerstreitende Ziele: Er erzählt ohne Stilbruch einen durchaus spannenden Krimi und erreicht gleichzeitig eine bewegende Verklärung der Liebe.

Seine Szene von Johannes Leiacker ist drei Akte lang ein repräsentativer, holzgetäfelter Gerichtssaal, in dessen Vordergrund lediglich ein schmaler Tisch und ein Stuhl stehen. Gleichrangig steht daneben die sorgfältige Einstudierung der Chöre durch Jeremy Bines. Der Herrscher eines totalitären Staates Josef Wagner , dessen grausame und gemütskalte Haltung sich längst auf sein Volk übertragen hat, will einen Fremden Brian Jagde am nächsten Morgen hinrichten lassen, dessen aufgeschlossenes Wesen den Geist von Widerspruch und Rebellion verbreitet.

Königin Heliane Sara Jakubiak hat sich ihrem Ehegatten bislang verweigert und kommt nun zu dem Fremden ins Gefängnis, um ihn zu trösten. Beide kommen sich rasch näher, und aus Wesensverwandtschaft entsteht Liebe. Diese geheimnisvolle Verbindung ist enger, als es die Beziehung zwischen König und Königin je gewesen ist. Gleichwohl sieht sich Heliane, vor Gericht gestellt, weder als Dirne noch als Ehebrecherin. Der Fremde begeht Selbstmord mit einem Dolch, den Heliane zuvor von ihrem rasend wütenden Gatten bekommen hat.

Der verlangt nun von seiner Frau, sie solle als Unschuldsbeweis den Selbstmörder wieder zum Leben erwecken. Als Heliane tief zerknirscht ihre wahre Schuld bekennt, den Fremden wirklich geliebt zu haben, geschieht das Wunder: Der Fremde erhebt sich von seiner Bahre, rühmt in beredten Worten Freiheit und Liebe, um dann gemeinsam mit Heliane, von Licht umflossen, der Zukunft entgegenzugehen.

Der zweite Vorzug dieser Inszenierung liegt in der darstellerisch wie stimmlich treffenden Besetzung der Solistenrollen. Okka von der Damerau ist die stramme Botin, einst kurzzeitig die Geliebte des Königs und noch heute seine Parteigängerin. Gideon Poppe ist ein bebrillter skeptischer junger Mann, der alle Vorgänge aufmerksam verfolgt.

Sein eminenter Klangsinn, der auch gelegentlich überlaute Fortissimi nicht scheut, verbindet musikalische Charakterzüge von Wagner, Richard Strauss, Ravel und Eduard Künneke mit - ja eben, mit Korngold zu einer durchgehend faszinierenden Klangschmelze.

Selten hat man das Orchester der Deutschen Oper Berlin so homogen, in sämtlichen Instrumentengruppen so organisch und ohne Fehl agieren hören.

Einhelliger, begeisterter Beifall für ein selten zu hörendes Werk, das wie eine Botschaft aus einer anderen Zeit wirkt. Sein Reiz besteht wesentlich darin, dass Paraphrasen über die Unaufrichtigkeit in der Liebe hier nicht als moralinsaure Tiefbohrung angeboten werden, sondern als durchgehend amüsante Szenenfolge ohne mahnend erhobenen Zeigefinger.

Regisseur Folke Braband hat wieder einmal alles richtig gemacht, um die raffinierte Leichtigkeit der Dialoge auch auf einer deutschen Bühne zu voller Wirkung zu bringen. Das Bühnenbild von Tom Presting stellt einfach eine Projektionswand auf die kleine Drehbühne, was einen raschen Wechsel des jeweiligen Szenenhintergrunds ermöglicht. Mit der Dauer der Beziehung wächst der Wunsch bei Michel und Alice, statt einiger Stunden auch einmal ein Wochenende gemeinsam zu verbringen.

Natürlich trägt dieses Lügengespinst nur wenige Meter weit, dann verheddert man sich in Widersprüche, und Michel darf am Telefon mehr schlecht als recht die Stimme der Chartreuser Tante simulieren. Immer wichtiger wird die Frage, wer zu welchem Zeitpunkt die Wahrheit über das Quartett der Seitensprünge gewusst hat und wer für eisernes Schweigen oder stattdessen für rückhaltlose Offenheit eintritt.

Ganz nebenbei erfährt Michel, dass sein bester Freund Paul schon geraume Zeit ein gleichfalls geheimgehaltenes Verhältnis mit Michels Frau Laurence unterhält. Nun ist es an Michel, in einer dummdreisten Flucht nach vorn reihum erst seinen Freund, dann seine Geliebte und am Ende seine Frau heimtückischer Machenschaften und mangelnder Wahrheitsliebe zu bezichtigen. Insgesamt ein überaus unterhaltsamer Abend mit gut inszenierten Dialogen und Pointen.

Das Publikum dankt mit reichem Applaus, der sich zu rhythmischem Beifall steigert. Die konzertante Praxis ist solchen Zwängen nicht ausgeliefert und kann sich ganz der musikalischen Gestalt des wiederzugebenden Werkes widmen.

Mag die Presseresonanz hierauf etwas geringer sein: Ein reines, ungetrübtes Vergnügen ist von einem solchen Ereignis vielleicht sogar eher zu erwarten als von einer allzu streitbaren Inszenierung.

Aus den zunächst vier Akten wurden drei, und entstand eine dritte Fassung mit Ouvertüre, die nun auch in Berlin zu hören war. Das liegt gewiss zu einem Teil an der für den heutigen Geschmack etwas verstiegen wirkenden Handlung, die auf ein Sujet von Alphonse Daudet zurückgeht. Rosa Mamai hat zwei Söhne: Letzterer ist unsterblich in ein Mädchen aus Arles verliebt, über deren Lebenswandel zunächst nichts weiter bekannt ist. Mutter Rosa favorisiert aber Vivetta, die ihrerseits Federico liebt.

Rosa bittet ihren Bruder Marco, etwas über die geheimnisvolle Arlesierin herauszufinden, und der legt daraufhin seiner Schwester nahe, den Heiratsplänen Federicos zuzustimmen. Ein Liebhaber der Arlesierin namens Metifio stellt seiner Geliebten allerdings ein schlechtes Zeugnis aus, worauf Federico zutiefst betroffen reagiert. Vivetta gesteht ihm ihre Liebe, und Federico wendet sich vom Traumbild der entfernten Arlesierin ab und will nun Vivetta heiraten.

Metifio taucht auf und plant, die leichtlebige Arlesierin zu entführen. Stattdessen verdunkelt sich das Seelenleben von Federico: Die konzertante Aufführung in der Deutschen Oper stand unter einem denkbar glücklichen Stern und kompensierte durch die musikalische Perfektion alle Bedenken, die sich gegen die streckenweise etwas unglaubwürdige Handlung wenden mochten. Ein wesentlicher Angelpunkt der klugen Klangregie war der Dirigent Paolo Arrivabeni, der gleich mehrere Tugenden eines hervorragenden Operndirigenten miteinander verband: Auf der kontinuierlich ausgezeichnet disponierten Orchesterleistung ruhte die Qualität der Solostimmen, die bestens aufeinander abgestimmt waren und sich zu einem organischen Ganzen verbanden.

Den Federico von Joseph Calleja kann man getrost unnachahmlich nennen, was vor allem seinem charakteristischen Timbre zu danken ist. Seine Romanze im zweiten Akt, mit strömender Klangfülle vorgetragen, brachte ihm minutenlangen Szenenapplaus ein. Die überaus stimmungsvoll eingesetzten Chöre hatte Jeremy Bines sehr sorgfältig einstudiert.

Die Uraufführung fand in Frankfurt am Main statt. Leider kann man bei näherer Betrachtung dieses Theaterabends nicht ohne Einschränkung sagen, dass sich die Transplantation tatsächlich gelohnt hätte.

Dabei präsentiert die Bühne von Etienne Pluss zunächst eine originelle szenische Lösung für die Hochzeitsgesellschaft: Im weiteren Verlauf wird der pfiffige Trick an dieser Lösung offenbar: Wenn sich der Vorhang öffnet, erscheint ein weiterer Vorhang: Was sich aber als Nachteil erweist, ist das Regiekonzept von Philip Tiedemann aus dem Jahre , das den studentischen Einakter von Brecht, von Hause aus eher ein Leichtgewicht zwischen Farce und Groteske, zu einer mit Pause zweistündigen Handlung zerdehnt, in die Brechts Textelemente nur eingestreut werden.

Was eigentlich eine zügig sich steigernde Parodie auf die bürgerliche Idylle sein sollte, verbreitet nun unterwegs streckenweise einfach nur Ödnis. Dabei sind die schauspielerischen Leistungen auf dem Weg in die Bankrotterklärung durchaus ansehnlich. Ihre Schwester mit blondem Bubikopf ist Anke Engelsmann. Die Riege der männlichen Tischgäste führt Martin Seifert als Vater der Braut an, der die gesamte Korona mit seinen allseits bekannten Geschichten mehr quält als unterhält.

Den Bräutigam, der alle Möbel selbst geformt und mit einem stinkenden Leim zusammengefügt hat, gibt Boris Jacoby. Das Premierenpublikum sah allerdings seine Erwartungen erfüllt und spendete reichlichen Applaus. Die deutsche Erstaufführung des Stückes fand in Berlin statt: Das szenische Milieu ist amerikanische Mittelschicht in einer kleinen, vom College geprägten Stadt. George ist Geschichtsprofessor am College. Zunächst duellieren sich Martha und George mit blitzenden Dialogen: Von der Zuneigung, die beide einstmals zueinander geführt hat, ist längst nichts mehr übrig.

Ihr Verhältnis ist von den Ernüchterungen des Alltags verschlissen. Es klingelt, die Gäste sind da. Weiterhin bestimmt die Allgegenwart von Brandy und Bourbon das sich steigernde und zuspitzende Dialogniveau.

George entlockt Nick das Geständnis, dass der seine Frau Süsse wegen einer Scheinschwangerschaft geheiratet hat, die inzwischen in eine Kette von Übelkeitsanfällen bei Süsse übergegangen ist. Aber auch Martha hat eine angreifbare Schwachstelle: Schliesslich nimmt George die ganze Kraft seiner Frustration zusammen und nutzt die Kenntnis der psychischen Schwächen seiner Sparringspartner für ein perfides Gesellschaftsspiel.

Zuerst verspottet er Nick wegen seiner scheinschwangeren Frau. Aber damit nicht genug: Nun ist der Scherbenhaufen aufgetürmt und alle Kraft der Bosheit ist verpufft. Nick und Süsse verlassen den Kampfplatz, und Süsse erklärt, sich nunmehr wirklich ein Kind zu wünschen. Martha und George finden gemeinsam zu einer versöhnlichen Haltung: Viel Beifall für eine gut abgestimmte, zügig ablaufende Ensembleleistung. Simone Thomallas von Drinks beflügelte Ausfälle halten ihren Mann auf Distanz, aber im seelischen Zusammenbruch angesichts der Realität gelingen ihr später auch anrührende Momente.

Die deutsche Erstaufführung im Hamburger Schauspielhaus ist gerade mal ein Jahr her. Die behutsame Dialogregie von Bettina Rehm arbeitet nun bei den Berliner Vaganten sowohl die locker-amüsanten Partien wie die konfliktgeladenen Dispute instinktsicher heraus.

Am Schluss bleibt bei aller Dramatik anstelle eines Trümmerhaufens sogar eine weise, versöhnliche Pointe. Davor gruppieren sich in verändernden Positionen mehrere Schemel.

Die Szene wird aus dem Hintergrund von Leuchtflächen in wechselnder Farbe erhellt und auf beiden Seiten durch eine Papierfläche begrenzt, die mit Fotos und Notizzetteln bedeckt ist. Vater Afzal ist das Haupt einer konservativen muslimischen Familie. Als Inhaber eines florierenden Taxiunternehmens im amerikanischen Atlanta ist er frei von materiellen Sorgen und kümmert sich nach dem Tode seiner Frau mit Hingabe um das Leben seiner beiden Töchter, die er verheiraten möchte.

Was er nicht weiss: Darin schildert sie ihn weniger als göttlich inspirierten Asketen. Vielmehr ist Mohammed bei ihr ein glühend liebender Mensch, der seiner inneren Stimme folgt - ein Sakrileg erster Ordnung und in strenggläubiger Umgebung ein todeswürdiges Verbrechen.

Vater Afzal hat ein Porträt von Zarina ins Internet gestellt, und daraufhin spricht der junge Eli Björn Bonn bei der Familie vor, wo sich zunächst Vater Afzal auf ihn stürzt, um ihm auf den Zahn zu fühlen.

Eli ist Konvertit und jetzt Imam einer muslimischen Gemeinde, aber er liebt Zarina und hat weniger patriarchalische Einstellungen als ihr Vater. Aber die Zeitbombe explodiert: Afzal findet das Manuskript von Zarinas Roman in der Aktentasche von Eli und liest mit wachsender Empörung, welches Bild seine Tochter vom geheiligten Propheten zeichnet. Bei den Schauspielern ist die Darstellung der zugespitzten Konflikte in guten Händen. Jürgen Haug ist überzeugend der erzkonservative Muslim, seine beiden Töchter folgen ihm zwar gehorsam, haben aber sehr viel weltläufigere Ansichten.

Beide füllen ihre Rollen mit Temperament und der Offenherzigkeit der Jugend aus. Lebhafter Premierenbeifall für eine gelungene Aufführung, die ein komplexes Thema unterhaltsam offeriert.

Die Erstvorstellung war ein Misserfolg. Zwei Monate später starb der Komponist und konnte nicht mehr miterleben, wie sich das Schicksal wendete und aus seiner Oper jener Welterfolg wurde, der das Werk bis heute auf Spitzenplätzen des internationalen Musiktheaters hält, ganz zu schweigen von den vielen Adaptionen im Film und auf der Schallplatte. Der Einstellungswandel in den folgenden Jahren rückte die Frauenfigur der Carmen mit ihrem unbändigen Freiheitsdrang und ihrem Beharren auf dem Primat der Empfindung in den Vordergrund, und auf einmal wurde daraus ein frühes Paradigma weiblicher Emanzipation.

Die Annahme, dass der Opernregisseur unserer Tage dem Publikum die notfalls gewaltsame Herstellung aktueller Zeitbezüge schulde, beruht auf einem Missverständnis und führt ins Abseits. Was hier bewiesen wird. Das beginnt bei der Hauptfigur. Diese Carmen ist bei ihm einfach ein junges Mädchen in leuchtend roter Robe, das auf dem Recht der freien Wahl ihrer Liebhaber bis zum verderblichen Ende besteht.

Von der unterschwelligen Dämonie dieser Figur, ihrer geheimnisvollen Neigung zu okkulten Riten, ihren dunklen Ahnungen und ihrem Fatalismus bleibt kaum etwas übrig. Andere szenische Details wie die Auftritte von Kindern, die Leuchtkugeln in Händen halten, oder die mehrfachen Trippelschritt-Paraden schwarzgekleideter Mantilla-Trägerinnen mit Handtasche bleiben, abgesehen vom optischen Reiz, ohne sinnfällige Verbindung zur Handlung.

Das Bühnenbild von Erlend Birkeland ist ebenso simpel wie praktisch: Das Paradox der Aufführung besteht darin, dass sie musikalisch ziemlich nahe an die absolute Erfüllung heranreicht. Marcus Brück gibt dem Stierkämpfer Escamillo mit dem Torerolied das wuchtige Profil, wobei die Stimme in den tiefen Lagen etwas matt klingt. Die Chöre sind mit Sorgfalt und feiner Klangabstimmung einstudiert.

Und kräftige Buhrufe für den Regisseur samt Team. Mit Wasser im Überfluss geht es aber nicht viel anders. Das widerfuhr der Deutschen Oper Berlin, als am Heiligabend des Jahres aus derzeit noch ungeklärter Ursache die Sprinkleranlage des Hauses losbrach und den gesamten Bühnenraum unter Ströme von Wasser setzte.

Ein Feuer hatte es zum Glück nicht gegeben, aber was diese Wasserflut auslöste, war nicht viel besser. Auf einen Schlag waren alle technischen Funktionen lahmgelegt, die man für eine gut funktionierende Opernaufführung benötigt. Zum Glück dauerte die Schrecksekunde nur eine kurze Frist, dann waren die Nothelfer im Einsatz und unternahmen erste Schritte zur Trockenlegung.

Einige Vorstellungen mussten abgesagt werden. Intendant Dietmar Schwarz tritt persönlich vor den Vorhang und erinnert noch einmal an den Schicksalsschlag mit dem Wasserschaden. Er kann aber auch mitteilen, dass es den gemeinsamen Anstrengungen der Helfer gelungen ist, nahezu alle dadurch verursachten Mängel wieder zu beheben, bis auf das Funktionieren der Scheinwerfer aus der Höhe des Bühnenturms.

So entrollt sich nun die Aufführung von Götz Friedrichs Inszenierung aus dem Jahre unter der auffrischenden Spielleitung von Gerlinde Pelkowski und bezaubert von Anfang an in bewährter Weise.

Im ersten Bild, dem Atelier in der Mansarde, ist von Lichtmangel nichts zu bemerken. Lediglich die am Ende durchmarschierende Wache, so meint man, wurde vor der Sintflut noch etwas besser aus der Höhe ausgeleuchtet. Das nächste Bild am Stadtrand ist sowieso von etwas düsterer Stimmung bei Schnee und Kälte geprägt, und das vierte Bild spielt wieder in einer Mansarde, die allerdings etwas anders aussieht als zu Beginn. Aber auch hier ist kein Lichtmangel festzustellen.

Die heimliche Überraschung dieser Vorstellung ist die Besetzung der Hauptpartien. Mimi ist Dinara Alieva, aus Aserbaidschan stammend, ein wunderbar klarer, hell und warm getönter Sopran, der auch die herzbewegenden Augenblicke dieser Partie überzeugend und mit dem erforderlichen Nachdruck zu vermitteln vermag.

Die Rolle ihres Partners Rodolfo singt der Armenier Liparit Avetisvan, hierorts ebenfalls ein vergleichsweise neuer Name, der aber auch schon in Sydney und London seine Meriten gesammelt hat. Den beiden zur Seite die Bohemiens Schaunard elegant und beweglich: Musettas etwas ältlichen Verehrer Alcindoro spielt mit bewährter Präsenz Peter Maus, der diese Rolle noch in der folgenden Abendvorstellung ein zweites Mal verkörpern darf.

Am Ende gibts reichen Beifall für ein gut abgestimmtes und spielfreudiges Ensemble und eine Aufführung, die den Launen der Technik erfolgreich trotzt und alle Vorzüge von Puccinis Werk überzeugend zum Klingen bringt. Fünf Akte, zahlreiche Personen, mehrere Handlungsstränge, zu allem Überfluss auch noch zwei verschiedene Textfassungen.

Regisseur Titov löst das Mengenproblem geschickt und entschlossen. Er präpariert aus den mannigfaltigen Handlungsfäden der Shakespeare-Vorlage einen Strang heraus, der sich mit der Person von König Lear und mit der existentiellen Frage beschäftigt, was eigentlich des Menschen unabdingbarer Besitz sei. Dabei bleibt die deutsche Übersetzung von Frank Günther erhalten, und deren sprachlicher Reiz trägt erheblich zur Wirkung der Inszenierung bei.

Vor den kahlen, grau getönten Wänden der Guckkastenbühne von Katharina Grof umstehen eingangs die drei Töchter des Königs, spannungsreich im Dreieck postiert, eine Anzahl schwarzer Plastiksäcke, die den Besitz des Königs symbolisieren.

Die Regie unterstreicht die Endzeitstimmung durch lange Gänge und ausgedehnte Pausen. Henning Flüsloh teilt seine Einsamkeit und bläst ihm in immer neuer Serie sarkastische Lebensweisheiten ein, die aber hinsichtlich ihrer Relevanz ebenso hinfällig sind wie alle Besitzgegenstände und alle einst wirksamen Befugnisse des Königs. Dann agiert im Hintergrund noch Edmund entsagungsvolle stumme Rolle, die Maximilian Gehrlinger aber konzentriert und mit guter Bühnenpräsenz absolviert. Der nutzt die Faszination, die er auf die beiden Erbtöchter ausübt, für allerlei pittoreske Spielchen.

Zur Bestätigung dieser heillosen Diagnose türmt Edmund am Ende die entseelten Leiber des Königs und seiner Töchter samt den vererbten Besitztümern wie einen Scheiterhaufen in der Bühnenmitte zusammen. Viel Beifall vom Premierenpublikum für eine sehr konsequente, durchaus überzeugende Variante des uralten, von ernüchternden Wahrheiten erfüllten König Lear-Mythos. Schendel führte auch Regie. Die verbindende Musik, die sich geradezu ideal in den Ablauf des Stückes einfügt, stammt von Jacques Offenbach.

Volpone Mario Ramos ist ein venezianischer Kaufmann, der es sich in den Kopf gesetzt hat, seine im Kaufmannsleben erworbenen Schätze zu verwenden, um die unverhohlene Habgier einiger seiner Mitbürger zu entlarven.

Das Stück hebt an, indem der Thespiskarren einer Schauspielertruppe auf die Bühne rollt und der spätere Mosca die Akteure vorstellt. Es klopft an der Tür, und schon nimmt der Tanz der Habgierigen seinen Anfang. Volpone liegt scheinbar sterbenskrank zu Bett, und Mosca verbreitet die Legende, jeder der Besucher könne gegen eine angemessene Gabe im fälligen Testament zum Alleinerben Volpones bestimmt werden.

Moscas Raffinesse erreicht es, dass jeder Bewerber in dem Glauben ist, der einzige zu sein, dem diese Chance geboten wird, und demzufolge ein angemessenes Investment für den Schlüssel zu dieser Erbschaft zu halten.

Corbaccios Sohn Capitano Leone Jonathan Kutzner erfährt von seiner Enterbung, und Mosca schleust ihn bei Volpone ein, damit er sich heimlich von dem dortigen Geschehen überzeugen kann. Corvino bringt seine Frau Colomba zu Volpone, und sie legt ihre Hand auf seine Stirn, was seine sofortige Gesundung zur Folge hat und alle Lebensgeister weckt. Der lauschende Leone wittert Verschwörung und versuchte Vergewaltigung. Nach einigem Hin und Her ziehen alle vor den Richter Tafano Georg Tryphon , der anhand der Zeugenaussagen feststellt, dass niemand Colomba zu nahe getreten ist.

Volpone will all den Erbschleichern einen Streich spielen und setzt Mosca als Alleinerben in das Testament, das dem Richter übergeben wird. Als sich die Täuschung offenbart, zweifeln zunächst alle die Gültigkeit des Testaments an, bis Mosca verspricht, alle Geprellten zu entschädigen, wenn sie die Gültigkeit des Testaments anerkennen. Mosca seinerseits stellt keine Ansprüche, sondern verschenkt das geerbte Kapital an die Armen.

Thomas Schendels Inszenierung läuft flott und ist ausgesprochen unterhaltsam. Viel Beifall vom begeisterten Premierenpublikum. Man muss kein Prophet sein, um dieser Aufführung eine lange Laufzeit vorherzusagen.

Die von ihm formulierte Unschärferelation dient lediglich sinnbildlich als Ausdruck für das Verhältnis zweier Menschen und den Zufall, der beide zusammenführt. Simon Stephens Schauspiel wurde in New York uraufgeführt. Regie bei der Berliner Präsentation hat Antoine Uitdehaag.

Die Bühne von Momme Röhrbein wird von halbhohen übereinander getürmten weissen Blöcken beherrscht, die jeweils zum Szenenwechsel gegeneinander verdreht werden und so stets eine neue Position zueinander einnehmen. Auf den Bühnenhorizont werden als Intervallsignal gleichzeitig Videosequenzen von laufenden Menschengruppen projiziert. In einem Londoner Bahnhof küsst sie ihn auf den Nacken mit dem Argument, sie habe ihn mit ihrem verstorbenen Mann verwechselt.

Lauter kleine Schwindeleien wie diese eine führen die beiden näher zusammen. Sie ist weder Killerin noch Kellnerin, sondern Sekretärin in einer Londoner Schule, und er ist Metzger, aber durchaus wohlhabend. Nun umkreisen die beiden einander bei wechselnden Anlässen und gewinnen so schrittweise Kontur, indem sie wie in einem Puzzle immer weitere erklärende Details über ihr Leben offenbaren. Georgie tut dies mit etwas mehr Temperament und verwandelt sich äusserlich durch wechselnde Frisuren und Kostüme, Alex wahrt die Form und leistet sich später lediglich mal eine Jeansjacke.

Sex steht dabei keineswegs im Vordergrund, auch wenn er natürlich nicht zu kurz kommt. Schliesslich stellt sich heraus, dass Georgie doch nicht ganz ohne Plan vorgeht. Sie hat einen Sohn, der nach Amerika ausgewandert ist und dort geheiratet hat.

Sie bekam von ihm einen Abschiedsbrief aus New Jersey. Beide unternehmen diese Reise, finden den Gesuchten aber nicht. Stattdessen bleibt die Frage nach ihrer Beziehung offen.

Mehr als die bisherige unverbindliche Annäherung kommt dabei aber nicht heraus. Das Stück endet, wie es begann: Beide lassen in bewunderungswürdiger Einigkeit die spezielle Atmosphäre dieser Beziehung entstehen, die aus Zufällen geboren ist und nie in festgeschriebene Verpflichtungen mündet.

Viel Beifall vom aufmerksam lauschenden Publikum für das Schauspielerduo und die suggestive Inszenierung. Lieferant der Fabel ist der amerikanische Schauspieler und Dramatiker Charles Ludlam, der von bis vor allem in New York lebte. Die deutsche Übersetzung stammt von Frank Günther.

Das Bühnenbild besteht einfach aus einem quadratischen Drahtkäfig, dessen Boden mit einer Auswahl drolliger Kuscheltiere bedeckt ist. In die Rückwand eingehakt sind verschiedene Regalelemente, die gleichfalls mit ein paar Kuscheltieren bestückt sind.

Ach ja, und in einem Fall mit einem Jugendbildnis der titelgebenden Irma Vep. Aus der ersten Begegnung von Jane und Nicodemus entwickelt sich nun eine flott voranschreitende Story, die ziemlich genau dem schmalen Grat zwischen Satire und Klamotte folgt. Die etwas unheimliche Atmosphäre auf Gut Mandacrest verbreitet sich mit Augenzwinkern über die Szene, und die ersten Verwandlungen der beiden Schauspieler belegen schon ihr souveränes Können in der Typisierung der jeweiligen Figuren. Als verschiedene Alternativen auf dem Gut durchgespielt sind und sowohl Anika Lehmann als Lord Edgar wie Thomas Bartholomäus mit Perücke als Lady Enid ihre Wandlungsfähigkeit demonstriert haben, bricht der ägyptologische Lord zu einer Expedition ins Land der Pharaonen auf, was der Handlung einen originellen Schub verleiht.

Daran knüpft sich wieder eine ganze Serie von skurrilen Situationen und überraschenden Wendungen. Das verträumte Ende der Gruselkomödie soll hier nicht verraten werden. Seither fand Meyerbeers ausufernde Story vor dem Hintergrund der Münsteraner Wiedertäuferbewegung den Weg in die europäischen Opernhäuser des





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