La Piaggia, Altopascio - Lucca

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Einfache Home Office Design Next post link. Am andern Tag erkundigte ich mich bei Wolfgang, wie er und die andern noch heimgekommen seien.

Fenster-Innenläden

Von Stephan Kainersdorfer Einen Hungerast hat jeder schon erlebt, auch ich. An den Schlimmsten mag ich mich aber noch ganz gut erinnern. Als jungen Rennfahrer trainierten wir an einem rennfreien Sonntag über eine lange Distanz.

Er wusste natürlich von allem nichts und war überrascht. Sie holte mich und die beiden Räder auf der Corceller Höhe ab und zuhause luden wir die Velos bei mir und bei Ueli ab und orientierten seine Gattin. Inzwischen hatte Ueli seine Verlegung nach Olten verlangt und das machten sie auch. Wir konnten ihn am gleichen Abend noch besuchen und anderntags war er bereits zum Scherzen aufgelegt.

Er spielte wirklich den harten Kerl. Er war zu Bedauern, denn das war wirklich ein Ereignis, das man nicht einmal seinem ärgsten Feind wünscht. Zum Schluss bemerkte er noch trocken: Nun wussten wir, dass es ihm wieder besser geht. Man teilt mir mit, dass ich für die Mexiko-Rundfahrt selektioniert wurde. Wer dachte seinerzeit schon an Renneinsätze in Übersee. Kurzfristig wird von der Sportkommission eine Sitzung in Zürich einberufen, um die bevorstehende Reise zu besprechen.

So wurden zur Sitzung weitere Fahrer zugelassen. Sportkommissionspräsident Schmid eröffnet die Sitzung mit der Bekanntmachung, dass Hans Lüthi und Kurt Kaiser, auf Grund der Resultate in den vergangenen Wochen, fest selektioniert sind.

Es sind noch 2 freie Plätze zu vergeben, wovon einer für Ruedi Zollinger vorgesehen ist. Es wurde diskutiert, wer das Team ergänzen soll. Einig wurde man nicht. Lüthi wollte unbedingt Rutschmann, Ruedi wollte seinen Patz an seinen Bruder Paul dieser erlitte im Frühjahr einen Beckenbruch abtreten. Als einziger Basler war mir klar, dass ich gegen die Zürcher Phalanx keine Chance hatte. Es wurde weiter gefeilscht.

Wie ist es möglich, dass eine Sportkommission sich in solche Diskussionen mit Fahrern einlässt? Zu guter Letzt kommt man erneut auf die Auswahl durch die Fahrer zurück. Es werden Zettel verteilt. Es kommt wie es kommen musste. Kaiser hatte lediglich nur 1 Stimme, seine Eigene. Alle Anderen hatten mindestens 2 Stimmen. Das war ja auch vorauszusehen.

Lüthi setzt neben seinem Namen denjenigen von Rutschmann auf den Zettel und umgekehrt. Schon hat jeder der Beiden 2 Stimmen. Zollinger und Scurio die Reise nach Mexico antreten. Ich musste zur Kenntnis nehmen, dass ich auf unsportliche Weise ausgebootet wurde. Nur das half mir auch nicht mehr. Lüthi gewann die erste Etappe und wurde bestraft, weil er freihändig über die Ziellinie fuhr. Weil der Rekurs abgewiesen wurde, stellten 3 Schweizer die Weiterfahrt ein.

Der Vierte gab nach der 4. Es gibt aber auch Situationen, bei denen man nicht weiss, was die Ursache ist, die sind einfach unerklärlich. Das kann sich negativ, aber auch positiv auswirken. Wir hatten uns damit beileibe keine leichte Strecke ausgesucht. Bereits nach wenigen Metern begann die lange Steigung hinauf nach Schupfart und zum Flugplatz oberhalb Wegenstetten.

Es war Anfang Mai und es wurde erstmals so richtig heiss und eingefahren waren wir auch nicht genügend. Ich war mir die grosse Hitze noch nicht gewohnt, denn ich dachte nach wenigen Kilometern bereits ans Einteilen meiner Kräfte. So konnte ich meinem bisher ebenbürtigen Partner nicht mehr folgen. Er bemerkte meine Schwäche sofort und wartete auf mich.

Dann gab es eine Schimpftirade. Ich sei ein Weichei. Wir können immer noch lockern, wenn wir dann müde sind. Ich soll mich wenigstens einmal im Leben so recht in den Hintern klemmen und zum Schluss schlug er mir aufmunternd zwar mit der Hand fest auf den Rücken. Ich weiss, dass er es nicht böse meinte, im Gegenteil, aber im Moment war es ein Schock. So musste sich ein Rennpferd vorkommen, wenn es die Peitsche oder die Sporen spürte!

Mit einer nie gekannten Wut im Bauch fuhr ich weiter, und wie! Erst in der langen Abfahrt nach Wegenstetten — Hellikon und Zuzgen liess ich ihn wieder an der Führungsarbeit teilhaben.

In der kurzen, aber ruppigen Gegensteigung bei Zeiningen konnte ich meine grosse Mühle durchtreten und musste erstmals kurz auf ihn warten. Nur wenige Meter zwar, doch war das eine gute Gelegen-heit, um Luft zu holen und auch miteinander zu reden. Ab da harmonierten wir wieder zusammen, wie selten zuvor und im Ziel waren wir zwar wie immer total kaputt, aber zufrieden, alles gegeben zu haben.

Da beim Ziel und in der Festwirtschaft keine Rangliste angebracht war, waren wir über unsere Fahrt im Ungewissen. Sicher war es ein gutes Rennen gewesen, doch die Spannung und Ungeduld blieb. Einmalig war auch, dass die Rangliste von hinten nach vorne verlesen wurde.

So ab Rang 50 hörten wir besonders aufmerksam zu, doch unsere Namen wollten und wollten nicht an die Reihe kommen.

Als der Speaker dann beim Zwanzigsten angelangt war, freuten wir uns auf einen guten Rang. Im Nachhinein ist mir immer noch nicht klar, wieso es gerade an dem Rennen so gut gelaufen ist. Wir hatten nicht mehr Kilometer in den Beinen, als in den Vorjahren. Von Pascal Schmutz Als mich Bruno anfragte, ob ich eine Episode aus meiner Rennfahrerkarriere erzählen könnte, da schossen mir gleich tausende Momente durch den Kopf.

Aber als erstes in den Sinn gekommen ist mir ein ganz spezielles Rennen, welches ich in Neuseeland während meines Trainings- und Sprachaufenthaltes bestritt.

Richtig bewusst wurde mir dies aber erst an der Startlinie, als alle mit vollgefederten Bikes da standen. Ich versuchte mich nun auf mich zu konzentrieren und siehe da, mit der Zeit lief es mir immer besser und ich konnte einen Fahrer nach dem anderen wieder ein und überholen.

Am Anfang war der Trail noch ziemlich ' flowig ', doch kurze Zeit später stellten sich mir schier unüberwindbare Absätze und Felsbrocken in den Weg. Irgendwie tänzelte ich mich durch und fuhr einige Male über meinem Limit, zum Glück nie mit der Konsequenz eines Bodenkontakts. Nun war ich richtig gierig, den derzeit Führenden einzuholen, auch wenn ich nicht wusste, wieviel Rückstand ich hatte.

Kurz vor dem Talboden und vor einer hüfthohen Flussdurchquerung sah ich ihn dann tatsächlich vor mir. Ich pushte nochmals hart und fuhr wie auf Schienen die letzten Meter auf dem Trail.

Doch plötzlich fühlte sich mein Hinterrad etwas schwammig an. Ich blieb ruhig und setzte meine Patrone an doch der Schlitz im Reifen war zu gross und die Latexmilch erzielte nicht die gewünschte Wirkung. Einen Schlauch hatte ich zwar, jedoch keine Patrone mehr. Auf eine Pumpe verzichtete ich aus Gewichtsgründen…clever gell. Nach einer gefühlten Ewigkeit, gab mir dann netterweise einer meiner Konkurrenten eine Pump e und ich setze die Fahrt, nach dem ich während meiner Reparatur von tausenden Sandflies gestochen wurde, enttäuscht fort und erreichte das Ziel mit ca.

Kaum auszudenken was passiert wäre, wenn ich das Rennen tatsächlich gewonnen und die Dollar Preisgeld eingesteckt hätte. Ein kleiner, dicker Biker. Wir nahmen gemeinsam an einer Biketour des VC Däniken teil. Nebst Frauen und Jugendlichen, waren auch die älteren Mitglieder sowie einige Biker dabei, die ganz gut in Form waren. So reihten wir uns bei der Gruppe ein, die vorhatte, die anforderungsreichste Strecke zu bewältigen. Bergauf und auf den flachen Trails im Walde konnte ich einigermassen mithalten.

Bald einmal ging es aber auf wurzligen und steinigen Wegen steil nach unten. Erhard, der Tourenleiter, war zwar ein wenig älter als ich, aber nicht nur konditionell gut in Form, sondern er war technisch sogar sehr gut beschlagen und fuhr wie ein Schwein den Berg hinunter. Meine jungen Kollegen kannten keine Furcht und konnten auch in der Abfahrt mit dem verwegen fahrenden Oldie mithalten. Ich musste aber abreissen lassen, da es mir doch ein wenig zu gefährlich schien, die Bremsen loszulassen.

Zu allem Unglück verlor ich noch meine Satteltasche, weil sich ob der Holperfahrt eine Schraube gelockert hatte. Damit verlor ich den Anschluss an die Gruppe endgültig und meine Kollegen auch aus den Augen.

Nachdem ich die Satteltasche gefunden und im Rucksack verstaut hatte, nahm ich die Fahrt wieder auf. Unten angelangt, wartete ich und rief laut nach meinen Kollegen. Doch keiner meldete sich.

Entweder hatten sie das Gerät ausge-schaltet oder sie hörten es nicht. Meine Kollegen warteten aber weiter oben auf mich, da diese vorher abgebogen waren. Als ein Wanderer daher kam, fragten sie den, ob er einen kleinen, dicken Biker gesehen habe. Wie ich später vernommen habe, war seine Antwort ein Aufsteller für mich.

Da wussten Sie, dass er mich gesehen hatte. Erste Touren im Verein. Es ist zwar schon 50 Jahre her, ist aber beruhigend, denn damit kommt wenigstens die Hoffnung auf, Alzheimer sei noch weit entfernt.

Nebst den Rennen bestritten wir bereits im ersten Jahr im Verein das Schweiz. An die erste Tour mag ich mich noch ganz genau erinnern und zwar, weil ich in einen Sturz verwickelt war. Urs fuhr in Führung liegend in einem Affenzahn die leichte Steigung nach Oberbuchsiten hinauf. Er hängte dann wirklich an, denn als er wieder loslassen wollte, konnte er nicht mehr. Sein Daumen hatte sich in der Sattelaufhängung oder wo auch immer verfangen und beide stürzten knapp vor mir.

Das sollte uns eine Lehre sein. An der zweiten Abendtour ging es zwar unblutig zu und her, doch bleibt mir auch diese in schlechter Erinnerung. Mein Strassenvelo war defekt und da ich noch ein altes Quervelo hatte, nahm ich halt dieses. Es hatte zwar, wie damals üblich, vorne nur eine Scheibe und hinten hatte ich als Junior auch nicht die grössten Gänge montiert.

Ich dachte mir, dass ich mit 49 x 16 mit den meist älteren Mitgliedern spielend mithalten könne. Die hängten mich gnadenlos ab und der Spott war mir sicher. Erst nach Oensingen warteten die Kollegen auf mich, sonst wäre ich wohl gar nicht mehr nach Hause gekommen.

Eine der folgenden Touren fand dann an einem Sonntag statt. Ohne mir genau zu überlegen, wie weit das sei, montierte ich zwei Bidonhalter am Rad. Als mich meine Eltern fragten, wo wir den heute hinwollten, gab ich zur Antwort: Meine Mutter kannte sich in Geographie wohl nicht viel besser aus, als ich.

Mein Vater hielt das für unmöglich. Das sei ja eine Tagesreise und ob wir denn da vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück seien. Ich beschwichtigte die Beiden, das werde schon mit rechten Dingen zugehen. Da wir noch kein Telefon im Hause hatten, konnte ich weder dem Fahrwart, noch dem Präsidenten anrufen, um zu fragen. Wir waren damals noch nicht so modern eingerichtet wie heute. Das Telefon installierten wir erst, als einer meiner Schwestern beim Telegraphenamt in die Lehre ging. Die andern fragte ich nicht, damit diese nicht meinten, ich habe Respekt oder sogar Angst vor der vermeintlich langen Distanz.

Die Fahrt führte über Aarburg und Zofingen nach Brittnau. Bald einmal fuhren wir in Wikon ein und machten Halt im Restaurant Adelboden. Dort war der Start zur Volksradtour. Da dämmerte es mir endlich, es ging mir nicht nur ein Lichtlein auf, sondern ein ganzer Scheinwerfer.

Da ich nichts davon erzählte, wusste auch niemand etwas davon. Es erkundigte sich auch niemand nach dem Inhalt des Rucksackes. Die meinten wohl, ich habe eine Jacke oder einen Regenschutz drin. Ich teilte den Schmaus nur mit ihm, weil er mir versprach, keinem von diesem Vorfall zu erzählen. Viele, die damals dabei waren, sind nicht mehr unter uns und die andern mögen sich ganz sicher nicht mehr daran erinnern. Hier klicken, um benutzerdefinierte HTML einzurichten. Von Boningen nach Zermatt.

Wir beschlossen, eine zweitägige Tour mit dem Rennvelo zu unternehmen. Diese sollte uns von Boningen nach Zermatt führen und dies in einem Tag. Hier wartete unser Begleitauto mit einem währschaften Znüni auf uns. Mit Bauernbrot und Schinken sowie Tee und Kaffee wurden wir verpflegt. Weiter ging die Fahrt entlang dem Thunersee bis Interlaken. Oben warteten die Begleiterinnen mit heissem Tee und Nussgipfeln sowie warmen Wolldecken auf uns. Wir befürchteten, in der Kälte richtig einzugehen.

Doch siehe da, wir waren einmal auf der glücklichen Seite. Nur wenige hundert Meter nach der Passhöhe schien die Sonne und es sollte so bleiben bis am Sonntagabend. Nach einer rasanten Abfahrt warteten wir in Gletsch aufeinander und setzten dann die Fahrt fort bis Ulrichen.

Hier hatten wir für das Mittagessen in einem Restaurant reserviert und nahmen dieses auch dort ein. Anschliessend fuhren wir entlang der Rhone bis Brig und Visp. Dort begann der lange und steile Aufstieg nach Stalden und St.

Bald splitterte sich die Gruppe auf. Jeder fuhr seinen Tritt nach seinen Möglichkeiten. Wir fanden uns dort wieder und fuhren mehr oder weniger gemeinsam in Täsch ein. Dieses durfte nur mit einer Sonderbe-bewilligung nach Zermatt fahren. Wir bestellten die Getränke und ich bestellte für Peter, den ich bereits draussen ankommen sah, eine heisse Ovo statt ein Bier.

Trotz der Höhe war es heiss und der Schweiss floss in Strömen. Er hatte sich auch kaum zu uns gesetzt, wurde ihm schon die Ovo serviert. Er staunte nicht schlecht, wusste aber genau, dass ihm jemand damit einen Streich spielen wollte.

Da stiess Peter die Tasse von sich und meinte dazu, er könne das leider nicht trinken, er habe eine leichte Milchallergie. Ich nahm die Ovo zu mir und bestellte ihm ein Bier, so wie er es auch getan hätte. Er lachte und schaute mich nur an und dankte.

Er wusste wohl gleich, wem der Streiche ganz schön in die Hosen gegangen war. Nach einem Trunk fuhren wir wie die wenigen Kilometer nach Zermatt und trafen dort wie geplant gemeinsam ein. Nach dem Zimmerbezug gingen wir duschen und einige liessen sich noch massieren. Mit einem Riesenappetit verschlangen wir alles, was uns aufge-tischt wurde.

In einem anderen Restaurant kehrten wir erneut ein und futterten gleich nochmals einige Kalorien nach. Am Abend hatten wir dieses wegen den Dächern der Häuser nicht mehr gesehen und noch viel später war es zu dunkel. Nach dem obligaten Bild ging es los.

Die rassige Abfahrt bis Visp gefiel mir zwar, doch traf ich dort als Letzter ein. Dort begann der Aufstieg nach Goppenstein. In den Galerien war es lärmig und ungemütlich, denn der Widerhall der Autos machte mich nervös. Dort wartete erneut das Verpflegungsteam auf uns und wir tankten auf. Via Thun und Jassbach fuhren wir locker ins Emmental hinüber und bald einmal trafen wir ein heimatlichen Gefilden ein.

Die vielen Abfahrten und wenig Gegensteigungen führten dazu, dass wir zwei Stunden früher in Boningen eintrafen, als geplant. So mussten wir uns wohl oder übel bei einem oder waren es zwei Bier in der Gartenwirtschaft des Clublokals auf den angekündigten Empfang warten.

Seit nunmehr 35 Jahren treffen wir uns zu Ausfahrten am Hüningerzoll. Damals hatte ich meine Radsportkarriere zwangsweise abbrechen müssen. Es bestand keine Aussicht um einen neuen Vertragsabschluss als Berufsrennfahrer zu bekommen. Wer einmal als Profi eine Lizenz hatte und keinen neuen Vertrag bei einer Sportgruppe abschliessen konnte musste das Rad an den berühmten Nagel hänge. Ich suchte eine Arbeitsstelle und arbeitete wieder im gelernten Beruf als Autospengler.

Vom Radfahren hatte ich erstmals genug. Wir kamen ins Gespräch, ich solle doch Morgen mit dem Rennvelo zur Arbeit kommen und am Abend hole er mich zu einer Ausfahrt ab. Ich fand, warum eigentlich nicht.

So trafen wir uns regelmässig zu Ausfahrten. Wir beschlossen am Samstag um Damit war der Grundstein gelegt. Wir organisierten weitere Fahrer egal welchem Verein diese angehörten. So war schnell mal eine Gruppe von mehreren Fahrern zusammen. Das ganze Jahr über war der Treffpunkt aktuell. Wer Lust hatte konnte kommen. Damit jeder Teilnehmer über den Streckenverlauf orientiert war fuhren wir immer die gleiche Route.

Dass immer die gleiche Strecke gefahren wurde hatte viele Vorteile. Zudem konnten abgehängte Fahrer nach Schliengen eine Abkürzung über Liel nach Kandern nehmen und waren so noch vor der Steigung zur Scheidegg die neue Spitze. Je mehr Teilnehmer um so geringer war die Chance, dass bei einer Panne oder wegen Unvermögen dem Tempo zu folgen, gewartet wurde.

Da gab es nur eines, die Abkürzung zu nehmen, oder mit einer Wut im Bauch den kürzesten Heimweg antreten. Allerdings fuhr die Spitze in Basel mit noch höchstens 5 Mann ein.

Der Rest wurde gnadenlos abgehängt. Die Tempos waren den auch sehr hoch. Oft gab es Seitenwind auf der Rheinebene nach Ottmarsheim und wir organisierten eine Doppelstaffel. Leider begriffen dies die Wenigsten, dabei ist es doch ganz einfach: Da der Wind von links kam musste jeder rechts versetzt, mit dem Vorderrad auf der Höhe der Hinterradnabe des Vordermanns fahren. Wir brauchten so natürlich mehr als die Strassenhälfte. Führungsarbeit musste jeder nur sehr kurz, in etwa nicht mal während 5 Meter Länge, leisten.

Wer länger führte brachte alles durcheinander. So gelangte man vom rechten Strassenrand, mit jeder Ablösung näher zur Strassenmitte. Dort Angelangt, sofort ablösen und warten bis man ans Hinterrad vom neuen Vordermann, dann Schritt für Schritt zurück an den rechten Strassenrand gelangte. Doppelte Staffel oder Rotationsstaffel nennt man dies. Dass es dabei Stürze gab konnte nicht verhindert werden.

Wir hatten ja einen Doktor dabei. Es gab Fälle, da musste unser Doktor zurück ins Spital radeln und konnte dort angekommen gleich die Sturzopfer operieren. Der Radsportprofessor Paul Köchli gründete die Radsportschule. Die Trainer mussten seinen Anweisungen folge leisten. Die Fahrer vom RV Basilisk konnte man nicht nur am Vereinstrikot erkennen, sondern auch an der am Lenker befestigten Uhr und am wilden zappeln mit den Kurbeln.

Trittfrequenz, Puls und Trainingsplan waren gefragt. Auf dem Lenkervorbau war ein Kleber mit Zahlen zu erkennen. Bei denen ist auch der Rechenunterricht nicht zu kurz gekommen. Mussten diese doch ihre Pulsschläge während 10 Sekunden abtasten und zählen, dann mit 6 multiplizieren. Das gleiche um die Trittfrequenz, Umdrehungen pro Minute, zu ermitteln.

Böse Zungen behaupten, dass viele Radsportschüler später eine Lehrstelle als Buchhalter gesucht haben sollen. Einige Radsportschüler begleiteten uns höchstens noch bis zu ihrem Treffpunkt nahe von Kembs. Meinen Kumpels versuchte ich dies klar zu machen. Einige wenige konnte ich überzeugen. Allerdings war dies auch mit zusätzlicher Arbeit verbunden, musste doch das Rennrad auf Starrlauf umgerüstet werden.

Für die Schwächeren ist eine Handicapform organisiert worden, dass diese zur gleichen Zeit starten mussten, aber mit einem Vorsprung von beispielsweise 5 Km und hatten demnach eine kürzere Strecke zu fahren.

Meine Freunde spotteten mich aus, dass ich an solchen Eierleserennen teilnehme. Die Radsportschule gibt es zwischenzeitlich nicht mehr.

Unsere Ausfahrten haben bis zum heutigen Datum überlebt. Nur den Treffpunkt mussten wir, wegen dem hohen Verkehrsaufkommen, an den Hüningerzoll verlegen. Das Tempo, aber auch die Teilnehmerzahl, hat merklich abgenommen. Die Steckenwahl ist nach Absprache am Treffpunkt. Zwischenzeitlich kennen wir jede Strasse und jeden Berg im ganzen Umfeld von ca. Wir fuhren von Langenthal herkommend in Einerkolonne Richtung Aarwangen. Da überholte uns ein schwarzer Kombi so knapp, dass wir alle erschraken.

Zum Glück ist niemand gestreift oder an den rechten Fahrbahn-rand abgedrängt worden. Er wusste sich nur mit einem brüsken Bremsmanöver zu helfen, einem Schikanestopp also. Phil fuhr ihm voll hinten hinein und stürzte schwer.

Bevor er jedoch auf den Beinen war, fuhren wir zu den Beiden auf. Nur dank dem Eingreifen weiterer Clubmitglieder konnten wir diese Tat verhindern. Als der Autofahrer deswegen der Polizei anrufen wollte, tönte es hinter uns: Der Polizeiposten von Aarwangen befand sich keine zwanzig Meter von der Hauptstrasse und vom Tatort entfernt.

Ein herrliches Veilchen zeichnete sich ab. Es war ein Deutscher, der das Auto voller Pflanzen geladen hatte, deshalb wollte er nach hinten gar nichts gesehen haben. Das war nur seine Ausrede wegen dem Schikanestopp. Wir rochen beim Fahrer Alkohol und verlangten einen Alkoholtest. Wir hätten nie gedacht, dass ein so lieber Mann, der keiner Fliege etwas zu Leide tun kann, für einmal so ausrasten kann. Zusammen mit Phil machten wir einen rechten Umweg, um nach Hause zu gelangen.

Seine rechte Seite war ganz aufgerissen und von seinem Aller-wertesten sah man mehr als die Hälfte rosarot hervorschimmern. Das war ihm mehr als peinlich. Pavian war das mildeste Schimpfwort, das er zu hören bekam. Der Pechvogelpreis war ihm dieses Jahr auf sicher. Allgöwer zum Chirurgen heranreifte. Die Gipsidee wurde im Gipszimmer mit folgender Anordnung betoniert: Knut stellte mir einen Stuhl hin und zwar mit der Stuhllehne gegen mich.

Aber Knut wäre nicht Knut um einen Trainingskollegen nicht zu verlieren. Somit war Knut für mich zum Nobelpreisträger nominiert. Doch hin und wieder kracht es halt doch. Sei es aus Unachtsamkeit oder weil ein Anderer einen Fehler macht. So fuhren wir an einer Schwarzbuben-rundfahrt von Dornach aus in zügigem Tempo in Einerkolonne auf der Hauptstrasse durchs Laufental. Kurz nach Laufen war mir das angeschlagene Tempo ein wenig zu hoch und ich musste mich quälen, um nicht abreissen zu lassen.

Ach, hätte ich es doch getan. Diese lagen teils auf dem Radweg. Der Ast wurde aufgewirbelt und steckte bald darauf im Vorderrad von Günther. Dieser war so überrascht, dass er nicht mehr bremsen konnte, denn er wurde jäh vom blockierten Vorderrad abgebremst. Mir ging es nicht besser.

Ich fuhr voll in Günther hinein. Ich konnte zwar auch nicht bremsen, hatte aber genug Reaktion, um mich wie eine Kugel abzurollen. So schlug ich nicht mit dem flachen Rücken auf dem harten Boden auf und es verschlug mir deswegen nicht den Atem.

Die andern hörten es zwar scheppern und krachen, doch es verging eine Weile, bis alle anhalten und zum Unfallort zurückfahren konnten. Langsam kam Günther zu sich. Er sah total zerschlagen aus. Der Rest des Gesichtes war zerkratzt und geschürft, ebenso die Knie und Ellbogen.

Vom Rennrad ganz zu Schweigen. Die Gabel war gestaucht. Nicht besser sah der grüne Alu-Rahmen seines teuren Cannondale - Rennrades aus. Es war so früh am Morgen, dass kaum Verkehr herrschte und wir kein Auto aufhalten konnten. So fuhr Beat mit seinem Rennrad so schnell wie möglich zum Start zurück, um seines zu holen. Dann fuhren wir mit dem Verunfallten ins Spital. Dort wurde er geröngt und da nichts gebrochen war, ambulant behandelt und entlassen.

Dass dieser aber gleich nach dem Ueberhol-manöver vor uns rechts abbog, ohne Zeichen zu geben, war eine Frechheit. Er streifte nämlich Jürg und sein Sturz war unvermeidlich. Zu Zweit fuhren wir dem flüchtenden Döschwo in einem Höllentempo nach. Irgendwo musste er sicher anhalten. Obwohl es leicht bergab ging, holten wir den aber nicht mehr ein. Tempo 55 oder 60 war auf längere Distanz nicht aufrecht zu erhalten. Klar, dass wir Jürg zur Kontrolle erneut ins gleiche Spital brachten.

Dort erkannten uns die Leute wieder und machten Sprüche über unser wiederholtes Erscheinen. Einer von uns war nicht auf den Mund gefallen und fragte nach Mengenrabatt. Da lachten die Dame an der Notauf-nahmestelle und sagte, dazu sei sie nicht zuständig, das sollen wir mit dem Arzt aushandeln. Es war nur ein Spruch und wir liessen es sein, denn wir waren alle froh, dass auch in diesem Falle nichts gebrochen war und das Sturzopfer gleich ambulant behandelt und wieder entlassen werden konnte.

Protokoll eines Sturzes Modifiziert Gruppenleiter Werni mahnt zur Vorsicht wegen vieler und massiver Schlaglöcher. Die Gruppe fährt los und wie üblich warte ich zusätzlich noch ca. Nach wenigen Kurven hole ich sie bereits ein und überhole in einem Zug die in einer Perlenschnur aufgereihte Kolonne.

Ich möchte so schnell wie möglich ins Hotel zurück fahren. Die Gruppe setzt sich in Bewegung und ich fahre in der Gruppe noch 40 Km, also fast 2 Stunden praktisch ohne grosse Schmerzen zurück nach Giverola. Sofort noch schnell geduscht und dann zu Physiotherapeut Ali, dieser meint der Ellbogen müsse genäht werden und bestellt mir ein Taxi nach Tossa ins Ambulatorium.

Nähen war nicht nötig, Die Wunde wurde gut gereinigt und gut verbunden. Einfach eine tiefe Fleischwunde. Es wird alles wieder OK werden! Und die Moral von der Geschicht, in einer Abfahrt schläft man nicht! Die Behandlung im Ambulatorium in Spanien war gratis, das wird irgendwie unter Tourismus abgebucht.

Im folgenden Jahr, überbrachte ich dem Ambulatorium Schweizer Schokolade und bedankte mich für die tadellose Versorgung. Damit war für mich das Thema Giverola erledigt. Auf den Touren kehren wir meistens beim Wendepunkt oder beim höchsten Punkt in einem Restaurant ein, um uns einen Schluck zu genehmigen, aber auch um den Tourenbogen zu unter-schreiben. Wenn die Serviertochter die Bestellung aufnahm, hatten wir einen Kollegen und Spassmacher, der fast immer einen Spruch fallen liess.

Sie antwortete dann meistens mit ja, er aber bestellte eine Cola. Er bestellte einen Zweier Pitralon. Die meisten Servierdüsen wussten nicht einmal was das ist und bemerkten, dass sie dieses Getränk nicht führen. Dann bestellte er halt ein Rivella oder etwas anderes. Als ich einmal in einem Geschäft eine Flasche Pitralon sah, kaufte ich diese. Es war mir schon damals klar, was ich damit vorhatte. Auf der nächsten Tour gab ich mein Velo schnell einem Kollegen ab zum Versorgen.

Einen anderen bat ich, den Witzbold ein wenig abzulenken und aufzuhalten. Als diese bejahte, erklärte ich ihr in wenigen Worten, dass vermutlich einer von uns wieder einmal einen Zweier Pitralon bestellen werde.

Ich gab Ihr die Flasche und setzte mich zu den andern. Die meinten, ich käme vom WC oder vom Händewaschen. Es kam so, wie wir gehofft hatten. Kollege Lustig kam mit bestellen an die Reihe und bestellte prompt einen Zweier Pitralon. Die Frau blieb cool und nahm die Bestellung dankend entgegen. Ohne Fragen, rein nichts. Wir waren gespannt und er wohl noch mehr. Das war ihm noch nie passiert, was die wohl verstanden hat?

Und siehe da, sie brachte ein Glas und eine Flasche Pitralon dazu. Das hatte er wohl nicht erwartet. Wir beharrten darauf, dass er wenigstens einen Schluck davon trinken müsse. Erst nach langem Flehen und Bitten, liessen wir uns dazu erweichen, von unserer Forderung abzusehen.

Seither haben wir den blöden Spruch nie mehr gehört. Das ist gleich, wie jemand immer wieder denselben Witz erzählt. Doch war weit und breit kein Signal oder ein Hinweis darauf zu sehen. Die Hindernisse waren erst sichtbar, wenn man unmittelbar davor stand fuhr.

Hansjörg hatte als Vorderster die beste Reaktion von uns allen und hob seinen Hintern und sprang einfach darüber, so wie er es an den Quers gelernt hatte. Ich sah jedoch das Hindernis zu spät und donnerte voll hinein. Wir waren gar nicht schnell unterwegs, denn wir suchten nach den Hinweistafeln zur Volksradtour in Rheinfelden. Kaum zu glauben, wie viele Steinchen ich mir aus Knie und Ellbogen herauspicken konnte.

Der Helm war entzweigebrochen und den Velocomputer hatte ich auch verloren. Der war nicht mehr auffindbar. Dieser jammerte gleich drauflos, so viele Heft-pflaster habe er gar nicht bei sich. Hauenstein fuhr ich wie in Trance. Zu Hause erschrak meine Gattin nicht wenig, als ich ganz zerschlagen auf-tauchte.

Sie holte sofort die Schnapsflasche hervor und ich zog mich aus, weil ich meinte, sie wolle mich nochmals desinfizieren. Sie musste aber zuerst einen Hochprozentigen trinken, um den Schock zu überwinden. Nach dem Duschen und der nochmaligen Reinigung der Wunden, ging es mir ein wenig besser. In der Nacht und am Morgen reinigte ich die Wunden selbst nochmals und zwar mit Pitralon. Das war das schärfste Rasierwasser, das ich finden konnte. Es brannte nochmals fest, aber anderntags ging ich bereits wieder mit einem elastischen Verband an den Armen und Beinen auf die Tour.

Die Bewegung tat mir gut, denn es bildete sich kein Schorf und nur wenige Wochen später sah man fast nichts mehr. Will zwar nicht behaupten, dass ich mit diesen Beinen einen Schönheitswettbewerb gewonnen hätte, so viel bilde ich mir auch nicht ein, aber zufrieden mit dem Ergebnis war ich allemal. Einen Arzt suchte ich deswegen nie auf. Dieser hätte wohl an meiner Selbstprozedur keine Freude gehabt.

Sowohl im Vorfeld dieses megagrossen Anlasses, als auch die Rennen selber, waren eine Schlammschlacht sonder-gleichen…….. Ich habe den Bibeltext leicht abgeändert und behaupte deshalb: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ich an dieser Geschichte etwas erfunden, gelogen oder abgeändert habe, auch wurde nichts bewusst weggelassen. Nun, von ganz vorne: Er hatte schon einige kantonale und nationale Rennen organisiert, doch das war nun von weit grösserem Kaliber.

Etwas noch nie Dagewesenes, die WM in Hägendorf, meinen Bürgerort und dort, wo ich geboren und aufgewachsen war. Ich erinnere mich noch an jedes Detail, obwohl ich ausnahmsweise nichts mit der Organisation zu tun hatte. Für einmal wollte ich nur als zahlender und geniessender Zuschauer dabei sein. Der Organisator war nicht über alle Zweifel erhaben und hatte nicht den besten Ruf, denn er schlug sich mit der Organisation von Lottomatches und anderen dubiosen Geschäften mehr schlecht als recht durch, zudem hatte ich wenige Jahre vorher wegen ihm einen grossen finanziellen Schaden erlitten.

Und wenn ich gross sage, meine ich wirklich gross! Aus diesem Grunde war ich für alles Geld dieser Welt und trotz vielem gutem Zureden für ein Mithelfen an diesem Anlass nicht zu bewegen. Ein seriöser Verein, der schon viele Int. Quers erfolgreich durchgeführt hatte und erst noch solvent war.

Viele redeten Georg K. Doch es fruchtete alles nichts. Er bot und bot, bis er zuletzt alleine dastand und für die sagenhafte Summe von Fr. Die Safenwiler hatten vor, nicht mehr zu bieten, als budgetiert und auch möglich war. Sie sahen es realistisch und steigerten sich im Gegensatz zum Hägendörfer nicht in einen Rausch hinein. Der grosse Unbekannte war der Dritte im Bunde.

Er habe den guten Riecher für lukrative und geldbringende Geschäfte, wurde ihm angedichtet. Das kann man aber verstehen wie man will. Er machte einfach alles zu Geld, auf welche Art auch immer, ohne dahinter etwas Schlechtes zu sehen! So wurde seine Werbeagentur mit dem Marketing beauftragt. Der lange Rede kurzer Sinn: Metaxa, sein Produkt, war ein griechischer Branntwein und Werbung für Alkohol im Sport war damals schon verboten.

So wurde er nicht zugelassen und die Organisatoren hatten bereits vor dem Rennen Schulden in Hülle und Fülle, denn das Budget ging von mehr als einer Million Franken aus. Das war nicht mehr nur durch die Zuschauereinnahmen zu bewerk-stelligen. Diese diente als breite und lange Zielgerade, zudem hatte es jede Menge an Parkplätzen.

Wie mir ein Dabeigewesener ver-sicherte, waren die Soldaten mit viel Elan und Freude bei der Arbeit, obwohl es kalt und dreckig war, tiefster Winter einfach. Sie waren mit der Gegen-leistung des Veranstalters mehr als zufrieden. Zu den Rennen selber: Am Samstag trugen die Junioren und Amateure ihre Titelkämpfe aus. U23 sowie Damen waren an einer WM noch nicht im Programm. Auf einer schweren und durch den vielen Regen und Schnee aufgeweichten Strecke schwang der Schweizer Thomas Frischknecht klar obenaus und dies erst noch vor den Augen seines Nationaltrainers Kurt Bürgi, dieser ebenfalls aus Hägendorf.

Was war das für ein furioser Start der Eidgenossen. Er liess Grosses erahnen und erhoffen und die zahlreich auf-marschierten Fans erwarteten auch am Sonntag bei den Profis ein ähnlich gutes Abschneiden. Der Einheimische und von uns be-sonders lautstark unterstützte Dieter Runkel kam auf den guten und ehren-vollen 7. Irgendwann war dann sowohl die Kraft, als auch die Moral nicht mehr vorhanden zu mehr. Am Sonntag glich der Parcours einer Motocross-Strecke.

Braun in braun und hie und da ein Grashalm, aber nicht grün oder hellgrün, sondern einfach ein bisschen weniger braun als die Umgebung. Das war für die oder den Betroffenen kein Zuckerschlecken mehr und mehr als unangenehm. Wer jedoch an so vielen Quers dabei war, weiss sich zu helfen. Zudem trugen wir den Kafi fertig im Wärmebe hälter auf dem Rücken mit uns. Einer trug diese Last und der andere bediente den Auslasshahn am Rücken und führte die Becherli mit sich.

Das Rennen der Profis hatte es in sich. Es schneite und regnete einmal mehr und die Fahrer mussten noch längere Strecken zu Fuss zurücklegen als üblich. Der deutsche Mike Kluge hatte sich bereits vor dem Rennen gegen die vielen Laufpassagen ausgesprochen und malte sich das Gesicht nach Art der Indianer bunt an und protestierte so, indem er gegen die Fahrrichtung marschierte und fuhr, wo es halt eben möglich war.

Mit einem Blitzstart begann das Rennen und der geschlossene Pulk bog in die Wiese ab. Nur der über jährige Hans Muller, ein schweizerisch-australischer Doppelbürger, kam bereits weit abge-schlagen als Letzter in den Dreck. Er wurde aber von allen bewundert und erntete sicher ebenso viel Beifall wie die Spitzenfahrer. Bereits nach der ersten Zielpassage konnte man die Gesichter der Fahrer nicht mehr erkennen, nur wenig später waren auch die Startnummern völlig verdreckt.

Eine weitere Runde später waren die so farblich unterschiedlichen Trikots nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Wenn hie und da etwas Rotes hervorguckte, dann war ein Eid-genosse darunter zu vermuten, sah man etwas Hellblaues oder etwas Gelbes, steckte sicher ein Belgier drin und kam etwas Azzurblaues zum Vorschein, durfte von einem Italiener ausgegangen werden. Hie und da sah man etwas Oranges, dann war das wohl ein Holländer, der sich durch den Schlamm kämpfte.

Die weissen Trikots der Deutschen sowie viele andere waren gar nicht mehr zu erkennen. Noch vor Rennhälfte konnte sich der Schweizer Pascal Richard ein wenig absetzen. Die Spannung stieg ins Unermessliche. Konnte der Romand durchziehen? War er nicht doch ein wenig zu früh losgefahren?

Der mehrfache Weltmeister Albert Zweifel war zwar auch ein ausge-zeichneter Läufer, doch war er damals bereits 39 Jahre alt und der grosse Altersunterschied machte sich mehr und mehr für ihn negativ bemerkbar. Man glaubte es kaum, denn als der Führende vermeintlich letztmals beim Ziel vorbei kam, zeigte die Uhr erst 59 Minuten und 48 Sekunden an. Die Zeitmessung war allerdings für die Fahrer erst nach Passage der Ziellinie sichtbar.

Dennoch, der in Führung liegende Richard konnte und durfte nicht absichtlich bremsen, um dann nur noch eine Runde zurücklegen zu müssen, denn von hinten drohte Gefahr. So fuhr er voll zu und die Jury zeigte ihm noch zwei zu absolvierende Runden. War das aber hart für die Fahrer! Die Kommissäre handelten nicht nach gesundem Menschenverstand, sondern strikte nach Reglement.

So war denen im juristischen und sportlichen Sinne im Nachhinein nichts vorzuwerfen. Der Sieger war lange unterwegs. Wir waren begeistert von den gezeigten Leistungen und die Fahrer schlotterten auf dem Podest. Zum Glück konnte ich mich kurz danach in meinem Elternhaus in Hägendorf am Ofen aufwärmen und trockene Kleider anziehen. Ob ich mir noch eine heisse Ovo genehmigte oder ob es doch ein weiteres Kafi fertig war, weiss ich nach so langer Zeit wirklich nicht mehr. Das wäre eigentlich das Ende der Geschichte, doch diese ging weiter.

Noch jahrelang las man davon in der Zeitung. Auf Intervention des Betreibungsamtes und eines Mitorganisatoren erschien die Polizei auf dem Platze und beschlag-nahmte die Kassen, mit den Einnahmen aus dem Billetverkauf. Einzig bei der Tombola und in der Festwirtschaft soll es mit rechten Dingen zugegangen sein.

Die Eintrittsbillets mussten nur wenige Tage vor dem Rennen nachgedruckt werden, weil Fälschungen aufgetaucht waren.

Wie viel dabei Sartori die Finger im Spiel hatte, ist nicht bekannt. Er selbst hat es ganz sicher nicht angezündet. Diese hätten schweizweit angebracht werden sollen.

Aus Zeit- oder Geldmangel verliessen diese aber das Lager nie. Einzig die Landwirte kamen nicht zu kurz. Die Strecke zeigte sich bald einmal im hellen Grün, war doch der Boden so gut umgewühlt worden, dass es das gesäte Gras umso besser spriessen liess. Einzig viele verlorene Schuhe oder umgekrempelte Schirme und vom Sturmwind weggewehte Mützen mussten noch zusammen gelesen und entsorgt werden.

Ganz zum Schluss hatte ich aber doch noch Grund zur Freude: Meine liebe Frau und viele andere Kollegen gratulierten mir dazu, dass ich da nicht voll hineingeschlittert war. Ich hatte meine Lehre daraus gezogen und kann andern Veranstaltern und vor allem den Helfern nur dazu raten, sich das vorher zu überlegen und zwar: Thomas Frischknecht, SUI 2. Maik Müller, BRD 3. Es kam alles, wie gehabt. Weit hinten und oft zuhinterst im Felde hatte ich Mühe, mitzuhalten. Als ich etwa zwanzig Meter auf den letzten Fahrer des Feldes verloren hatte, kämpfte ich weiter, statt mich überrunden zu lassen und erst dann wieder voll zu fahren.

Ich hatte viel zu wenig Erfahrung in den Kriterien, um effizienter zu sein. Auf alle Fälle ärgerte ich mich darüber, dass in der Zielkurve, kurz hinter dem Feld, jeweils zwei Mädchen in jeder Runde über die Strasse sprangen.

Sie behinderten mich zusätzlich. Statt ein wenig aufzuholen, musste ich nochmals abbremsen und kam meinem Ziel, dem Ende des Feldes, nie näher. Beide trugen kurze Leder-Minijupes und es juckte mich in den Fingern. Genau auf den Po, weder auf den Rücken noch anderswo hin.

Ab dieser Runde hatte ich Ruhe und freie Fahrt, spürte allerdings meine Handflächen noch rundenlang. Sie spürte sicher auch etwas und hatte nachher wohl Sitzbeschwerden? Dieses Jahr wird er 80 Jahre alt und ist schon lange dabei. Er ist mir nicht nur durch seinen trockenen Humor und sein enormes Wissen aufgefallen, sondern hin und wieder durch unerwartete Antworten und Reaktionen. Kaum einer nennt ihn Wolfgang, für uns ist er der Wölfli.

Wir haben viele schöne und lustige, aber auch lange und harte Touren zusammen gefahren. Bis vor wenigen Jahren machte er noch aktiv mit und konnte oft überraschend gut mithalten.

Von Aarburg bis Luzern war es zwar stark bewölkt, doch bereits ab Meggen fing es ununterbrochen an zu regnen. So etwas hatten wir noch nie erlebt. Patschnass wie die Bisam-ratten trafen wir nach passieren der Axenstrasse in Flüelen ein. Wetter hin oder her, wir mussten nach Hause. Da die meisten der Anwesenden nach Aarburg, Oftringen oder Safenwil mussten, fuhren wir alle über Oberentfelden und Safenwil.

Das war wohl zu viel auf einmal. Bei der ersten kleinen Steigung vor Safenwil hatte ich den Krampf und musste abreissen lassen und absteigen. Da dies in dem Moment passiert, als ich an hinterster Position fuhr, sah es keiner und die anderen warteten deshalb nicht auf mich.

Wölfli wie er leibt und lebt. Nach wenigen Momenten konnte ich wieder aufsteigen und nach Hause fahren, es war nun nicht mehr weit. Zudem war es kein Zuckerschlecken, denn die Tour fand an unserem Hochzeitstag statt und die ganze Familie wartete aufs Abendessen. Ich war wieder einmal viel später dran, als vorgesehen. So äugte ich im Keller um die Ecke und fragte meinen Schwiegersohn, wie oben die Stimmung sei. Kannst ruhig hereinkommen, die sind froh, wenn Du ganz nach Hause kommst, lautete die Antwort.

Von all dem hatten wir unterwegs gar nichts mitbekommen. Für uns alle war dies ein einmaliges Erlebnis. Dieser Stempel in die Volks-radtourenkarte war mehr als verdient. Am andern Tag erkundigte ich mich bei Wolfgang, wie er und die andern noch heimgekommen seien. Er informierte mich darüber und fragte zum Schluss, ob ich zum Pinkeln abgestiegen sei. Er hatte mich zwar gesehen, aber nur an diese Möglichkeit gedacht. Es wäre ihm nie in den Sinn gekommen, dass er mit bald 70 Jahren, mich regulär abgehängt hatte.

Lustige und schöne Touren. Velofahren ist nicht immer nur lustig. Wer an einem Rennen vorne mithalten will, muss beissen können — Abgehängte allerdings noch mehr! Auch auf langen und harten Touren gilt es oft, den inneren Schweinehund zu überwinden. Ob es regnet oder schneit, bei Kälte oder grosser Hitze, ob im starken Gegenwind oder an einer langen und steilen Rampe, es ist nicht immer lustig.

Von den vielen Defekten oder sogar Stürzen will ich nicht schreiben, nein, diesmal sind es andere Ereignisse, die mir in Erinnerung geblieben sind und zwar in guter und lustiger Erinnerung.

Als wir vor vielen Jahren die grosse Scheltentour über km fahren wollten, vereinbarten wir den Treffpunkt auf 7 Uhr morgens. Einem meiner Club-kollegen war das viel zu früh. Da auch ältere und schwächere Mitglieder mitzukommen gedachten, meinte er, das reiche noch lange, wenn wir erst um halb acht losfahren. Die hätten wir bereits am Schelten eingeholt. So sagte ich zu und war dann ganz baff und muff dazu, dass ich um halb acht alleine am Treffpunkt war.

Er hatte sich nicht nur verschlafen, sondern kam gar nicht mit. So fuhr ich alleine los. Mit einer kleineren Wut im Bauch fuhr ich mal über Balsthal nach Ramiswil. Dort war ein Bauer am Gras mähen. Ich fragte diesen, wie weit die Anderen wohl voraus seien. Er meinte, das wäre sicher eine Viertelstunde her oder etwas mehr, dass er meine Kollegen gesehen habe.

So wusste ich, dass ich immerhin etwas aufgeholt hatte. Ich brachte alle aufs Bild. Ich versicherte ihm, dasjenige Bild, wo er drauf sei, sei sicher gut geworden.

Er sei so langsam an mir vorbei gefahren, dass da ganz sicher nichts verwackelt oder verzerrt sein könne. Zusammen mit Franz erklomm ich den Rest der Steigung und zwar so langsam, dass uns plötzlich ein Bauer auf seinem rostigen und quietschenden Damenvelo ein- und überholte. Wir waren natürlich nicht motiviert, als dieser an uns vorbeifuhr. Für ein paar Batzen hätte man unsere Rennräder billig kaufen können. Nach wenigen Metern bog er jedoch zu seinem Bauernhof ab. Da lachten wir doch noch, denn er war wohl erst kurz hinter uns vom Feld auf die Strasse abgebogen und nur wenige Meter gefahren.

Das wäre dann doch eh der Gipfel gewesen, wenn uns der durch die ganze Schlucht hinauf auf den Fersen gewesen wäre. Auf dem höchsten Punkt kehrten wir im Restaurant Les Ercorcheresses ein, um sich zu verpflegen. Das Wirtepaar war wohl ebenso alt wie das Haus selber und machte es sich gemütlich.

Der Sohn servierte uns die Getränke, die Wirtin sass bei uns am Tisch und hatte ein kleines Hündchen in den Armen, das kaum grösser war als eine Katze. Ein Wort gab das andere und als wir nach dem Hündchen fragten, gab sie uns Antwort. Seinen Namen weiss ich nicht mehr und auch nicht, wie alt er war. Sie erklärte uns, dass ihr Hund singen könne. Grönland, der Färöer und Deutschland. Die Läden werden an der Innenseite der Fensteröffnung montiert, und durch die kippbaren Lamellen kann man leicht selbst entscheiden, wie viel Lichteinfall gewünscht ist — oder ob das Licht ganz ausgesperrt werden soll.

Diese Innenläden kombinieren die Vorzüge der exotischen Atmosphäre des Südens mit den gewünschten Eigenschaften der Abschirmung, exklusiven Fenstergestaltung und hochwertigem, natürlichem Material und stellen somit eine sehr attraktive Alternative zu Gardinen dar. Alles ist bis ins letzte Detail durchdacht.

Jedes Produkt wird unter Berücksichtigung der besonderen Eigenschaften des Holzes hergestellt. In bester dänischer Handwerkstradition, gepaart mit höchster Präzision, wird jede einzelne Lamelle von fachkundiger Tischlerhand bearbeitet und montiert. Je nach Wunsch liefern wir entweder in Natur oder auch mit gelaugter oder lackierter Oberfläche. Gegen Aufpreis sind weitere Farben lieferbar.

Ein Set besteht aus 4 Läden, wobei je 2 Läden miteinander verbunden werden, die dann links und rechts in der Fensteröffnung befestigt werden. Wir liefern ohne Aufpreis die Befestigungen aus, die wir mit Ihnen abgestimmt haben.

Rahmen 21 x 55 mm, Lamellen 8 x 42 mm. Ab einer Höhe von 1. Die Lage dieses Mittelholms ist variabel. Für Produkte, die nicht auf diesen Seiten ersichtlich sind, erstellen wir Ihnen selbstverständlich gern ein individuelles Angebot.

Kopie, Veränderung oder von uns nicht. Alle Bilder können in dem mit uns vereinbarten Zusammenhang verwendet werden. Dansk Deutsch Norsk Svenska. Alle Fensterläden werden individuell gefertigt, ausgerechnet für diesen Kunden oder diese Kundin.





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