Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten


Trotz einiger Vorbehalte aus dem konservativen Parteiflügel der Südstaaten, speziell gegen Roosevelts vermeintlich freundliche Politik gegenüber Afroamerikanern , forderte kein demokratischer Politiker den Präsidenten um die Kandidatur der Partei offen heraus. Es kam nun zu einer längeren Phase linker Verfassungsrechtsprechung.

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Er sah sich zunächst den Gegenkandidaturen von Alfred E. Obwohl Roosevelt bereits im ersten Wahlgang eine Mehrheit der Stimmen erhielt, konnte er sich die notwendige Zweidrittelmehrheit der Delegiertenstimmen erst im vierten Wahldurchlauf sichern. Garner zog seine Bewerbung nach dem dritten Wahlgang zurück und wurde folgend als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten aufgestellt. Zu dem aus dem Nordosten der USA stammenden, progressiv und linksliberal eingestellten Roosevelt schien der Texaner Garner eine sinnvolle Ergänzung, um den konservativen Parteiflügel zu befrieden.

Die Republikaner stellten erneut den amtierenden Präsidenten Herbert Hoover auf. Da es Hoover aber nicht gelungen war, mit seiner Politik die Wirtschaftskrise effektiv zu bekämpfen, war er in der Bevölkerung sehr unbeliebt. Anders als Hoover gelang es Roosevelt, im Wahlkampf Optimismus zu verbreiten. Bei der Präsidentschaftswahl am 8.

Roosevelt selbst wurde nicht getroffen, allerdings kamen vier Menschen ums Leben, darunter auch der Bürgermeister von Chicago , Anton Cermak. Ob Roosevelt oder Cermak das eigentliche Ziel des Attentats war, ist bis heute umstritten.

Nach seinem Wahlsieg trat Roosevelt sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten am 4. Seine erste Amtseinführung war die letzte, die an einem 4. Seit wurde dieser Termin auf den Januar nach der Wahl festgelegt. In sein Kabinett berief Roosevelt eine Reihe von bedeutenden Persönlichkeiten, die sein politisches Programm unterstützten. Das Amt der Arbeitsministerin übernahm mit Frances Perkins , die sich sehr für soziale Projekte engagierte, erstmals in der amerikanischen Geschichte eine Frau.

Sie blieb während der gesamten Präsidentschaft Roosevelts auf ihrem Posten. Marineminister wurde ebenfalls Frank Knox , der sogar Vizepräsidentschaftskandidat von Roosevelts Herausforderer Alf Landon war. Seit dem Börsencrash vom Oktober hatte sich die Wirtschaftsleistung erheblich verringert und die Arbeitslosigkeit war auf einem Rekordniveau. Zahlreiche Banken und Unternehmen waren bankrott.

Viele Menschen verloren ihren Arbeitsplatz und gar ihr Obdach, vereinzelt gab es sogar Hungertote. In der Tat gelang es ihm, binnen weniger Monate eine Reihe umfassender Reformen durch den Kongress , in dem seine Partei nun über klare Mehrheiten verfügte, zu bringen. Roosevelt selbst erfreute sich hoher Popularität in der Bevölkerung; durch seine als Kamingespräche bekannt gewordenen Radio-Ansprachen wandte er sich direkt an das amerikanische Volk, um seine Politik zu erklären.

Unmittelbar nach Wiedereröffnung der Banken erhöhte sich der Einlagenbestand um eine Milliarde Dollar. Während selbst in der Zeit vor der Weltwirtschaftskrise mehr als fünfhundert Banken pro Jahr zusammenbrachen, [17] waren es nach weniger als zehn pro Jahr. Mit diesem Gesetz wurde ein Trennbankensystem eingeführt.

Geschäftsbanken wurden riskante Wertpapiergeschäfte verboten. Das für die Realwirtschaft bedeutsame Kredit- und Einlagengeschäft der Geschäftsbanken sollte so von risikoträchtigen Wertpapiergeschäften getrennt werden, die zukünftig spezialisierten Investmentbanken vorbehalten blieben.

In dieser Zeit ging es überwiegend um langfristige Lösungen. Da die Krise vor allem Senioren schwer getroffen hatte, waren bis eine Reihe von Sozialhilfeprogrammen der Einzelstaaten zur Linderung der Not finanziell durch die Roosevelt-Administration aufgestockt worden. Ein entsprechendes Gesetz wurde im Sommer vom Kongress angenommen und am August des Jahres von Roosevelt unterzeichnet.

Mit der Verabschiedung des Social Security Act wurden in den Vereinigten Staaten erste Sozialversicherungen auf Bundesebene eingeführt eine Reihe von Bundesstaaten verfügten bereits über Sozialversicherungen , so die Rentenversicherung Social Security , eine Witwenrente für die Angehörigen der Opfer von Industrieunfällen und Hilfen für Behinderte sowie für alleinerziehende Mütter. Weiterhin wurden Bundeszuschüsse zu den in Verwaltung der Einzelstaaten betriebenen Arbeitslosenversicherungen eingeführt.

Zur Finanzierung wurde eine neue Steuer die Payroll tax eingeführt, mit der ein Arbeitgeberanteil und ein Arbeitnehmeranteil an die Staatskasse abgeführt wird.

Roosevelt hatte auf einer separaten Steuer bestanden, damit die Einnahmen nicht für andere Zwecke verwendet werden können. Morgenthau berief sich darauf, dass die Sozialversicherungen unbezahlbar würden, wenn diese Bevölkerungsgruppen als typische Geringverdiener ebenfalls Versicherungsleistungen erhielten. Innenpolitisch gilt die Einführung der Sozialversicherung als eine der bedeutendsten Leistungen Roosevelts. Auch die Einführung einer öffentlichen Krankenversicherung war zunächst nicht mehrheitsfähig.

Roosevelt hoffte aber, dass der Social Security Act zu einem späteren Zeitpunkt erweitert werden könnte. Johnson als auch unter Präsident Barack Obama verabschiedet. Sowohl Johnson als auch Obama beriefen sich dabei auf Roosevelts Erbe.

Auch Roosevelts Nachfolger Harry S. Truman sowie Bill Clinton in den er Jahren traten für Erweiterungen der Sozialversicherung in diesem Bereich ein, scheiterten aber an den Konservativen im Kongress. Im Wahlkampf hatte sich Roosevelt für eine Rücknahme der seit bestehenden Prohibition ausgesprochen. Auch die tatsächliche Umsetzung erwies sich als praktisch unmöglich; viele Gaststätten schenkten im Illegalen dennoch Wein , Bier , Sekt oder Spirituosen aus. Dezember hob die Ratifizierung des Zusatzartikel, der alkoholische Getränke verbot, wieder auf.

Roosevelts Stellung in der Demokratischen Partei war bis unangefochten, so wurde er in diesem Jahr einstimmig zur Wiederwahl nominiert. Auch Vizepräsident John Nance Garner wurde, obwohl er mit dem New Deal nie richtig warm wurde, zur Befriedung des konservativen Parteiflügels aus den Südstaaten ein zweites Mal aufgestellt. Roosevelt warb im Wahlkampf für eine Fortsetzung seines New Deal.

Der Amtsinhaber attackierte die Republikaner dennoch scharf und warf ihnen vor, seine Reformen zurückdrehen zu wollen. Meinungsumfragen sagten irrtümlicherweise zunächst ein knappes Wahlergebnis voraus, doch am Wahltag, dem 3.

November , siegte Roosevelt erdrutschartig. Auch der Stimmenanteil in der Bevölkerung war das bis dato beste Resultat bei einer Präsidentschaftswahl. Seither konnte lediglich Lyndon B. Seine Wiederwahl verdankte Roosevelt einer breiten Zustimmung aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen, was lange Zeit als New Deal Coalition bezeichnet wurde. Auch der mehrheitlich konservative Süden, traditionell eine Hochburg der Demokraten was sich später umkehrte , stimmte geschlossen für ihn.

Roosevelt begann seine zweite Amtszeit am Es war die erste Vereidigung, die an einem In seiner zweiten Amtszeit konzentrierte sich Präsident Roosevelt mehr darauf, die bisherigen Reformen des New Deal zu verstetigen und zu festigen, und weniger auf die Ergänzung neuer Programme. Wegweisend war hier die Einführung des bundesweiten Mindestlohns den Bundesstaaten steht es aber frei, höhere Mindestlöhne gesetzlich zu bestimmen. Die Einführung eines Mindestlohns ist von einem bedeutenden Zitat Roosevelts geprägt: Der Oberste Gerichtshof war nach Roosevelts Regierungsübernahme überwiegend mit Richtern besetzt, die von republikanischen Präsidenten berufen wurden.

So wurden von den auf Lebenszeit ernannten Richtern immer wieder progressive Gesetze für verfassungswidrig erklärt. Zu diesem Zeitpunkt hoffte Roosevelt noch, dass einer der Richter in Ruhestand gehen würde und die Mehrheitsverhältnisse durch eine neue Richternominierung geändert werden könnten. Nachdem weitere Gesetze, wie das Mindestlohngesetz des Bundesstaates New York, für verfassungswidrig erklärt worden waren, kam Roosevelt zur Überzeugung, dass der Oberste Gerichtshof alle wesentlichen Teile des New Deal kassieren würde und das Prinzip der Gewaltenteilung zwischen Judikative und Legislative zugunsten der Judikative faktisch unterlaufen wolle.

Sogar der ehemalige Präsident Hoover kritisierte die Entscheidungen als einen zu weitgehenden Eingriff in legislative Kompetenzen. So sah ein von ihm vorgelegtes Gesetz eine Kompetenz des amerikanischen Präsidenten vor, für jeden über jährigen Richter, der sich weigerte, in Ruhestand zu gehen, zusätzliche neue Richter zu ernennen. Dennoch erhöhte sich auch ohne die Umsetzung der Vorlage der öffentliche Druck auf die Richter. Richter Owen Roberts , der zuvor häufig mit den Four Horsemen gestimmt hatte, stimmte nun mit dem progressiven Flügel des Gerichts.

Auch das Mindestlohngesetz des Staates Washington blieb in Kraft. Der Historiker David M. Kennedy geht davon aus, dass die zunehmende öffentliche Kritik an der Rechtsprechungspraxis der Four Horsemen und der erdrutschartige Wahlsieg Roosevelts im November bei der Änderung der Rechtsprechung eine Rolle gespielt haben.

Es kam nun zu einer längeren Phase linker Verfassungsrechtsprechung. Ab verschärften sich die Spannungen zwischen dem konservativen Parteiflügel aus den Südstaaten und dem progressiven Flügel um den Präsidenten. Beginnend im Herbst kam es vorübergehend zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung und wieder zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Mitverantwortlich für diese Erscheinung war auch die Weigerung des Präsidenten, die staatlichen Investitionen weiter zu erhöhen, da er an einem ausgeglichenen Staatshaushalt festhielt und Deficit spending ablehnte. Konservative Politiker aus beiden Parteien waren darüber hinaus nicht für zusätzliche Steuern zu gewinnen, denen Roosevelt für obere Einkommen positiv gegenüberstand der Spitzensteuersatz wurde jedoch bereits in seiner ersten Amtszeit substanziell angehoben.

Roosevelt war überzeugt, dass die weltweiten imperialistischen Überdehnungen der USA den revolutionären Ursprungsidealen seines Landes zuwiderliefen. Die kooperativen, gutnachbarschaftlichen und gleichberechtigten Austauschbeziehungen der ländlichen Gemeinden Amerikas untereinander waren das Modell, nach dem die USA unter Roosevelt auch die internationalen Beziehungen eingerichtet wissen wollten. Dies machte den Präsidenten zwangsläufig zu einem natürlichen Antagonisten der europäischen Diktatoren Adolf Hitler und Benito Mussolini sowie des japanischen Kaiserreiches.

In seiner weltweit aufsehenerregenden Quarantäne-Rede vom 5. Dabei nannte er diese Staaten nicht explizit. Angesichts der isolationistischen Stimmung in Kongress und Bevölkerung, die seit dem Ende des Ersten Weltkrieges vorherrschte, lehnte er jedoch eine direkte Beteiligung seines Landes im Falle eines Krieges ab.

Diesem sollten sich auch die weltweiten industriellen und die Finanzinteressen der amerikanischen Konzerne unterordnen:. We have learned to be citizens of the world, members of the human community.

Wir haben gelernt, Bürger der Welt zu sein, Mitglieder der menschlichen Gemeinschaft. August wurde Roosevelt über den in der Nacht zuvor unterzeichneten Hitler-Stalin-Pakt unterrichtet. Der Vertrag war um zwei Uhr in der vorhergehenden Nacht am August mit Datum vom Roosevelt wurde jedoch über eine durch Hitler und Stalin vorgesehene Aufteilung der Staaten Osteuropas nicht unterrichtet.

Nach dem Einmarsch in Polen durch die deutsche Wehrmacht im September intensivierte er seine Beziehungen zur britischen Regierung, speziell zu Winston Churchill , der im Mai Premierminister seines Landes wurde. Churchill und Roosevelt begannen besonders nach der Invasion des Dritten Reiches in Dänemark, den Niederlanden und Frankreich eine rege Korrespondenz, um Möglichkeiten einer Zusammenarbeit gegen Hitler zu erörtern.

Beide Staatsmänner entwickelten in den folgenden Jahren eine enge persönliche Beziehung, obwohl es in Fragen der britischen Kolonialpolitik zu Differenzen kam.

So verstand sich Roosevelt stets als Gegner einer imperialen Politik speziell jener der Briten ; eine Haltung, die er bereits durch seine Good Neighbor Policy gegenüber den Ländern Lateinamerikas zum Ausdruck gebracht hatte. Doch noch war Roosevelt, besonders angesichts der bevorstehenden Wahlen, nicht bereit, ein militärisches Eingreifen auch nur zu erwähnen, obgleich er schon eine schrittweise Aufrüstung der US-Streitkräfte autorisiert hatte.

Verfassungszusatz , der eine gesetzliche Begrenzung auf zwei Wahlperioden vorsieht, wurde erst erlassen. Dennoch hatte bis kein Präsident mehr als zwei Amtsperioden absolviert, was in erster Linie auf den ersten Präsidenten George Washington zurückging, der allen Nachfolgern empfahl, nicht mehr als zwei Wahlperioden zu regieren.

Roosevelt gab bis zum Frühjahr kein bindendes Statement ab, ob er nochmals antreten werde. Viele Demokraten waren nun nicht nur zu dem Schluss gekommen, dass Roosevelt am besten geeignet sei, das Land in den Zeiten weltpolitischer Spannungen zu führen, sondern dass der beim Volk weiterhin sehr populäre Präsident auch die besten Chancen hatte, seiner Partei erneut zum Sieg zu verhelfen.

Zwar gab es vereinzelt innerparteiliche Kritik, doch Roosevelt setzte sich auf dem Parteitag im Sommer ohne Probleme durch, obgleich sich seine Hoffnung, einstimmig nominiert zu werden, nicht erfüllte. Als Vizepräsidentschaftskandidat wurde der bisherige Landwirtschaftsminister Henry A. Wallace aufgestellt, der anders als Roosevelts bisheriger Stellvertreter John Nance Garner ein bekennender Liberaler war. Garner, der eine dritte Kandidatur Roosevelts ablehnte, hatte sich seit mit dem Präsidenten aufgrund von Differenzen um den New Deal überworfen und strebte selbst die Kandidatur der Partei an, musste sich allerdings auf dem Parteitag in einer klaren Entscheidung gegenüber Roosevelt geschlagen geben.

Die Republikaner stellten überraschend den politischen Quereinsteiger Wendell Willkie auf, der nie zuvor ein politisches Amt bekleidet hatte. Im Wahlkampf sprach sich Willkie daher für eine Beibehaltung des New Deal aus, allerdings wolle er ihn weniger bürokratisch, effizienter und wirtschaftsfreundlicher gestalten.

Willkie griff den Präsidenten vor allem für seine Bestrebung nach einer dritten Amtszeit an. Roosevelt verwies während der Kampagne auf die innenpolitischen Erfolge seiner Reformen.

Unterdessen versprach er, den europäischen Verbündeten mehr militärische Unterstützung zukommen zu lassen. Willkie beschuldigte den Präsidenten, das Land nicht ausreichend auf die Bedrohung durch die Achsenmächte vorzubereiten. Am Wahltag, dem 5. Obwohl sich die Republikaner von ihren schweren Verlusten erholten, konnte sich Roosevelt erneut klar durchsetzen. Die Republikaner konnten vor allem im Mittleren Westen und Teilen Neuenglands punkten, während der Rest des Landes überwiegend für den Amtsinhaber stimmte.

Roosevelts dritte Amtszeit wurde vom Zweiten Weltkrieg überschattet, sodass die Innenpolitik keine so bedeutende Rolle spielte wie in den ersten Jahren seiner Regierung. Diese Entwicklung war vor allem auf dem Arbeitsmarkt zu beobachten: Vor allem entlang der Westküste entwickelte sich eine prosperierende Rüstungsindustrie , was zudem eine umfassende Bevölkerungswanderung in Richtung Westen vor allem Kalifornien auslöste.

Angesichts der wieder stark expandierenden Wirtschaft unternahm Roosevelt während seiner dritten Amtszeit mehrere Versuche, den Spitzensteuersatz zu erhöhen, um so neben Sozialprogrammen vor allem die kriegsbedingte Aufrüstung finanzieren zu können. Dabei stellte er konkret das Recht eines jeden Einzelnen auf eine Arbeitsstelle, einen zum Leben ausreichenden Lohn, eine menschenwürdige Unterkunft, Krankenversicherungsschutz, soziale Absicherung im Alter sowie eine gute Ausbildung heraus.

Eines der bedeutendsten Gesetze aus Roosevelts dritter Wahlperiode war das sogenannte G. Bill , das der Präsident am Mit diesem Gesetz wurde Angehörigen von Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg dienten, umfassende finanzielle Hilfe zuteil. Auch für heimkehrende Soldaten wurden beträchtliche Programme initiiert, die eine gesellschaftliche Wiedereingliederung und Ausbildungshilfe vorsahen auch eine Reihe von Bundesstaaten riefen derartige Programme ins Leben.

Dennoch war er gegenüber Militärhilfen für die Briten noch vor den Wahlen zögerlich. In seiner State of the Union Address vom 6. Das ist keine Vision eines fernen tausendjährigen Reiches. Es ist eine feste Grundlage für eine Welt, die schon in unserer Zeit und für unsere Generation verwirklicht werden kann. Dieser Vorschlag wurde binnen kurzer Zeit angenommen; Roosevelt unterzeichnete das Gesetz am Es erlaubte dem Präsidenten künftig, jedem Staat, den er bedroht sah, militärische Ausrüstung ohne sofortige Bezahlung zu verleihen oder zu verpachten.

Davon profitierte vor allem das Vereinigte Königreich; nach dem deutschen Einfall vom Juni kam aber auch der Sowjetunion erhebliche Hilfe zu. Die amerikanischen Lieferungen leisteten einen wichtigen Beitrag für die Kriegsführung der Alliierten. Roosevelt hoffte, durch die umfassende militärische Hilfe zunächst eine direkte Kriegsbeteiligung der USA vermeiden und so die Leben amerikanischen Soldaten schonen zu können.

Bereits nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion Unternehmen Barbarossa im Juni sicherte Roosevelt den Sowjets jede erdenkliche Unterstützung an Kriegsmaterial zu, um den Angriff abzuwehren. Sein Ziel war es, ein Eingreifen der Vereinigten Staaten auf dem europäischen Kriegsschauplatz zu verhindern, um so keinen Zweifrontenkrieg führen zu müssen. Roosevelt begann nun intensiv mit dem Aufbau der Anti-Hitler-Koalition , indem er nicht nur seine Korrespondenz mit dem britischen Premierminister Winston Churchill verstärkte, sondern auch die Möglichkeiten einer engeren Kooperation mit der Sowjetunion auslotete.

Im Sommer entsandte er seinen engen Vertrauten und Berater Harry Hopkins nach Moskau, der sich in persönlichen Gesprächen mit dem sowjetischen Diktator Josef Stalin über eine intensivere Zusammenarbeit beider Staaten beriet. Trotz der fundamentalen Gegensätze im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen System zwischen den USA und der Sowjetunion war Roosevelt der Überzeugung, die Achsenmächte Deutschland , Japan und Italien könnten nur gemeinsam mit den Sowjets niedergerungen werden.

Auch war er der Auffassung, der künftige Weltfriede hinge in erster Linie von guten Beziehungen zwischen den beiden neuen Supermächten ab. Damit unterschied er sich in gewisser Weise von seinem Verbündeten Churchill, der die Kooperation mit Moskau als reines Zweckbündnis ansah.

Anders als später landläufig angenommen, war jedoch die Beziehung Roosevelts zu Churchill keineswegs von völligem Einvernehmen in allen Themen geprägt. Roosevelt, der stets das Selbstbestimmungsrecht der Völker propagierte, verstand sich als Gegner des britischen Kolonialismus.

In diesen Fragen kam es immer wieder zu Differenzen zwischen den beiden Regierungschefs. Die Vereinigten Staaten waren anfangs neutral, jedoch änderte sich ihre Haltung in den folgenden Jahren wegen des Panay-Vorfalls sowie sich häufender Berichte über japanische Gräueltaten zugunsten Chinas.

Als dies nicht die gewünschte Wirkung hatte und Japan im Juli weitere Truppen in Indochina stationierte, verhängte der Präsident am In den folgenden Monaten verschärften sich die Spannungen zwischen den beiden Ländern. Nach dem japanischen Überfall auf Pearl Harbor am 7.

Roosevelts Wahlversprechen, nicht aktiv, inklusive des Einsatzes von Kampftruppen, in den Konflikt einzugreifen, war nun obsolet geworden.

Die Mehrheit der Historiker widerspricht diversen Verschwörungstheorien , die besagen, Roosevelt und andere Mitglieder seiner Regierung hätten vom bevorstehenden Angriff der Japaner gewusst, ihn jedoch bewusst zugelassen, um so einen aktiven Kriegseintritt der USA zu legitimieren. Damit wollte man eine eventuelle japanische Verschwörung verhindern. In Europa sollte durch amerikanische und britische Truppen eine zweite Front eröffnet werden, während die so entlastete Sowjetunion das Deutsche Reich vom Osten her angreifen sollte.

Unterstützt wurden die US-amerikanischen Streitkräfte von chinesischen Einheiten, die sich unter Führung Chiang Kai-sheks der japanischen Besetzung von Mandschukuo und weiter Teile der chinesischen Küstenregion widersetzten.

Auf dem pazifischen Kriegsschauplatz gelang es jedoch den US-Einheiten, die neben chinesischen auch von britischen Verbänden unterstützt wurden, zunächst nur schwer, nennenswerte Geländegewinne zu erzielen.

Wie Churchill und Roosevelt schon Ende Dezember mit zögerlicher Zustimmung Stalins verabredet hatten, sollten britische und US-amerikanische Einheiten in Marokko landen, um von dort aus das deutsche Afrikakorps in Libyen vom Westen her in die Zange zu nehmen. Eisenhower endete binnen weniger Wochen mit einem klaren Sieg für die Alliierten.

Churchill schlug nun vor, das Deutsche Reich vom Mittelmeer aus anzugreifen, um so zunächst das mit dem NS-Regime verbündete Italien niederzuringen. Der Präsident zeigte sich beim Treffen der beiden auf der Konferenz von Casablanca im Januar nicht willens, diesem Unterfangen zuzustimmen. Auch Stalin, der eine Einladung zur Konferenz aus kriegsbedingten Gründen ablehnen musste, zeigte sich wenig angetan vom Vorschlag des britischen Regierungschefs.

Wie auch Roosevelt forderte er einen Angriff auf die Deutschen unmittelbar vom Atlantik aus. Stalin schlug daher eine Invasion der Westmächte in Frankreich vor. Roosevelt, obwohl er wie Stalin die Deutschen an der französischen Atlantikküste angreifen wollte, zögerte diese Invasion jedoch aus zwei Gründen hinaus: Erstens bedurfte es einer sehr detaillierten Planung für eine solche Invasion an der militärisch sehr gut gesicherten Küste; andererseits war er sich darüber im Klaren, dass die hohen Verluste an der Ostfront das Leben amerikanischer Soldaten schonen würden.

Anders als im Ersten Weltkrieg hatten sich die Alliierten darauf verständigt, den Krieg bis zur bedingungslosen Kapitulation der Achsenmächte fortzuführen. Während sich der Krieg auf dem pazifischen Schauplatz trotz wachsender Erfolge der USA hinzog, konnten in Europa mehr und mehr militärische Erfolge erzielt werden. Auch die Rote Armee konnte die Deutschen zunehmend zurückdrängen.

Trotz hoher Verluste auf beiden Seiten erwies sich die Operation als voller Erfolg: Nun war eine zweite Front gegen die Wehrmacht eröffnet; sowohl Briten und Amerikaner als auch die Sowjets konnten die deutschen Verbände jetzt rasch zurückdrängen. Ab Herbst zeichnete sich der Sieg der Alliierten nach und nach ab; die Deutschen gerieten immer mehr in die militärische Defensive.

Damit wurde unweigerlich die Frage der Nachkriegsordnung aufgeworfen. November bis zum 1. Es war die erste persönliche Begegnung zwischen Roosevelt und dem sowjetischen Machthaber Josef Stalin.

Während Churchill gegenüber Roosevelt seine Sorge zum Ausdruck brachte, Stalin könne in den von seiner Armee eingenommenen Gebieten ein totalitäres System einrichten, beschwichtigte er den Premier:.

Stalin bestand bei den Gesprächen in Teheran darauf, jene polnischen Gebiete zu behalten, die er sich im Zuge des Hitler-Stalin-Pakts von unter Gewaltanwendung angeeignet hatte. Roosevelt und Churchill hatten schon seit derartige Pläne diskutiert.

Die Vision des Präsidenten war es, eine weltweite Organisation zu schaffen, mit deren Hilfe künftige Konflikte auf diplomatischen Wegen gelöst werden könnten. Stalin gab seine Zustimmung, da die Mitgliedschaft im Weltsicherheitsrat seinem Land einen Platz am Tisch der mächtigsten Nationen gab. Ferner konnte Roosevelt dem sowjetischen Herrscher die Zusage entlocken, sich am Krieg gegen Japan zu beteiligen.

Die UdSSR würde, so der Plan, spätestens drei Monate nach der deutschen Kapitulation dem Kaiserreich Japan den Krieg erklären und in der japanisch besetzten Mandschurei einmarschieren, um so amerikanische Truppen im Pazifik zu entlasten.

Dabei köderte Roosevelt Stalin mit japanischen Gebieten entlang der pazifischen Festlandküste Asiens. Roosevelts Finanzminister Henry Morgenthau schlug vor, Deutschland nach dem Sieg der Alliierten in einen Agrarstaat umzuwandeln, um so zu verhindern, dass von Deutschland je wieder ein Angriffskrieg ausgehen könnte.

Der Morgenthau-Plan gelangte jedoch nicht in ein konkretes Planungsstadium. Präsident Roosevelt stimmte zwar der vollständigen Entwaffnung Deutschlands und der Zerstörung der gesamten Rüstungsindustrie zu, allerdings verwarf der Präsident den Morgenthau-Plan im Oktober Stattdessen, so der Präsident, solle die Ideologie des Nationalsozialismus vernichtet, die NS-Funktionäre für ihre Taten bestraft und Deutschland ein demokratischer und friedlicher Rechtsstaat werden.

Um dauerhaften Frieden auf dem Kontinent zu erreichen, sprach er von der Notwendigkeit des europäischen Einigungsprozesses. Truman Morgenthau als Finanzminister. Es wurde unter anderem die Einteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen vereinbart auch Frankreich wurde eine Zone zugestanden. Die Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn und Fritz Strassmann in Berlin beschwor in der amerikanischen Wissenschaftsgemeinde die Erkenntnis einer nuklearen Bedrohung herauf.

Daher appellierten sie an den Präsidenten, die Forschung und Entwicklung einer amerikanischen Atombombe voranzutreiben. Roosevelt nahm diese Befürchtungen sehr ernst, woraufhin wenig später das streng geheime Manhattan-Projekt ins Leben gerufen wurde. Tatsächlich kam der Bau einer Nuklearwaffe in Deutschland nie in ein konkretes Entwicklungsstadium; in den Wirren des Krieges hatte Hitler ein derartiges Vorhaben fallengelassen.

Die amerikanischen Forschungen, an denen auch das Vereinigte Königreich eng beteiligt war, wurden jedoch mit dem Bau von Kernwaffen erfolgreich abgeschlossen. Roosevelt selbst erlebte jedoch den Test der ersten Atombombe Juli nicht mehr, ebenso wenig wie den unter Harry S. Truman erfolgten Einsatz der Bombe gegen Japan.

Ob Roosevelt im Falle seines Weiterlebens ebenfalls zur Verwendung der Waffe gegen Japan bereit gewesen wäre, gehört zu den viel diskutierten Fragen der Geschichtswissenschaft. Anders als gab es im Vorfeld der Präsidentschaftswahl keine Zweifel über Roosevelts erneute Kandidatur. Trotz einiger Vorbehalte aus dem konservativen Parteiflügel der Südstaaten, speziell gegen Roosevelts vermeintlich freundliche Politik gegenüber Afroamerikanern , forderte kein demokratischer Politiker den Präsidenten um die Kandidatur der Partei offen heraus.

Truman aufgestellt, nachdem es innerhalb der demokratischen Parteiführung erhebliche Vorbehalte gegen Amtsinhaber Henry A. Wallace gab, der vielen als zu linkslastig galt.

In seiner Nominierungsrede vom Juli charakterisierte Roosevelt seinen Herausforderer als zu unerfahren und unreif für das Präsidentenamt in diesen kritischen Kriegszeiten. Als wichtigste Ziele seiner Regierung in einer vierten Amtszeit nannte er den Sieg über den Faschismus , den Aufbau einer internationalen Friedensinstitution die UNO und den Aufbau einer prosperierenden Nachkriegswirtschaft. Um Gerüchten vorzubeugen, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, bestand Roosevelt auf einer energischen Wahlkampagne.

So unternahm er ausgedehnte Reisen durchs Land, hielt mehrere Reden und fuhr in offenem Wagen durch die Städte, um Hände zu schütteln. Besonderen Eindruck machte Roosevelts Konter auf den erfundenen Vorwurf der Republikaner, der Präsident habe seinen Hund Fala während einer Truppen-Inspektionsreise auf einer Insel der Aleuten vergessen und einen Zerstörer der United States Navy ausgesandt, um ihn abzuholen, was den Steuerzahler mehrere Millionen Dollar gekostet habe.

Roosevelt zog die republikanischen Beschuldigungen bei einem Vortrag am Der Nachteil ist, dass ein Versicherter nur bei Ärzten und Kliniken behandelt wird, die dem jeweiligen Netzwerk angehören. Bei der Behandlung durch Vertragsärzte oder Vertragskliniken trägt der Versicherte aber einen geringeren Eigenanteil.

Herkömmliche Krankenversicherungen kennen demgegenüber keine Beschränkung bei der Arztwahl. Allerdings ist dies eine freiwillige Sozialleistung des jeweiligen Arbeitgebers, auf die kein Anspruch besteht, sofern sie nicht Teil eines Tarifvertrags ist. Die Zahl der Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten Krankenversicherungsschutz bieten, sinkt seit einiger Zeit.

Der Staat fördert Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Versicherungsschutz anbieten, mit einer Steuerbefreiung der Versicherungsbeiträge in der Einkommensteuer. Die Absicherung der Angestellten durch Abschluss von Gruppenversicherungen bei einer oder mehreren Versicherungen ist eine Möglichkeit, den Arbeitnehmern Gesundheitsfürsorge zuzusagen.

Ähnlich wie in Deutschland teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer üblicherweise die Kosten. Allerdings ist es üblich, dass Arbeitnehmer für in Anspruch genommene Leistungen Zuzahlungen leisten müssen.

Wenn es die Versicherungsleistungen genauso gut verwaltet wie Versicherungsunternehmen, ergibt sich ein Sparpotential; insbesondere ergibt sich die Chance, den Gewinnzuschlag der Versicherungsunternehmen zu sparen. Der Umfang des vom Arbeitgeber zugesagten Versicherungsschutzes kann insbesondere bei einer sich verschlechternden Gewinnsituation jederzeit verringert werden.

Dies ist eine Variante der Self Insurance. Auch hier erbringt das Unternehmen die Versicherungsleistungen selbst. Das Unternehmen nimmt aber die Hilfe von Versicherungsunternehmen insoweit in Anspruch, als bestimmte Verwaltungsleistungen wie zum Beispiel der Zugang zu einem Preferred Provider Netzwerk mit dem Vorteil der Kostenkontrolle im Sinne der Managed care oder das Einziehen von Beiträgen durch Versicherungsunternehmen übernommen werden.

Weiterhin wird häufig ein Stop-Loss-Vertrag mit Versicherungsunternehmen abgeschlossen, um die in einem kleineren Risikopool schlechter kalkulierbaren finanziellen Risiken zu begrenzen. Wenn ein Arbeitnehmer von einem Arbeitgeber zum nächsten wechselt, so muss er auch zu der vom neuen Arbeitgeber abgeschlossenen Gruppenversicherung wechseln.

Ein Arbeitnehmer, der sich selbständig macht, muss sich eine Direktversicherung suchen, da die über den Arbeitgeber vermittelte Versicherung mit dem letzten Arbeitstag ausläuft. Voraussetzung dafür ist in den meisten Bundesstaaten aber, dass der ehemalige Arbeitgeber mindestens 20 Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigt und dass der Arbeitgeber nicht in Insolvenz gefallen ist.

Für den ehemaligen Arbeitnehmer ergibt sich eine erhebliche Kostensteigerung, denn ein durchschnittlicher Arbeitnehmer verfügt über eine Familienversicherung für Wird beispielsweise eine alleinerziehende Frau mit einem Jahreseinkommen von SCHIP geltend gemacht werden. Die Voraussetzungen für den Bezug sind in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedlich.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Medicaid für Arbeitslose die Zahlungen aus der Arbeitslosenversicherung erhalten und keine Kinder haben zumeist nicht in Betracht kommt. Arbeitslose mit Kindern hingegen können bei einem entsprechend niedrigen Einkommen zum Bezug von Medicaid berechtigt sein. In diesem Fall sichern sich die Versicherungsgesellschaften gegen teure Risikopatienten dadurch ab, dass sie die Antragsteller einer Gesundheitsprüfung unterziehen und den Antrag im Falle von Vorerkrankungen ablehnen.

Die Gesundheitsprüfung hat den Hintergrund, dass die Versicherungen bei Vorliegen bestimmter körperlicher Zustände den Abschluss eines Versicherungsvertrages verweigern können. Gegebenenfalls wird die Versicherung auch eine ärztliche Untersuchung anordnen. In der Anwendung dieser in den Vereinigten Staaten einheitlich geltenden Regelung gibt es innerhalb der Bundesstaaten verschiedene gesetzliche Handhabungen. In einigen Staaten gilt der objective standard , danach muss der Antragsteller alle Vorerkrankungen angeben, für die er medizinischen Rat oder Hilfe erhalten hat.

In den meisten Staaten gilt hingegen der prudent person standard , danach muss der Antragsteller alle Vorerkrankungen angeben, für die er tatsächlich medizinischen Rat oder Hilfe erhalten hat, und darüber hinaus auch alle Vorerkrankungen, die soweit erahnbar waren, dass eine besonnene Person medizinischen Rat eingeholt hätte. Eine Selbstauskunft und eine eventuelle medizinische Untersuchung sind üblicherweise nur zum Abschluss eines Krankenversicherungsvertrages nötig.

In den meisten Bundesstaaten haben die Versicherungen nicht das Recht, später eine erneute Gesundheitsprüfung zu verlangen, solange die festgesetzten Beiträge immer pünktlich bezahlt werden. Dennoch ist ein Versicherter nicht selten gezwungen, nach einigen Jahren die Versicherung zu wechseln und damit erneut eine Gesundheitsprüfung zu bestehen.

Denn die Prämien können sich erheblich erhöhen, wenn sich die durchschnittliche Gesundheit der Versicherungsnehmer desselben Versicherungsprodukts verschlechtert. Dann entscheiden sich junge, gesunde Menschen für eine andere Versicherung mit niedrigeren Prämien, während die bestehenden Versicherungsnehmer älter und damit kostenträchtiger werden adverse Selektion. Oftmals legt dieselbe Versicherung immer wieder neue Produkte auf, um mit niedrigen Prämien Kunden zu werben, während ältere Versicherungsprodukte nicht mehr aktiv verkauft werden.

Mögliche Auswirkung einer Vorerkrankung ist die Versagung des Vertragsabschlusses. Einige Bundesstaaten sehen die Situation, dass etliche Menschen keinen Versicherungsschutz erlangen können, als unbefriedigend an:. Anstelle einer völligen Versagung eines Vertragsabschlusses können die Versicherungen auch fordern, dass bestimmte Risiken aus dem Versicherungsschutz ausgeklammert werden:.

Die Höhe der Beiträge zu einer Krankenversicherung bemisst sich auch nach dem Gesundheitszustand des jeweiligen Antragstellers:. Obwohl sich die Bundesstaaten und die Bundesregierung die Kosten teilen, legt jeder Bundesstaat selbst die Voraussetzungen für den Bezug von Medicaid fest. Neben Medicaid können weitere kleinere bundesstaatliche oder kommunale Hilfsprogramme für Arme bestehen. Wegen des bürokratischen Aufwands und der geringen Vergütung akzeptieren nicht alle Ärzte Medicaid-Patienten.

Anspruchsberechtigt sind Kinder, deren Eltern ein Einkommen haben, das für Medicaid zu hoch ist, aber zu niedrig, um eine private Krankenversicherung bezahlen zu können. Ebenso sind schwangere Frauen anspruchsberechtigt, deren Einkommen in diese Kategorie fällt. Die Veterans Health Administration erbringt gegenüber pensionierten Soldaten sowie kriegsverwundeten oder sozial bedürftigen Veteranen medizinische Hilfe. Nach diesem Gesetz müssen Krankenhäuser jeden Patienten akzeptieren, der als Notfall eingeliefert wird, auch wenn dieser keinen Versicherungsschutz hat und die Behandlung nicht bezahlen kann.

Die Behandlung muss mit der nötigen Intensität erfolgen, bis sich der unmittelbar kritische Zustand stabilisiert. Die Kosten für diese Behandlung übernimmt der Staat nicht, die Krankenhäuser können diese Behandlungskosten lediglich als Spenden von der Einkommensteuer absetzen. Die Krankenhäuser sind unter Umständen auch zu einem Transport im Krankenwagen verpflichtet.

Der Bevölkerungsanteil derjenigen, die keine Krankenversicherung haben, variiert je nach Volksgruppenzugehörigkeit stark. Unter den Nichtversicherten sind 8,1 Mio. Kinder und 8,0 Mio. Dieser hohe Prozentsatz kommt daher, dass sie bei der privaten oder staatlichen Krankenversicherung der Eltern mit Erreichen des Lebensjahres nicht mehr mitversichert sind.

In der privaten Krankenversicherung der Eltern besteht manchmal noch Versicherungsschutz bis zum Abschluss des College. Da diese Altersgruppe sich erst auf dem Arbeitsmarkt etablieren muss, schaffen es viele erst einmal nicht, bei einem Arbeitgeber angestellt zu werden, der ein Gesundheitsprogramm für seine Mitarbeiter anbietet. Da sie zunächst meist schlechter bezahlte Arbeit annehmen müssen, können sie sich keine eigene Krankenversicherung leisten.

Da Unversicherte nicht dieselbe Marktmacht haben wie Krankenversicherungen, sind sie nicht in der Lage, die Preise mit Ärzten oder Krankenhäusern so auszuhandeln, wie es Krankenversicherungen können. Sie müssen oftmals zweieinhalb Mal so viel für in Anspruch genommene Leistungen zahlen wie versicherte Patienten. Nach dieser Studie sterben jedes Jahr Die folgende Tabelle zeigt die Versorgung der Bevölkerung mit Erbringern medizinischer Leistungen und Infrastruktur im internationalen Vergleich: Nurse Practitioners sind besser ausgebildet als Krankenpfleger, aber schlechter als Ärzte.

Diese Fachkräfte werden hauptsächlich eingesetzt, um Kosten zu sparen, da ihre Gehälter geringer sind als die Honorare der Ärzte. Dies ergibt sich zum einen aus Effizienzgewinnen durch arbeitsteilige Spezialisierung, zum anderen aber auch aus dem erhöhten Verwaltungsaufwand, den die managed care Health Maintenance Organizations, Preferred Provider Organizations sowie das Prospective payment system bei Medicare verursachen.

Die Krankenhäuser in den Vereinigten Staaten erbringen insbesondere in den Notaufnahmen oder im Falle von Spezialkliniken auch ambulante Versorgung; in der überwiegenden Zahl der Fälle werden die Patienten aber stationär versorgt.

Private Krankenhäuser werden entweder als profitorientiert oder gemeinnützig organisiert betrieben. Gemeinnützig organisierte Krankenhäuser sind bei der Grundsteuer, der Umsatzsteuer und der Einkommensteuer steuerbegünstigt, so dass nur ca.

Viele Städte, Countys oder Bundesstaaten besitzen eigene Krankenhäuser. Diese sind zumeist auf finanziell nicht rentable Gesundheitsleistungen spezialisiert. Zum Teil befinden sie sich in dünner besiedelten Gebieten, zum Teil sind sie auf kostenintensive Behandlungen wie Traumabehandlung, psychiatrische Notfallbehandlung, Behandlung von Alkohol- und Drogenmissbrauchsfällen und die Behandlung von Verbrennungsfällen spezialisiert.

Das dem Verteidigungsministerium unterstellte Military Health System betreibt nicht nur Feldlazarette, sondern auch feste Hospitäler, in denen die aktiven Soldaten versorgt werden, darunter auch das sich in Deutschland befindliche Landstuhl Regional Medical Center.

Der Indian Health Service betreibt Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen, die Angehörigen der staatlich anerkannten Indianerstämme offenstehen. Eine relativ junge Institution sind Urgent Care -Anbieter, das sind privatwirtschaftliche Unternehmen, die niederschwellig Notfallmedizin für leichte Fälle anbieten. Zur Zielgruppe zählen u. In den Vereinigten Staaten gibt es unzählige gemeinnützige Organisationen, die medizinische Leistungen kostenlos oder zu stark reduzierten Preisen anbieten.

Oftmals handelt es sich um Organisationen, die Spenden sammeln, und bei denen sich Ärzte tageweise für einen freiwilligen unentgeltlichen Dienst melden. Vor einigen Jahren stellte Gründungsmitglied Stan Brock jedoch fest, dass Gesundheitsversorgung für einige Einwohner der Vereinigten Staaten aus finanziellen Gründen ebenso unerreichbar sei wie in Gegenden der Dritten Welt. Neben der Erbringung von Gesundheitsleistungen an Bedürftige liegt der Tätigkeitsschwerpunkt in der Ausbildung von Ersthelfern und der Gesundheitsaufklärung der Bevölkerung.

Zudem ist das Amerikanische Rote Kreuz offiziell mit dem Katastrophenschutz beauftragt. Die Vereinigten Staaten sind in der medizinischen Forschung führend. Eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Organisationen überprüfen Risiken für die öffentliche Gesundheit sowie die Qualität von Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Es gibt eine staatliche Aufsicht über den Inhalt von Krankenversicherungspolicen, die von Bundes- und Landesbehörden gemeinsam ausgeübt wird.

Niedergelassene Ärzte werden durch bundesstaatliche Gesundheitsämter überwacht. Diese veröffentlicht auch ihre Ergebnisse. Hintergrund ist, dass viele Amerikaner, insbesondere solche, die bei einer HMO versichert sind, misstrauisch sind, dass ihre Krankenversicherung im Ernstfall bereit ist, die gerade benötigte Gesundheitsleistung abzudecken. Allerdings wird dieses bisher nur von einer geringen Zahl von Versicherungsnehmern zu Vergleichszwecken herangezogen, da die Auswertungen schwer zu interpretieren sind.

Das National Committee for Quality Assurance bemüht sich daher, den Vergleich noch weiter zu vereinfachen. Die Bewertung von Gesundheitssystemen ist schon länger ein Forschungsgegenstand der Gesundheitswissenschaft. Im Jahr legte die Weltgesundheitsorganisation WHO Ziele fest, an denen sie nationale Gesundheitssysteme misst, und führte einen internationalen Qualitätsvergleich durch.

Als Ziele, an denen die Gesundheitssysteme gemessen werden sollen, wurden definiert:. An diesen Zielen wurde auch das Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten gemessen. In den folgenden Abschnitten werden die Hauptergebnisse dieser Studie dargestellt.

Da die Datenbasis der World Health Report Studie aus stammt, werden diese Ergebnisse soweit möglich durch aktuellere Studien ergänzt. Weiterhin werden weitere themenverwandte Studien dargestellt. Ebenso sind die Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheitsversorgung erheblich gestiegen: Als ein weiterer Grund wird angeführt, dass Nichtversicherte und solche Versicherungsnehmer, die für medizinische Untersuchungen hohe Zuzahlungen leisten müssen, aufgrund der damit verbundenen Kosten oftmals akut notwendige Behandlungen hinauszögern oder Vorsorgeuntersuchungen nicht in Anspruch nehmen.

Dadurch würden sie öfter schwerere Krankheitsformen und häufiger Komplikationen erleiden, was die Kosten für Heilbehandlung in die Höhe treibt.

Fälle von Einweisung in ein Krankenhaus, die bei rechtzeitiger Behandlung vermeidbar wären, treten bei Unversicherten vier Mal häufiger auf als bei krankenversicherten Personen. Nach einer Studie des McKinsey Global Institute sind die hohen Kosten nicht auf eine im internationalen Vergleich überdurchschnittliche Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen zurückzuführen.

Danach nehmen die US-Bürger beispielsweise weniger Medikamente zu sich und haben kürzere Krankenhausaufenthalte als Europäer oder Kanadier. Die hohen Kosten seien einerseits auf höhere Preise für Gesundheitsleistungen [68] [69] und andererseits auf hohe Verwaltungskosten der privaten Krankenversicherungen zurückzuführen: Krankenversicherungen kalkulieren eine Gewinnspanne, haben hohe Werbungs- und Maklerkosten sowie einen hohen Verwaltungsaufwand für die Prüfung von Vertragsabschlüssen und von Versicherungsnehmeransprüchen.

Als ein weiterer Grund für die hohen Kosten wird das amerikanische Rechtssystem diskutiert. Aufgrund des amerikanischen Jury -Systems kommt es gelegentlich zu sehr hohen Schadensersatzverurteilungen, die sich weit überwiegend auf nichtphysische Schäden wie seelische Grausamkeit und Punitive damages beziehen.

Es wird vermutet, dass viele Ärzte aus Angst vor Schadensersatzklagen sehr vorsichtig behandeln defensive medicine , insbesondere mehr Radiologische- und Laboruntersuchungen in Auftrag geben als notwendig, oder sich häufiger für einen Kaiserschnitt entscheiden. Inwieweit sich dies finanziell auswirkt, ist aber umstritten. Die Vereinigten Staaten erreichten Platz Dabei ist festzustellen, dass eine regional und sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen besteht: Ein Grund für eine verkürzte Lebenserwartung des ärmeren Teils der Bevölkerung ist mangelhafter Krankenversicherungsschutz.

Nichtversicherte und solche Versicherungsnehmer, die für medizinische Untersuchungen hohe Zuzahlungen leisten müssen, zögern aufgrund der damit verbundenen Kosten oftmals akut notwendige Behandlungen hinaus oder nehmen Vorsorgeuntersuchungen nicht in Anspruch.

Da einige Krankheiten, wie beispielsweise Krebs, im fortgeschrittenen Stadium häufig bereits unheilbar sind, resultiert hieraus auch eine relativ niedrigere Lebenserwartung dieser Bevölkerungsgruppe.

Nicht nur für die Unversicherten, sondern auch für viele einkommensschwache Einwohner, die über eine Krankenversicherung verfügen, besteht eine Versorgungslücke bei zahnärztlichen Leistungen. Bei privaten Krankenversicherungen sind zahnärztliche Leistungen häufig nicht im Leistungsumfang inbegriffen. In den Fällen, in denen sie im Versicherungsumfang mit umfasst sind, müssen oft hohe Zuzahlungen vom Versicherungsnehmer geleistet werden. In vielen Bundesstaaten trägt auch Medicaid bei Erwachsenen Patienten keine zahnärztlichen Leistungen.

Zur Messung dieser Fairness wurde die Höhe des Durchschnittseinkommens eines Haushalts — abzüglich der Ausgaben zur Bestreitung des Existenzminimums — mit der Höhe seiner Gesundheitsausgaben verglichen. Zu den Gesundheitsausgaben eines Haushalts zählten sämtliche Beiträge, gleichgültig ob es sich dabei um Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Beiträge zu privaten Krankenversicherungen oder um Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen von Patienten handelte: Sie machen es für Geringverdiener oft unmöglich, sich und ihre Familien zu versichern.





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