Golf von Mexiko: Shell evakuiert Arbeiter wegen Tropensturms

Der britische Ölkonzern BP will eine neue Bohrinsel im Golf von Mexiko errichten. In das Projekt „Mad Dog 2“ sollen umgerechnet 8,4 Milliarden Euro fließen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Überlebende berichten jetzt über ihre Erfahrungen. Juli im Internet Archive. Vorfälle dieser Art gelangen nur selten zügig an die Öffentlichkeit. September im Internet Archive In:

Shell evakuiert Arbeiter wegen Tropensturms

04/12/ · Im Jahr erlangte die Ölplattform „Deepwater Horizon“ traurige Berühmtheit. Durch eine Explosion stand die gewaltige Bohrmaschine im Golf von Mexiko .

Jason Anderson lässt einen weiteren Drucktest durchführen und ist sich sicher: Die Ergebnisse sind eine Fehlmessung. Die Arbeiten laufen weiter. Alle Ventile werden verschlossen. Als die Plattform nach zwei Tagen infolge des Brandes versank, brach das Steigrohr und die Kohlenwasserstoffe Erdöl und Erdgas konnten ungehindert ins Meer strömen. Man spricht von geschätzten Millionen Litern Rohöl, das in den folgenden 86 Tagen aus dem Steigrohr ausströmten.

Tausende von Vögeln starben, weil ihr Gefieder ölverklebt und ihre Atemwege und ihre Lungen von Ölpartikeln und anderen giftigen Dämpfen verseucht waren. Um atmen zu können, müssen sie an die Wasseroberfläche, geraten automatisch in den Ölteppich und atmen Ölpartikel und giftige Stoffe ein. Im Katastrophenjahr zählte man bereits Ende April 37 Tiere, im gesamten Jahr waren es , sogar Untersuchungen zeigten, dass die meisten davon vom Öl selbst vergiftet worden waren.

Ein Viertel der Delfine war sogar von den sehr gefährlichen Brucella-Bakterien befallen. Zusammenfassend sterben Wale und Delfine nicht nur an den Giftstoffen, die sie einatmen, sondern auch durch die, die sie mit der Nahrung aufnehmen, und zusätzlich auch aufgrund ihres geschwächten Immumsystems.

Ebenso schlecht geht es den Fischen: Das Öl versiegelt die Kiemen und blockiert damit die Atmung. Die einst wunderschönen und vielfältigen Korallen wurden mit einer klebrig flockigen ölhaltigen Schicht überzogen, starben ab und zersetzten sich bis auf die Skelette. Millionen abhängiger Organismen, wie beispielsweise Krabben, Krebse, kleine Fische oder einfach nur Einzeller war damit ihre Lebensgrundlage entzogen. Nicht nur in der Fauna, sondern auch in der Flora, der Pflanzenwelt richtet das organische Material Erdöl massive Schäden an:.

Plankton wird bei geringsten Mengen an Öl vermehrungsunfähig. Überall in der Welt wird in der Tiefsee gebohrt, die Geschäfte mit dem Schwarzen Gold laufen bestens. Dabei sollte nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko alles anders werden: Das Unglück auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" vom Danach gelobte die Branche Besserung in puncto Sicherheit.

Seitdem betonen Ölkonzerne, sie seien emsig bemüht, das Bohren in der Tiefsee sicherer zu machen. Doch Experten für internationale Energiemärkte fällen ein anderes Urteil und glauben, dass sich der Kurs der Ölbranche kaum verändert habe - die Risiken der Ölförderung seien nach wie vor hoch. Öl und Gas entwichen in ernstzunehmenden Mengen.

Dabei handelt es sich um Auszüge aus einer Datenbank, die nach der Explosion auf der Bohrinsel "Piper Alpha" im Juli eingerichtet wurde. Es war das bisher schwerste Unglück auf einer Bohrinsel: Laut "Guardian" untermauern die Dokumente, dass bei den Ölkonzernen noch immer kein neues Sicherheitsdenken herrscht: Allein in den Jahren und hat es demnach mehr als hundert Unfälle gegeben, bei denen entweder Menschen zu Schaden kamen oder Öl und Gas in die Nordsee strömten. Die Lecks wurden von der Behörde entweder als "bedeutend" oder "erheblich" eingestuft.

Über die Details der Vorfälle berichtet der "Guardian" jedoch nicht. So seien Gaslecks, solange sie sich in sicherer Entfernung von der Bohrinsel ereigneten und kontrolliert abgefackelt würden, nichts Ungewöhnliches, sagt Steffen Bukold, Leiter eines unabhängigen Beratungsbüro für internationale Energiemärkte.

Der Ölexperte entdeckt in dem Bericht wenig Überraschendes. Dennoch räumt er ein, dass in vielen Fällen von Transparenz der Ölindustrie keine Rede sein könne. Vorfälle dieser Art gelangen nur selten zügig an die Öffentlichkeit. Im Mai etwa konnte in der Nordsee ein Bohrunfall wie im Golf von Mexiko nur in letzter Sekunde verhindert werden. Wie gefährlich der Zwischenfall seinerzeit tatsächlich war, stand erst viele Monate später in einem Bericht der norwegischen Behörde für Sicherheit in der Ölindustrie.

Demnach war es nur einem "glücklichen Umstand" zu verdanken, dass es zu keinem Ölausbruch auf dem Meeresboden oder einer Explosion kam. Der Bericht der norwegischen Behörde strafte damals Aussagen einer Reihe von Vertretern der europäischen Ölindustrie Lügen, die sich nach dem BP-Unfall überzeugt gezeigt hatten, dass es in Europa zu solchen Unglücken wie auf der "Deepwater Horizon" nicht kommen könne. Anführer der Unglücksliste sind dem "Guardian" zufolge zwei Plattformen. Seit verrichtet die Plattform vor der Küste Schottlands ihren Dienst und gilt unter Kritikern deshalb als längst überholungsbedürftig.

Mit sieben Lecks in nur zwei Jahren steht sie an Platz eins der Liste, was Shell nicht von seinen Beteuerungen abbringt.

Im gleichen Jahr war demnach auch eine Untersuchungskommission zu dem Entschluss gekommen, dass der Unfall auf der Plattform "Brent Bravo" im Jahr , bei dem zwei Arbeiter ums Leben gekommen waren, hätte verhindert werden können - durch die Reparatur eines Lochs in einer verrosteten Pipeline.

Shell wehrt sich gegen die Vorwürfe: Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen und haben in den vergangenen Jahren mehr als eine Milliarde Dollar in für die Verbesserung der Anlagen in der Nordsee investiert. Vier von fünf Plattformen waren nach einem Bericht der britischen Umwelt- und Energieaufsichtsbehörde nicht ausreichend auf ein Öl-Leck vorbereitet, Mitarbeiter für den Ernstfall nicht ausreichend geschult.





Links:
Beschreiben, wie Gantt-Diagramme verwendet werden | Doppelte Chart Darts | Massive offene Online-Kurse (Moocs) aufkommende Trends in der Bewertung und Akkreditierung | Laufleistung 2019 | Zukünftige wissenschaftliche Berateranwendung | Hoch bewerteter Zahnplan | Devisenhandel | Derzeitige Hypothekarkredite von 15 Jahren | Wie man mit einem Auto handelt, das sich bezahlt macht |